CHLOSCHTER GEISCHT
02.04.2026 Kolumne, MeinungenEs ist einer der Gegenstände, die am häufigsten verloren gehen: der Regenschirm. So geschehen auch in dieser Woche, nach der Besichtigung der neuen geriatrischen Akutrehabilitation im Spital Muri. Den nassen Schirm mit auf die Führung zu nehmen? Keine gute Idee. Also landet er ...
Es ist einer der Gegenstände, die am häufigsten verloren gehen: der Regenschirm. So geschehen auch in dieser Woche, nach der Besichtigung der neuen geriatrischen Akutrehabilitation im Spital Muri. Den nassen Schirm mit auf die Führung zu nehmen? Keine gute Idee. Also landet er mit vielen anderen im Schirmständer. Die Gefahr des Vergessens besteht insofern nicht, als es auch eine Stunde später noch gleich stark regnet. Diese Gefahr lauerte aber an einem anderen Ort. Die Anzahl schwarzer Schirme im Ständer ist gross. Dass eben dieser als Symbol eines kantonalen Fussballclubs mit einem weissen Adler geziert ist, ist in zusammengezogenem Zustand nicht ersichtlich. Und so hat ihn jemand mitgenommen, diesen Schirm für seinen oder ihren gehalten. Die Paar Regentropfen auf dem Kopf waren keine schlimme Folge. Auch der Verlust des Regenschirms ist es nicht. Und trotzdem, wenn jemand zu Hause entdeckt, dass der schwarze Schirm mit weissem, kleinem Adler nicht seiner oder ihrer ist: bitte im «Freiämter»-Büro im dritten Stock an der Luzernerstrasse 91 in Muri deponieren.
Die Zürcherstrasse zwischen Talstrasse und Kirchenfeldmatt bis hin zur Luzernerstrasse ist seit Längerem eine Einbahn. Das hält die einen ab, die Geschäfte dort im gleichen Mass zu besuchen wie bis anhin. Bei all den Umtrieben und Ungelegenheiten rund um die Baustelle an der Zürcherstrasse gibt es manchmal auch Grund zum Schmunzeln. Das erzählt Bäckermeister Buki Kreyenbühl. Des Öftern sehe er, wie grosse ausländische Vierachser retour die Strasse hochkommen, da sie nicht durch die Baustelle fahren durften. Und wenden vor der Unterführung liege auch nicht drin. Einmal mehr ist im Vorteil, wer die Strassenschilder kennt – und für die «geplagten» Anlieger ab und an ein kostenloses Schauspiel.
Und noch etwas wünschen sich die Gewerbetreibenden an der Zürcherstrasse. Beispielsweise einen grossen Gipfel beim Kreisel an der Talstrasse, der dort drin dick und gluschtig steht und verkündet: «Wir freuen uns auf euch als Kunden.» Doch dem Kanton würde dies nicht gefallen, das habe er auf Anfrage gemeldet. Das gäbe einen präjudiziellen Fall und das möchte man nicht. Doch die Gewerbetreibenden möchten einfach sagen: «Vergesst uns nicht.» Vielleich wäre es hier von Vorteil, wenn der eine oder andere ein Fasnächtler wäre. Denn während diesen Tagen im Jahr kann es in Muri passieren, dass mal da oder dort einfach etwas steht. Einfach so, ohne gefragt zu haben. Das ganze Dorf würde darüber sprechen und alle wollten es sehen und schon gäbe es Laufkundschaft. Präjudiziell hin oder her. Lustig wäre er sicherlich, der neue Gipfelikreisel von Muri.
Fast schon Kult. Mit ihrem Tandem-Velo, mit ihren orangen Mützen und natürlich mit dem, was sie seit 2021 Sommer für Sommer auf dem Klosterhof organisieren:
Paula Loher-Staubli und Markus Bohren mit ihrem «Muri-Live». Heute startete der Vorverkauf. Am 31. Juli findet der nächste Anlass statt. Die Werbetrommel wird ab jetzt gerührt. Natürlich auch mit dem prominent beschrifteten Tandem-Velo. «Dieses kann man übrigens mieten», sagen die beiden Organisatoren ganz spontan. Gegen einen Zustupf in die «Muri-Live»-Kasse, kann man damit rumkurven. Für die bevorstehenden, schönen Ostertage durchaus eine Überlegung wert.
--ake/vaw
