«Komplizierter Zugang zu eTax», Leserbrief in der Ausgabe vom 23. Januar.2026
Zum Voraus herzlichen Dank, Christoph Hagenbuch, für diese Interpellation. Ich hoffe, dass die Regierung die gestellten Fragen seriös beantwortet. Ich habe mich genauso genervt, ...
«Komplizierter Zugang zu eTax», Leserbrief in der Ausgabe vom 23. Januar.2026
Zum Voraus herzlichen Dank, Christoph Hagenbuch, für diese Interpellation. Ich hoffe, dass die Regierung die gestellten Fragen seriös beantwortet. Ich habe mich genauso genervt, dass solche Software-Entwickler und Auftraggeber dies den Einwohnern zumuten. Bitte, kein Job ist perfekt, auch nicht derjenige des Entwicklers. Fragen wir mal doch Software-Entwickler, ob sie den Job schätzen. Ich frage mich, was für Personen hier am Werk waren. Auch ich war konfrontiert mit dem Login und Sicherheit von AGOV, es hatte einfach nicht geklappt (zu kompliziert). Bis es funktionierte, brauchte ich mehrere Stunden. Entwickler lieben es in der Regel, Probleme zu lösen. Zu programmieren ist ein Weg, um dieses Bedürfnis zu stillen.
Ebenso wie Handwerker eine innere Befriedigung empfinden, wenn sie einen gebauten Tisch oder Schrank betrachten, fühlen auch Entwickler Freu- de, wenn sie das Endprodukt ihrer Arbeit betrachten. Ich frage mich: Will der Kanton wieder mehrere Personen für den Papierkram anstellen, da sicher viele Bürgerinnen und Bürger die Papierform wieder wählen?
Ich habe mehrere Jahre in der IT gearbeitet und hätte mich nie getraut, solche Anwendungen dem Kunden zuzutrauen. Auf der anderen Seite kann es entmutigend sein, sich stundenlang mit einem Problem zu beschäftigen, nur um dann festzustellen, dass bereits eine Lösung dafür existiert. Das Rad unnötigerweise neu zu erfinden, ist auch für viele Firmen und Bürgerinnen und Bürger ein Unding.
Geschätzter Regierungsrat, man kann über die Softwareentwicklung denken, wie man will. Fakt ist aber, dass sie nicht mit der Arbeit an einem Fliessband vergleichbar ist. Hoffe, mit diesen Worten einen Anstoss gegeben zu haben, dass auch einfache Bürgerinnen und Bürger beachtet werden sollten für eine Softwareanwendung.
Peter Stutz, Islisberg