Einiges im Umbau
09.01.2026 Region Bremgarten, Region Wohlen, Region Unterfreiamt, Region OberfreiamtSpital Muri ist mit der Umsetzung der neuen Angebotsstrategie auf Kurs
Das letzte im Spital Muri geborene Baby kam am 23. Dezember um 16.01 Uhr auf die Welt. Damit ging eine fast hundert Jahre währende Ära seit der Eröffnung der Geburtsabteilung im 1932 zu ...
Spital Muri ist mit der Umsetzung der neuen Angebotsstrategie auf Kurs
Das letzte im Spital Muri geborene Baby kam am 23. Dezember um 16.01 Uhr auf die Welt. Damit ging eine fast hundert Jahre währende Ära seit der Eröffnung der Geburtsabteilung im 1932 zu Ende. Gleichzeitig gestaltet das Spital Muri aktiv seine Zukunft. Die Umsetzung der neuen Angebotsstrategie ist auf Kurs.
Der Stiftungsrat und die Spitalleitung danken allen Mitarbeitenden, insbesondere den Hebammen, den Pflegenden der Wochenbettstation sowie dem geburtshilflichen Ärzteteam dafür, dass sie den Betrieb der Geburtshilfe seit dem Entscheid der Schliessung im Februar mit grossem persönlichem Einsatz bis Ende Jahr aufrechterhalten haben. Das sei nicht selbstverständlich und verdiene Anerkennung.
Der Stiftungsrat hat sich intensiv mit der strategischen Zukunft des Spitals beschäftigt und das medizinische Leistungsangebot im vergangenen Jahr gezielt den veränderten gesundheitspolitischen, tarifarischen und demografischen Rahmenbedingungen angepasst. Der Entscheid, die defizitäre Geburtshilfe aufgrund rückläufiger Geburtenzahlen und aus wirtschaftlichen Gründen zu schliessen, war nicht einfach.
Angebot ab Januar
Mit der vom Stiftungsrat verabschiedeten Strategie 2025–2029 gestaltet das Spital Muri aktiv seine Zukunft und hat sein medizinisches Leistungsangebot neu ausgerichtet. Medizinische Fachbereiche mit wachsender Nachfrage in der Region werden gestärkt. Damit nimmt das Spital eine Entwicklung auf, die viele Menschen betrifft: dem Wunsch, wohnortnah und auch im Alter gut betreut sowie medizinisch umfassend versorgt zu sein.
Im Zentrum des medizinischen Leistungsangebots des Spitals Muri stehen die Fachbereiche Medizin, Chirurgie, Orthopädie und Gynäkologie sowie die Anästhesie, Intensivmedizin und Radiologie. Das bestehende Angebot der Akutgeriatrie¸ die stationäre Behandlung von akuten Erkrankungen und Verletzungen bei älteren Menschen, wird in den kommenden Monaten weiter ausgebaut und die Orthopädie wird als eigenständige Klinik neu aufgebaut. Der Fokus der Orthopädie liegt auf der Prothetik, insbesondere der Hüft- und Kniegelenke und der Alterstraumatologie. Der neue Chefarzt Orthopädie und Traumatologie, Christian Hank, wird seine Tätigkeit im Mai aufnehmen. Die ehemalige Wochenbett-Station wird zu einer interdisziplinären Station für Akutgeriatrie und Alterstraumatologie umfunktioniert, sodass in Zukunft mehr Betten für diese Patientinnen und Patienten zur Verfügung stehen werden. Mit dem Rückbau der Gebärsäle entstehen neue Möglichkeiten, Behandlungsräumlichkeiten zu schaffen, die optimal auf die akutgeriatrischen Patienten zugeschnitten sind. Neben der somatischen Behandlung werden im akutgeriatrischen Setting mit den Patientinnen und Patienten auch alltägliche Handlungen wie zum Beispiel Kochen oder Treppensteigen geübt. Das Ziel der Akutgeriatrie ist es, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Patientinnen und Patienten während des Aufenthalts im Spital soweit möglich wieder herzustellen, damit sie in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren können.
Weiterhin ganz viel für die Frau
Das breite gynäkologische Angebot bleibt auch nach der Schliessung der Geburtsabteilung bestehen. Auch Schwangerschaftskontrollen und ambulante Nachkontrollen nach der Geburt sind im Rahmen der gynäkologischen Sprechstunden weiterhin möglich. Stationäre und ambulante Leistungen sowie operative Eingriffe werden in gewohnt hoher Qualität durchgeführt. Basis- und Spezialsprechstunden zu Urogynäkologie, Brustgesundheit sowie Pränataldiagnostik stehen den Patientinnen auch zukünftig zur Verfügung. Bei gynäkologischen Notfällen kann das Spital Muri rund um die Uhr an 365 Tagen kontaktiert werden.
Das seit rund zwei Jahren bestehende MuriDeluxe-Angebot für Zusatzversicherte wird weiterentwickelt. So wird im Frühjahr eine Bettenstation zur Privatstation ausgebaut und sanft renoviert. Damit können die Anforderungen der Krankenversicherungen und die zu Recht hohen Erwartungen von Privat- und Halbprivatversicherten noch besser erfüllt werden.
Der Information der Bevölkerung will das Spital künftig eine noch grössere Bedeutung beimessen. Das Spital wird zweimal im Jahr ein Magazin herausgeben. Die erste Ausgabe erscheint Mitte Januar und wird in alle Freiämter Haushalte verteilt.
«Das Spital Muri ist mit der Umsetzung der vom Stiftungsrat beschlossenen Anpassung des medizinischen Angebots auf Kurs», so CEO Dr. med. Daniel Strub. «Als regionales Akutspital in der Grundversorgung setzen wir uns täglich für das Wohl der Menschen in der Region ein. Unser Ziel bleibt, den Menschen im Freiamt in Gesundheitsfragen verlässlich zur Seite zu stehen – mit einem Angebot, das medizinisch sinnvoll und zukunftsfähig ist. Besonders erfreulich ist auch, dass aus dem bestehenden Team sehr erfahrene Stationsleiterinnen für die neuen medizinischen Angebote gewonnen werden konnten. So ist das Spital Muri mit einem motivierten Team ins neue Jahr gestartet», so Strub. --pd/red

