Rottenschwil weiht den benötigten Anbau für den Kindergarten ein Das zweite Kindergartenzimmer wurde für die Tagesstruktur genutzt. Der Platz im Kindergarten wurde eng. Die Abklärung der verschiedenen Möglichkeiten endete bei einem Anbau. Zusammen mit einem ...
Rottenschwil weiht den benötigten Anbau für den Kindergarten ein Das zweite Kindergartenzimmer wurde für die Tagesstruktur genutzt. Der Platz im Kindergarten wurde eng. Die Abklärung der verschiedenen Möglichkeiten endete bei einem Anbau. Zusammen mit einem Kinderflohmarkt und dem Tag der offenen Tür in der Tagesstruktur wurde der Anbau eingeweiht.
Verena Anna Wigger
Liliane Waldenspühl arbeitet als Kindergärtnerin und Heilpädagogin in Rottenschwil. Sie ist froh, jetzt mehr Platz für die aktuell 19 Kinder zu haben. Davor sei es schon in der Garderobe eng gewesen. Mit den gestiegenen Anforderungen aus dem Lehrplan 21 drängte sich dann der Erweiterungsbau auf. Denn das zweite Kindergartenzimmer wurde zur Tagesstruktur umfunktioniert.
Kindergerechte Küche eingebaut
Im Anbau wurde eine Küchenzeile eingebaut. Kleine Kinder können mittels einer Trittschublade die Ablage, das Waschbecken und den Herd erreichen. «Wir kochen regelmässig», sagt Waldenspühl. Nun haben sie genügend Raum dafür. Und die Kinder können auch selbst abwaschen. Dazu bietet der Raum Platz für Tische und ein kleines Klettergerüst, an dem sich die Kinder ausprobieren können. Er hat eine angenehme Raumatmosphäre. Durch den grossen Durchgang gelangt man direkt in den bestehenden Kindergartenraum.
Verschiedene Varianten geprüft
Gemeinderat Ivan Bieri ist zuständig für die Gebäude der Gemeinde, er ist froh, dass sie diese Lösung gefunden haben. «Wir haben auch Container-Lösungen angeschaut», sagt er. Bei den Abklärungen wurden sowohl Miete wie auch Kauf von Containern in Betracht gezogen. Nach dem Vergleich und der Kostenabwägung entschied sich der Gemeinderat für den Anbau. Vizeammann Carla Grod ist froh, dass der Anbau gewählt wurde. «Bei den Containern sind die Fenster auf einer Höhe platziert, die für Kinder denkbar ungeeignet ist. Sonst fühlen sich die Kinder wie eingesperrt», sagt sie.
Nach dem Entscheid holte sich der Gemeinderat an der Einwohnergemeindeversammlung den Projektkredit von 248 000 Franken. So wurde der Bau realisiert und der Kredit konnte unterschritten werden. Die definitive Abrechnung wird zeigen, wie viel das sein wird, erklärt Bieri. Geplant und gebaut wurde mit Weitsicht, sagt er. Das heisst, wenn das Raumbedürfnis in der Gemeinde weiter wächst, besteht die Möglichkeit, durch einen einfachen Eingriff den Raum auch ausserhalb der Schulzeiten zu nutzen. Beim Bauen wurden zudem diverse Leerrohre eingezogen. «Das ist das Günstigste beim Bauen», sagt Bieri, damit sei es später auch möglich, Sanitäranlagen einzubauen. So könnte der Raum auch anderweitig genutzt werden, wenn beispielsweise die Kinderzahl zurückgehen sollte.
Ansturm und viel Interesse
Gross war der Ansturm bei der Eröffnung – und das nicht nur auf dem Schulhausplatz beim Kinderflohmarkt. Junge Familien mit Kindern besuchten den neuen Kindergartenteil. Zu sehen, wo ihre Kinder sonst spielen oder künftig in den Kindergarten gehen, liessen sich die Eltern nicht nehmen. Gemeinderat Ivan Bieri und Vizeammann Carla Grod freuten sich über das Interesse. Sie geben Auskunft und kommen mit Familien ins Gespräch. Mittendrin ist Lilian Waldenspühl. Die langjährige Kindergärtnerin und Heilpädagogin arbeitet in den multifunktionalen Räumen. Sie freut sich, dass der neue Raum «den Kindern eine Rückzugsmöglichkeit bietet und dass sie sich frei ausbreiten können».