«Entweder/Oder» mit Michelle Andres, Radsportlerin und Bald-Olympionikin
Die Hägglingerin Michelle Andres startete ihre Karriere als Radsportlerin als fünfjähriges Mädchen auf dem Mountainbike. Mittlerweile bestreitet sie Rennen auf ...
«Entweder/Oder» mit Michelle Andres, Radsportlerin und Bald-Olympionikin
Die Hägglingerin Michelle Andres startete ihre Karriere als Radsportlerin als fünfjähriges Mädchen auf dem Mountainbike. Mittlerweile bestreitet sie Rennen auf Strasse und Bahn. Im Sommer geht für sie ein Traum in Erfüllung. An den Olympischen Spielen in Paris wird sie in der Bahndisziplin Madison antreten. Neben dem Sport hat die 27-Jährige an der Uni Fribourg Kommunikation und Medien sowie Soziologie studiert.
Stadt oder Land?
Beides. Wenn ich an Rennen bin, verbringe ich meist mehrere Wochen in grossen Städten. Das ist sehr interessant und an solchen Orten wird mir nie langweilig. Danach komme ich aber immer gerne aufs Land zurück, wo alles etwas langsamer geht. Hier kann ich mich am besten erholen.
Hägglingen oder Fribourg?
Fribourg war eine tolle Stadt, um sie als junge Studentin zu entdecken, und wird immer ein spezieller Ort für mich sein. Doch Hägglingen ist meine Heimat, wo ich aufgewachsen bin, alles kenne. Hier fühle ich mich zu Hause.
Argovia Vittoria-Fischer Cup oder Olympia?
Die Olympischen Spiele sind wohl der grosse Traum der meisten Radsportler, die beim Vittoria-Fischer Cup die ersten Rennerfahrungen sammeln. Ich habe meine ersten Rennen an diesem Cup gewonnen. Vielleicht wäre meine Olympia-Teilnahme ohne Vittoria-Fischer Cup gar nicht möglich gewesen?
ÖV oder Auto?
Wenn ich zu Rennen oder Trainingslagern fahre, habe ich meistens ein Fahrrad, einen Koffer und vieles mehr dabei. Es ist praktischer, das alles im Auto zu transportieren.
Sommer oder Winter?
Im Sommer sind das Training und die Rennen viel einfacher als im Winter, wo man mit nassen Strassen, niedrigen Temperaturen, Schnee und Regen zu kämpfen hat. Aber ich kann mich nicht beschweren. Mittlerweile kriege ich vom Winter wenig mit, weil ich die meiste Zeit im Süden in Trainingslagern verbringe. Nur das Skifahren fehlt mir ein bisschen.
Lernen für das Studium oder trainieren für sportliche Wettkämpfe?
Ich war nicht die Vorzeigestudentin und habe mehr als die Hälfte der Zeit an der Uni gefehlt. Ich habe viel lieber und viel mehr trainiert, als ich für Prüfungen gelernt habe. Im Sport mache ich immer mehr als nötig, an der Uni war eher das Gegenteil der Fall.
Selbst kochen oder Restaurant?
Da ich über 200 Tage im Jahr unterwegs bin und ständig in Hotels und Restaurants esse, freue ich mich immer, wenn ich wieder zu Hause bin und selbst kochen kann. Ob das von mir gekochte Essen schmeckt, ist eine andere Frage.
Buch oder Film?
Ich würde gerne das Buch wählen, um zu zeigen, wie kultiviert ich bin, doch in Wahrheit schaue ich mehr Filme oder Serien und versuche dabei nicht einzuschlafen.
Bahn oder Strasse?
Ganz klar die Bahn. Ich kann nicht genug vom Bahnradsport bekommen. Die meiste Zeit trainiere ich zwar auf der Strasse, was mir auch viel Spass macht, aber die Bahn steht an erster Stelle.
Schwarz oder Weiss?
Die Frage könnte man jetzt sehr philosophisch verstehen. Rein auf die Farbe bezogen bevorzuge ich Schwarz. --jl