Förderung der Biodiversität auf dem Gelände der Firma Notter
Die Notter-Gruppe beteiligt sich aktiv daran, Schülern die Bedeutung von Kiesgruben für die Biodiversität näherzubringen. Zu diesem Zweck besuchen zwei Schulklassen aus dem ...
Förderung der Biodiversität auf dem Gelände der Firma Notter
Die Notter-Gruppe beteiligt sich aktiv daran, Schülern die Bedeutung von Kiesgruben für die Biodiversität näherzubringen. Zu diesem Zweck besuchen zwei Schulklassen aus dem Junkholzschulhaus das Kieswerk in Stetten und leisten mit ihrem Einsatz einen wertvollen Beitrag.
Der Verband der Kies- und Betonproduzenten Aargau (VKB) spannt mit regionalen Kiesproduzenten zusammen, um Schülerinnen und Schülern die Bedeutung von Kiesgruben für die Biodiversität näherzubringen. Zwei Oberstufenklassen der Schule Junkholz besuchten die Notter-Gruppe auf ihrem Kieswerkareal in Stetten, um gemeinsam einen Einsatz für die Natur zu leisten.
Zu Beginn wurden den 35 Schülerinnen und Schülern die ökologischen und betrieblichen Aspekte eines Kieswerks aufgezeigt. Reto Seifert, Leiter Baustoffe, erklärte den Lebenszyklus von Baustoffen und die Dynamik in der Kiesgrube. Wo früher vorwiegend die Eiszeit für die Verlagerung von Material sorgte, übernehmen in der Kiesgrube die Baumaschinen diese Veränderung. Durch den Kiesabbau entsteht eine Grube, welche von Pionierarten besiedelt wird. Im Verlauf der Zeit wird der neue Lebensraum wieder mit sauberem Aushubmaterial aufgefüllt und dient als Landwirtschaftsfläche.
Praktischer Einsatz für die Natur
Zwei Vertreter des Verbands «Baustoff Kreislauf Schweiz» stellten die Lebensräume der Ruderalfläche mit den Blauflügeligen Ödlandschrecken und der temporären Gewässer mit den Pionieramphibien, Kreuzkröten und Gelbbauchunken, vor. Seichte Tümpel in Kiesgruben, welche während des Jahres auch mal austrocknen, stellen für diese seltenen Amphibien wichtige Lebensräume dar. Ebenfalls bietet die Kiesgrube auf den grosszügigen, kiesigen Flächen Raum für Pflanzen wie Feld-Thymian, Wilde Karde oder Echten Dost, die sich dort entfalten können.
Nach dem theoretischen Teil leisteten die Teenager einen praktischen Einsatz zur Förderung der Biodiversität. Unter fachkundiger Anleitung bauten sie mit Bollensteinen eine Trockensteinmauer, um Lebensraum für Ringelnattern, Zauneidechsen und zahlreiche Amphibien zu schaffen. Für die nötige Stabilität der Trockenmauer ist es dabei von besonderer Bedeutung, die länglichen Steine an der Front der Mauer in der richtigen Ausrichtung und Neigung zu platzieren. Bei einem weiteren Posten sammelten die Schulklassen Astmaterial und bauten damit einen Asthaufen als Versteck für zahlreiche Kleintiere. Kleinsäugetiere wie Igel oder Wiesel sowie Vögel wie der Hausrotschwanz oder der Zaunkönig und unzählige Insekten nutzen solche Holzstrukturen gerne als Rückzugsort oder für den Nestbau. --zg