Gemeinsam für die Jugend
12.06.2026 Jugend, MuriVernetzen und verbinden
Jugendförderung Muri formiert sich
Sie wollen konkrete Umsetzungspläne ausarbeiten, Arbeitsgruppen bilden und so die Jugendförderung Muri voranbringen. Darum vernetzten sich die Organisationen, welche die ...
Vernetzen und verbinden
Jugendförderung Muri formiert sich
Sie wollen konkrete Umsetzungspläne ausarbeiten, Arbeitsgruppen bilden und so die Jugendförderung Muri voranbringen. Darum vernetzten sich die Organisationen, welche die Jugendförderung betreiben, und bringen ihre Sicht und Erfahrung ein. Dass sie auf gutem Weg sind, zeigen die ersten Resultate und nächsten Schritte, welche definiert wurden. --vaw
2. Runder Tisch für die Jugendförderung im GZ Muri – weitere Schritte konkretisiert
Gastgeber des Austausches sind Vivianne Emisberger und Valentin Geissmann von der Jugendarbeit im Muri 13. Mit dabei sind auch Vertreterinnen und Vertreter der beiden Jugendorganisationen der Kirchen, der Gemeinde Muri, von der Regionalen Integrationsfachstelle Freiamt (RIF) und vom Gemeinschaftszentrum (GZ). Thema des Abends ist eine gestärkte Zusammenarbeit für die Jugendförderung.
Verena Anna Wigger
«Was heisst es, wenn Jugendliche Events gestalten?» Diese Frage stellte Vivianne Emmisberger in die Runde. Dabei wird das Bild der «Usestuehlete» auf der Marktgasse und dem Klosterhof angesprochen. Immer wieder kehrende Rückmeldungen zeigen, dass sich die Teenager dort pudelwohl gefühlt haben, erzählt sie. Denn sie durften sich austoben, laut sein, lachen und geniessen. «Wenn Jugendliche auf Erwachsene treffen, gibt das öfters Irritationen», sagt die Jugendarbeiterin. Doch genau diese Jungen zwischen 11 und 16 Jahren will man abholen. Man möchte von ihnen wissen, welche Themen sie interessieren und wo sie sich Treffpunkte wünschen. Dabei sollen sie gefördert werden auf ihrem Weg in die Gesellschaft. Sie sollen sich ausprobieren können. Für Judith Renevey, Fachleiterin Gesellschaft der Gemeinde, ist klar: «Jugendliche kommen nicht einfach an die Gemeindeversammlung.»
Erstes Resultat: eine Girls-Party
Doch was heisst ausprobieren und wie werden sie motiviert, sich als Teil der Gesellschaft einzubringen? Das kann sein, wie das aktuelle Beispiel von heute Freitag, 12. Juni, zeigt, eine Party, die nur für Mädchen organisiert wird und im GZ stattfindet. «Girls Only Party» heisst es ab 21 Uhr. Diese Idee stammt aus dem ersten Austausch. Sophie Freimann und Kira Räber vom Blauring in Muri haben die Party mithilfe vom Jugendbüro und GZ und zusammen mit Kolleginnen aus dem Blauring auf die Beine gestellt.
Antworten auf Fragen sind da
Auf diesem Prinzip möchte die Gruppe weiter aufbauen. Sie will aufzeigen, welche Ressourcen Jugendliche wo abholen können. Sie möchte sie bei der Entwicklung, Organisation und Umsetzung von Events oder Thementagen begleiten und unterstützen – damit diese mit der «Anschubhilfe» erleben, wie sie sich einbringen können. Dabei werden sie in Budget-Fragen und bei der Organisation unterstützt.
Anschubhilfe schaffen für Selbstwirksamkeit
Beim Austausch am zweiten Runden Tisch wurde auch ein mögliches Jugendfest thematisiert. Dabei hat man das Schulfest im Auge, doch die Zielrichtung gehe mehr zu einem Jugendfest wie jenes in Lenzburg. Oder weitere Fragen sind von Interesse: Braucht es autonome Räume? Wie treffen sich die Jungen heute? Hier könnte das GZ Hand bieten, sagt Jan Illing: «Wir haben verschiedene Räume.» Doch die Frage, wer betreut diese Anlässe, sei entscheidend. Hier hat Muri 13 schon einen möglichen Lösungsansatz vorbereitet.
Die Gruppe sieht sich mit all ihren Idee als Anschubhilfe. Der Gedanke der Gruppe geht in Richtung Ressourcen an Zeit, Hilfe, Material und bereits vorhandenen Events. Dies wird die Gruppe nun aufnehmen und mit einer Übersicht gezielt für die Jugendförderung im Dorf einsetzen.
Zusammenarbeit, die sich bewährt
Wie erreichen wir den einzelnen Jugendlichen? Dies ist eine weitere zentrale Frage. Viviane Emmisberger erachtet dies als klaren nächsten Schritt. «Wir werden die Jugendlichen direkt dazu befragen.»
So wird am nächsten Brunch der Jugendvereine eine Umfrage durchgeführt. Welche Themen beschäftigt die Jungen? Was suchen sie? Genau dieser Austausch zeigt, wie nützlich der Runde Tisch ist.
Für ihr weiteres Vorgehen plant die Gruppierung jährliche Treffen. Die Zeit dazwischen wird genutzt, um Teilprojekte und Übersichten zu erarbeiten. «Auch wenn wir noch kein Jugendfest an der Bahnhofstrasse feiern», sagt Illing. Sie arbeiten weiter und vernetzten sich. Für 2027 mit dem Klosterjubiläum sind bereits Aktivitäten in Planung. Darüber hinaus sollen Synergien und Raum für die Jugend bei bereits bestehenden Anlässen wie der beliebten Frauen-Kleidertausch-Börse geschaffen werden. Denn die gemeinsame Arbeit für die Jugendförderung soll weitergeführt und stärker vernetzt werden, darin sind sich alle einig. Gemeinsam hat man ein Ziel: «Man möchte Jugendlichen zeigen, wie man Teil der Gesellschaft ist und sich eingeben kann», so Regula Marthaler vom GZ.


