Meisterkonzert mit Hagen Quartett
Wer jung beginnt. Seit den 70er-Jahren ist das Hagen Quartett unterwegs – damals waren es noch Kinder, ein Ensemble von vier Geschwistern aus Salzburg. Am 27. April sind sie zu Gast in Boswil.
Mittlerweile ...
Meisterkonzert mit Hagen Quartett
Wer jung beginnt. Seit den 70er-Jahren ist das Hagen Quartett unterwegs – damals waren es noch Kinder, ein Ensemble von vier Geschwistern aus Salzburg. Am 27. April sind sie zu Gast in Boswil.
Mittlerweile dürfte das Hagen Quartett eines der dienstältesten Quartette der Welt sein, das seit 1987 in unveränderter Besetzung gemeinsam musiziert. Schon mehrfach war das Hagen Quartett zu Gast in Boswil und hat dort sein Publikum begeistert. Jetzt kehrt es erneut zurück und verspricht ein Konzert von höchster Intensität.
Drei Meisterwerke
Nach einem Auftritt des Quartetts beschreibt die Presse eine «nahezu minutenlange absolute Stille», in der das Publikum das Gefühl hat, etwas Aussergewöhnliches erlebt zu haben – ein Moment, in dem der gemeinsame Wunsch aufkommt: Es möge nie zu Ende gehen. Diesmal bringt das Quartett drei Meisterwerke der klassischen Musik mit nach Boswil. Darunter zwei Quartette aus Joseph Haydns späterem Opus 74, die wohl für das anspruchsvolle Londoner Publikum und den grossen Konzertsaal komponiert wurden. Besonders das Streichquartett Nummer 73 in F-Dur zeichnet sich durch einen sinfonischen Charakter aus und wird durch ein fanfarenhaftes Unisono-Signal eröffnet, sodass man sich am Ende der Einleitung beinahe am Ende des Satzes wähnt.
Rhythmisch prägnant erklingt anschliessend das «Reiterquartett», das seinen Namen dem immer wieder auftretenden galoppierenden Rhythmus verdankt. «Hier, mein lieber Freund, ist ein Stück, das die Begeisterung aller Bewunderer jenes göttlichen Mannes erwecken wird, der es geschrieben hat», so der zeitgenössische italienische Komponist Cimbador über das Werk. Das Konzert endet mit dem dritten Streichquartett von Johannes Brahms, ein Meisterwerk seines Kammermusikschaffens, das mit seiner beinahe klassizistischen Klarheit fasziniert. Bevor um 17 Uhr das Konzert in der Alten Kirche startet, gibt es um 16.15 Uhr eine Konzerteinführung mit Benjamin Nyffenegger. --red