Kirchenschätze bestaunt
05.06.2026 Hägglingen, Region Unterfreiamt, Kirche«IG Offenes Pfarreihuus» machte «Hägglingen is(s)t» zum gemütlichem Treffen
Die «IG Offenes Pfarreihuus» organisierte den Anlass «Hägglingen is(s)t. Viele Geladene beteiligten sich mit kulinarischen Produkten aus ihren ...
«IG Offenes Pfarreihuus» machte «Hägglingen is(s)t» zum gemütlichem Treffen
Die «IG Offenes Pfarreihuus» organisierte den Anlass «Hägglingen is(s)t. Viele Geladene beteiligten sich mit kulinarischen Produkten aus ihren Küchen. Nebst dem gemütlichen Treffen öffnete die Kirchenpflege die Sakristei zur Besichtigung.
Für die «IG Offenes Pfarreihuus» engagierten sich Bea Geissmann und Markus Schmid («Schmatz») als Organisatoren und Co-Gastgeber, während Lokalhistoriker Toni Imbach es verstand, auf kompetente Weise den Gästen einen Einblick in Kirchenschätze zu gewähren.
Bewegter Austausch
Mit ihren Anlässen bietet die «IG Offenes Pfarreihuus» regelmässig Grundlagen für interessante Begegnungen der Einwohnerinnen und Einwohner jeglicher Nationalität. Sie dienen letztlich auch zur Akklimatisierung und zur Akzeptanz von Zuzügerinnen und Zuzügern, welche die lebensfrohe Gemeinde «zwischen sieben Hügeln» zu ihrem Wohnsitz ausgewählt haben.
Bei sommerlicher Kulisse freute man sich ob des Schattens der Kirchenwand, wie auch an den kulinarischen Verwöhnungen, «passend zur Jahreszeit». Die Tische waren festlich mit Blumen aus dem Pfarrgarten geschmückt. Ein Thema, das verschiedentlich das Interesse der Besucherschaft fand, war die bevorstehende Zertifizierung des «Grünen Güggels».
Der Gottesdienst vom Samstag, 6. Juni, 17.30 Uhr, bildet der Auftakt zur anschliessenden Zertifizierungsfeier. Wenn sich eine Kirchgemeinde dazu entscheidet, die Vorstellungen der Biodiversität durch Nachhaltigkeit und umweltbewusstes Handeln in ihre Liegenschaften einfliessen zu lassen, winkt ihr von der Organisation «Oeku-Kirchen für die Umwelt» als Anerkennung die Verleihung des «Grünen Güggels». Die Pfarrei Hägglingen hat in dreijähriger Vorarbeit die Voraussetzungen zu dieser Auszeichnung geschaffen.
Reichhaltiger Kirchenschatz war zu besichtigen
Die Pfarrei Hägglingen verfügt über eine reichhaltige Kirchengeschichte, die auch im bestehenden Kirchenschatz zum Ausdruck gelangt. Die Kirchenpflege gestattete den interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Einblick in die Sakralgegenstände, die in der Sakristei gelagerten. Das Hägglinger Gotteshaus wurde 1036 im Urkundenbuch des Stiftes Beromünster erstmals urkundlich erwähnt. Lokalhistoriker Toni Imbach verstand es, die einst überdeckten, 1951 freigelegten Wandmalereien in der Sakristei lebendig zu erläutern. Er blickte auch auf die Zeit zurück, als die Gläubigen von Dottikon nach Hägglingen zu den Gottesdiensten kamen. Bildeten die beiden Gemeinden doch lange Zeit einen Pfarrkreis. In diesem Zusammenhang gab es bauliche Massnahmen zur Vergrösserung des neugotischen Gotteshauses, um alle Gläubigen aufnehmen zu können. Erst 1862 bis 1864 wurde in Dottikon die katholische Kirche erbaut und eine eigene Pfarrei geschaffen.
Als Prunkstück der vorgestellten Sakralgegenstände darf eine aus dem mittleren 18. Jahrhundert stammende grössere Monstranz mit herzförmigem Hostiengehäuse bezeichnet werden. Eine teils vergoldete Wettersegen-Monstranz aus dem ausgehenden 18. Jahrhundert sowie Kelche und Wasser-/Weingefässe waren ebenfalls zu bestaunen. Jeder Gegenstand hat eine eigene Geschichte.
Wer sich über Details der vielfältigen Geschichte der Kirche und der Sakralgegenstände der Pfarrei Hägglingen interessiert, durfte eine Kunstschrift, verfasst von der anerkannten Kunsthistorikerin Franziska Schmid-Schärer, entgegennehmen. --tre

