Eine hervorragende Arbeit
09.06.2026 Hägglingen, Region Unterfreiamt, Kirche«Grüner Güggel» ziert nun die Pfarrei Hägglingen
Kürzlich erlebte die Pfarrei Hägglingen einen besonderen Moment. Der «Grüne Güggel» wurde gefeiert. Die dafür erhaltene Tafel wurde beim Eingang zum Pfarrhaus ...
«Grüner Güggel» ziert nun die Pfarrei Hägglingen
Kürzlich erlebte die Pfarrei Hägglingen einen besonderen Moment. Der «Grüne Güggel» wurde gefeiert. Die dafür erhaltene Tafel wurde beim Eingang zum Pfarrhaus installiert. Die Pfarrei erhielt von der Schweizer Organisation «OeKU» die Zertifikation und das dazugehörende Label.
Im Frühjahr 2022 hat die Kirchenpflege Hägglingen beschlossen, für die Kirchgemeinde verbindliche Grundsätze in Aussicht zu stellen, welche vom kirchlichen Umwelt-Management «OeKU» der Schweizer Landeskirchen propagiert wurden. Der Gedanke entstand schon bei der Pfarrhaus-Renovation vor einigen Jahren. Umweltgedanken und -bedürfnisse sollen in künftige Planungen der Kirchgemeinde einfliessen können. Eine Überlegung, die sich langfristig auszahlen dürfte.
Das Umweltmanagement unterstützt Kirchgemeinden, welche konkrete Massnahmen in den Bereichen Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit umsetzen. Werden diese in einem Umweltbericht der Kirchgemeinden aufgezeichnet, winkt ihnen das Label «Grüner Güggel». Dieser hat nun in Hägglingen Einzug gehalten.
Team seit drei Jahren im Einsatz
Wie Kirchenpflegepräsident Teofil Gadola in seinem Vorwort zum Umweltbericht der Pfarrei Hägglingen schreibt, versteht die Kirchenbehörde die angestrebte Zielsetzung als biblisch fundierter Auftrag. «Aus der biblischen Schöpfungsgeschichte geht hervor, dass Gott den Menschen die von ihm geschaffene Welt anvertraut und uns damit die Verwaltung für Pflege und Schutz der Umwelt übertragen hat», so Teofil Gadola.
Für die Erarbeitung eines Umweltberichtes der Pfarrei Hägglingen wurde ein Umweltteam gebildet, welches sich bemühte, einen Bericht zu erarbeiten. Dieser zeigt auf, dass in Hägglingen schon mit etwelchen Massnahmen einiges erreicht werden konnte.
Nicht unerwähnt bleiben darf die Beheizung der Kirchengebäude mittels Pellets durch einen Fernwärmeverbund. Dies in Zusammenarbeit mit dem benachbarten Volg. Der Einsatz einheimischer Rohstoffe gilt als Pluspunkt. «Das Team hat, so der Bericht der Kirchenpflege, hervorragende Arbeit geleistet.» In verschiedenen Bereichen wie Stromverbrauch, Abfallentsorgung, Begrünung, Arbeitssicherheit und bei Reinigungsmitteln wurde schon erhebliches Potenzial identifiziert. Der vorliegende Umweltbericht äussert sich unter anderem zum Umweltmanagementsystem, der aktuellen Umweltbilanz sowie den Umweltzielen und Umweltprogrammen.
Auch eine Kennzahlentabelle für die Jahre 2023–2025 fehlt nicht. Bei der in Kürze anstehenden kleineren Sanierung der Kirche können gemachte Erkenntnisse bereits einfliessen. Im November 2025 wurde von der Kirchgemeindeversammlung ein Kredit von 300 000 Franken beschlossen. Dem Umweltteam gehören an: Christian Frei, Sicherheitsbeauftragter; Adrian Geissmann, Umweltmanagementbeauftragter und Kontaktstelle zur Kirchenpflege; Beate Grabbe, Leiterin Biodiversität; Esther Imbach, Sakristanin; Hans Peter-Stierli, Diakon; Peter Zollinger, Energieteamleiter.
Label ist nach vier Jahren zu überprüfen
Die Co-Präsidenten Adrian Geissmann und Peter Zollinger gaben uns Einblick in die Teamarbeit, welche letztlich zur Auszeichnung mit dem Label führte. Das ansehnliche Ergebnis ist in einem Umweltbericht niedergeschrieben, welcher im Januar zur Erstvalidierung führte. Der Bericht nimmt minutiös Stellung zu einzelnen Objekten und enthält klare Äusserungen zu Sachthemen.
Das erhaltene Label wurde dadurch erlangt. Auszeichnung und Gedenkplakette liegen zur Freude der Hägglinger Kirchenbehörden vor. Nach vier Jahren steht erstmals eine Erneuerung an. – Der kürzlich abgehaltene Wortgottesdienst mit dem Thema «Schöpfung» wurde zum Auftakt der anschliessenden Zertifizierungsfeier des «Grünen Güggels».
Wahrzunehmende Schöpfungsverantwortung
Pastoralraumleiter Gerhard Ruff und Diakon Hans-Peter Stierli standen dem Gottesdienst vor. Diakon Stierli begrüsste die Gottesdienstgemeinschaft und unterstrich den Wert des erreichten «Grünen Güggels».
Pastoralraumleiter Ruff verwies in seinen Predigtworten auf den Schöpfungsauftrag. «Wir müssen die Schöpfung leben und in den Kindern Gottes die Hoffnung stärken.» Nach dem Gottesdienst bedankte sich Kirchenpflegepräsident Gadola bei dem Umweltteam für die vorzügliche Arbeit, welche geleistet wurde. «Wir haben ein Etappenziel erreicht, es geht nun weiter mit der Umsetzung der Bestimmung zur Biodiversität. Mit der Anbringung der Plakette beim Pfarrhauseingang schaffen wir ein sichtbares Versprechen für den einzuschlagenden weiteren Weg.»
Im Anschluss an den historischen Moment sind sich die Engagierten der Kirchgemeinde bewusst, für das bald 1000-jährige Gotteshaus, eines der ältesten im Freiamt, stets das Beste gegeben zu haben. Was bisher war, soll auch künftig so sein.
--tre

