Ein alltäglicher Moment. Man steht im Stall, im Büro, in der Küche. Ein Griff zum Lichtschalter. Ein Klick. Und dann passiert … nichts. Kein Licht. Kein Geräusch. Kein Summen. Nur Stille. Eine Sekunde, zwei, drei. Dann beginnt man zu begreifen: Das ist ernst. Kein ...
Ein alltäglicher Moment. Man steht im Stall, im Büro, in der Küche. Ein Griff zum Lichtschalter. Ein Klick. Und dann passiert … nichts. Kein Licht. Kein Geräusch. Kein Summen. Nur Stille. Eine Sekunde, zwei, drei. Dann beginnt man zu begreifen: Das ist ernst. Kein Melkroboter melkt. Kein Kühlschrank kühlt. Kein Handy lädt. Innerhalb von Minuten steht alles still. Was wie ein düsteres Szenario klingt, ist näher, als wir gerne glauben.
Und genau in diesem Moment sollte uns allen ein Licht aufgehen. Strom ist keine Selbstverständlichkeit. Wir tun oft so, als wäre er einfach da. Als käme er von irgendwo. Als würde es schon reichen, wenn man ein paar schöngefärbte Ziele formuliert und ein paar planwirtschaftliche Programme beschliesst. Genau darüber haben wir im Grossen Rat diskutiert – bei der Überarbeitung der Energiestrategie «energieAARGAU 2025».
Die bürgerliche Kommissionsmehrheit hat die Ausrichtung korrigiert: Stromproduktion statt Wunschdenken. Nicht nur stur «erneuerbar», sondern CO2-arm und technologieoffen. Denn die Realität ist klar: Solar liefert im Winter zu wenig und zu unbeständig. Der Flatterstrom bringt unser Netz ins Wanken. Wir können nur hoffen, dass unsere Netzbetreiber besser planen als die Spanier und Portugiesen. Erinnern Sie sich noch an das Blackout auf der Iberischen Halbinsel im letzten Frühling? Solarstrom sei Dank. Die Windrändli kommen im Aargau nicht vom Fleck – Beinwil lässt grüssen. Und trotzdem träumt die Raatslinke weiterhin, dass sich die Versorgung damit sichern liesse. Das ist reines Wunschdenken. Versorgungssicherheit entsteht dort, wo Strom produziert wird – verlässlich, jederzeit. Denn wenn wir ehrlich sind, bleibt nur eine Konsequenz: Wasserkraft und Kernenergie. CO2-arm. Planbar. Verlässlich. Alles andere hat Grenzen – technische, politische oder gesellschaftliche.
Der Aargau ist prädestiniert für grosse Energieanlagen. Wir haben die Infrastruktur, das Wasser und das Wissen. Dieses gilt es zu sichern. Genau darauf wurde die Energiestrategie ausgerichtet. Dank der besonnen bürgerlichen Mehrheit im Parlament. Wir haben den Weg geebnet und ein starkes Zeichen Richtung Bern geschickt: Der Aargau ist bereit. Liebes Bundesparlament, liebe Aargauer, liebe Freiämter, uns allen muss ein Licht aufgehen. Es führt kein Weg an der Kernenergie vorbei.