Herausforderungen angehen
09.01.2026 Kelleramt, Islisberg, Oberlunkhofen, Jonen, PolitikAusblick auf das kommende Jahr in Islisberg, Oberlunkhofen und Jonen
Die Gemeindeammänner Alain Maître, Oberlunkhofen, Philipp Ackermann, Jonen, und Patrick Stutz, Islisberg, blicken voraus, welche Themen in ihren Gemeinden anstehen. Einhellig ist für sie ...
Ausblick auf das kommende Jahr in Islisberg, Oberlunkhofen und Jonen
Die Gemeindeammänner Alain Maître, Oberlunkhofen, Philipp Ackermann, Jonen, und Patrick Stutz, Islisberg, blicken voraus, welche Themen in ihren Gemeinden anstehen. Einhellig ist für sie klar, dass die neuen Legislaturziele mit ihren Gemeinderatskolleginnen und -kollegen erst noch erarbeitet werden.
Verena Anna Wigger
Ein neues Jahr, ein neu zusammengesetztes Team und die neue Legislatur. Was alle Gremien eint, ist die Tatsache, dass sie die Legislaturziele erst noch zusammen erarbeiten werden.
Islisberg: Schule zentrales Thema
In Islisberg ist die Schule ein zentrales Thema. Die Bildung mache etwa die Hälfte des Budgets aus, sagt Patrick Stutz und das zeige, wie wichtig eine funktionierende Schule für Islisberg ist. Die Schule könne sich auf die Unterstützung des Gemeinderats verlassen, setzt er dazu. Hier stehe als Nächstes der Ersatz für die in die Jahre gekommene Heizung an.
Im neuen Jahr werde für die kleine Gemeinde sicherlich die Gesamtrevision der Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland ein ganz grosses Thema darstellen, so Gemeindeammann Patrick Stutz. Bei diesem Geschäft gebe das Ablauf- und Terminprogramm den Takt vor. Dazu werde sich der Gemeinderat mit dem Abwasser, dem in Sanierung befindlichen Regenrückhaltebecken sowie dem Projekt einer Sauberwasserleitung Richtung Arni einiges an Arbeit bescheren.
Eingeschlafenes wieder beleben
Ein weiteres Projekt, welches Gemeindeammann Stutz und seine Kollegen im laufenden Jahr beschäftigen wird, ist die Planung der Begegnungszone mit Mehrzweckraum und Spielplatz. Stutz weiss, dass die Wünsche gross und vielfältig seien und es nun am Gemeinderat liege, eine gangbare Lösung zu finden, welche in das konzentrierte Budget passe, «denn die Kosten dürfen nicht ausufern», so Stutz. Finanziell gehe es der Gemeinde Islisberg nicht schlecht. Trotzdem sei nicht «allzu viel Fleisch am Knochen» und man sollte Investitionen gut überdenken, erklärt Stutz. «Wir haben ein eher kleines Budget», sagt er, entsprechend gelte es, haushälterisch mit den Ressourcen umzugehen, dass kein Loch in die Kasse gerissen werde. Für ihn und den Gemeinderat sei es ihr Ziel das Projekt für die Begegnungszone an die Sommergemeinde zu bringen.
Und dann ist Gemeindeammann Patrick Stutz noch etwas wichtig. Etwas, was nach Corona eingeschlafen sei. Der Austausch mit den Nachbargemeinden, vor allem mit jenen über die Kantonsgrenze hinaus. Dieser soll wieder regelmässiger stattfinden, um das gegenseitige Verständnis und Miteinander zu stärken.
Jonen: solide Finanzenplanung
Für Gemeindeammann Philipp Ackermann steht ein klarer Fokus, im Vordergrund. Eine gesunde Finanzstruktur für die Gemeinde Jonen. «In der kommenden Legislatur stehen mit der Sanierung des Gemeindehauses und der Mehrzweckhalle Grossprojekte an», sagt Ackermann. Jonen investiere weiterhin in die Infrastruktur und in ein attraktives Steuerumfeld, bekräftigt er. Dazu gehören das Gemeindehaus und die Mehrzweckhalle, für welche er in diesem Jahr die Planungsphase abschliessen möchte, so der Wunsch des Joner Gemeindeammanns.
Die Kreisschule wie auch die Primarschule seien gut aufgestellt, die Herausforderungen im Schulwesen nehmen jedoch ständig zu, dies erfordert viel Aufmerksamkeit des Gemeinderates. Ein weiteres Geschäft, welches der Gemeinderat hofft zu verabschieden, ist der Gestaltungsplan «Im Feld Ost». Dies sei noch die grösste Baulandreserve des Dorfes, sagt Ackermann.
Die Finanzplanung gehöre im Moment zu den grössten Herausforderungen für Jonen, erklärt Philipp Ackermann. Die Gemeinde habe in den letzten zehn Jahren viel in die Infrastruktur der Gemeinde investiert, trotz der hohen Investitionen konnten die Steuern zweimal gesenkt werden. Jonen sei sehr gut positioniert, um die kommenden Herausforderungen zu meistern. Doch dem wolle man weiter Rechnung tragen.
Stabilität im Gemeinderat
Was Ackermann auch freut, ist die hohe Stabilität, welche der Gemeinderat ausweise. «Es musste nur ein neues Mitglied in den Rat gewählt werden», freut Ackermann, er kann mit seinen Kollegen weiter arbeiten.
Oberlunkhofen: Fokus bleibt
In Oberlunkhofen haben vier der fünf Gemeinderäte ein neues Ressort übernommen. Einzig Gemeindeammann Alain Maître blieb Vorsteher seiner Ressorts. Nach der Gemeinderatswahl werden die zwei neuen Mitglieder Mirjam Kölliker und Kis Baumgartner sowie die zwei Bisherigen Roland Geier und Dominique Fisch sich in ihre neuen Ressorts einarbeiten und sich einen Überblick verschaffen. Das möchte Maître seinen Kollegen zuerst ermöglichen.
«Die Legislaturziele werden wir erst noch mit den neu gewählten Gemeinderätinnen erarbeiten», das ist für Maître gegeben. Danach ergebe es sich, worauf sie den Fokus legen werden. Gemeindeammann Maître sagt, «die Gemeinde ist ‹à jour› mit ihren Aufgaben». Im laufenden Jahr werde es mehr Geschäfte der Ortbürgergemeinde und Ortsbürgerstiftung geben, welche in den nächsten Monaten anstehen.
Mehrheitsfähige Lösung für Mehrzweckhalle finden
Was aber auch weiterhin gegeben sei, ist der Hallenbedarf. Die damit verbundene Planung einer neuen Mehrzweckhalle werde den Gemeinderat beschäftigen, wie schon im vergangenen Jahr. Nach dem Referendum gegen die Steuererhöhung und der Ablehnung des Geschäfts an der Wintergemeinde war man der Meinung, dass sich die Bevölkerung eine Mehrzweckhalle mit einem Kostendach von 11 Millionen Franken wünscht. Nun wurde erneut das Referendum ergriffen, dieses Mal gegen den Entscheid der Wintergemeinde, welche das Projekt der Mehrzweckhalle für 14 Millionen Franken bachab sandte. Der neue Gemeinderat wird also abwarten müssen, was der Souverän entscheidet, bevor die neue Planung in Angriff genommen werden kann.



