Hinaus in die Natur
10.07.2026 Natur, Rottenschwil, KelleramtJunior-Ranger erkunden die Natur im Reusstal
Die Stiftung Reusstal in Rottenschwil führt ein Junior-Ranger-Programm ein. Buben und Mädchen erhalten jeden Monat die Möglichkeit, sich mit und in der Natur zu bewegen. Im August startet die erste Klasse. ...
Junior-Ranger erkunden die Natur im Reusstal
Die Stiftung Reusstal in Rottenschwil führt ein Junior-Ranger-Programm ein. Buben und Mädchen erhalten jeden Monat die Möglichkeit, sich mit und in der Natur zu bewegen. Im August startet die erste Klasse.
Verena Anna Wigger
Das Junior-Ranger-Programm bietet spannende Abenteuer. Mädchen und Buben zwischen 7 und 15 Jahren entdecken die Natur in allen Jahreszeiten. «Wir gehen bei Hitze und Schnee raus», sagt Fabienne Dahinden, stellvertretende Leiterin des Ranger-Teams im Reusstal. Die Zugerin hat das Junior-Ranger-Programm im letzten Jahr auf die Beine gestellt.
Drei Schnuppertage gab es bereits, an denen jeweils zehn Kinder dabei waren. «Die sind sehr gut gelaufen», sagt Dahinden. Für sie war es erstaunlich, mit wie wenig Aktion die Kinder glücklich waren und sich beschäftigt haben. Dabei ist es dem Team wichtig, dass diese Treffen erlebnisorientiert angelegt sind. Dies heisst, dass sie ihre Aufträge und Aufgaben in einer spielerischen Umsetzung verpacken. Egal, ob sie dabei handwerklich oder auch mal zeichnerisch unterwegs sind. Das kann auch mal das Fangen eines Frosches beinhalten, damit dieser studiert werden kann. Und allein der Gedanke lässt einen lachen oder schmunzeln. «das kann auch einmal die Erfahrung sein, wie schwierig es ist, einen Frosch zu fangen, was auch meistens misslingt», so Dahinden.
Ein Erlebnis schaffen mit der Natur
Bei den geführten Exkursionen erforschen, erleben oder gestalten die Kinder. Sie lernen, wie man Feuer macht, ohne Streichhölzer zu benutzen. Oder sie absolvieren Themenparcours. «Dabei strahlen die Kinderaugen», erzählt Dahinden und lacht selbst bei der Erinnerung. Des Öfteren hat sie gehört: «Ich komme auf alle Fälle wieder», so begeistert waren die Kinder an den vergangenen Schnuppertagen. Denn wer durfte schon einmal Konfitüre aus Hagebutten herstellen? Hierbei geht es ihr um die direkte Erfahrung der Kinder. Manchmal geht es um die stille Beobachtung der Natur und ihrer Bewohner. Auch dies sei ein Erlebnis, das die Kinder begeistert. «Wir möchten eine Beziehung zur Natur herstellen», sagt sie. Ihr und ihrem Team ist es wichtig, dass die Jung-Ranger die Natur nicht nur aus der Theorie kennen.
Programmstart am 19. August
Daher wird das Angebot durch ausgebildete Ranger geführt. So wie Fabienne Dahinden, die den Dienst seit vier Jahren macht. Sie hat einen Master in nachhaltiger Entwicklung und sieht, wie vielfältig die Berufsleute sind, welche ebenfalls in ihrer Arbeit etwas mit der Natur zu tun haben. Hier habe es Förster, Fischer, Jäger, Naturfotografen, Kommunalmitarbeiter und Menschen aus der Forschung, um nur einige zu nennen. Wichtig für die Arbeit im Junior-Ranger-Programm ist auch eine didaktische Weiterbildung. Dahinden ist ausgebildete Wildnis-Pädagogin. «Uns geht es darum, den Menschen das Erleben und die Erfahrungen mit der Umwelt näherzubringen», sagt sie. Dabei gehe es für sie und ihre Kollegen um ein gutes Miteinander von Natur und Mensch. Um Aufklärung, Information, aber auch um Regelung.
Programm übernommen, Finanzierung gesichert
Das Freizeit-Programm für die Junior-Ranger steht unter der Schirmherrschaft des Schweizer Ranger Verbands. Dem Verband der Schweizer Ranger, Naturschutzaufseher und Parkwächter in der Schweiz. Ihr Ziel ist es, die Kinder als Botschafter für Landschaften, Lebensräume und Schutzgebiete zu gewinnen. Sie haben dazu Richtlinien herausgegeben, wie zum Beispiel, dass die Ausbildner selbst Ranger sein müssen. Die Ausgestaltung der Treffen liegt bei jedem verantwortlichen Standort selbst, genauso wie die Finanzierung. Da dies nun geregelt ist, startet das Programm nach den Sommerferien am 19. August mit einer konstanten Gruppe.
Wer noch an keinem Schnuppertag dabei sein konnte, sich aber für das Thema interessiert, hat die Möglichkeit, auch später einen zu besuchen. «Wir können auch zwei Klassen führen», sagt die Naturmentorin. «Man muss keine Vorkenntnisse haben», so Dahinden. Die Begeisterung für die Natur reiche aus, und man muss sich gern draussen aufhalten.
Infos zum Junior-Ranger-Programm: www.stiftung-reusstal.ch/zieglerhaus/ angebote/junior-ranger-reusstal/

