Sieg nach verrückter Partie
20.01.2026 Handball, Sport
1. Liga: TV Muri – KTV Muotathal 31:29 (14:10)
Das Duell zwischen dem TV Muri und dem KTV Muotathal hielt, was es versprach: Ein spektakuläres, kontaktbetontes und bis zur letzten Sekunde spannendes Spiel endete mit zwei Punkten für den Gastgeber. ...
1. Liga: TV Muri – KTV Muotathal 31:29 (14:10)
Das Duell zwischen dem TV Muri und dem KTV Muotathal hielt, was es versprach: Ein spektakuläres, kontaktbetontes und bis zur letzten Sekunde spannendes Spiel endete mit zwei Punkten für den Gastgeber.
In der letzten Minute des Spiels in der Bachmattenhalle bekam Muotathals Jan Gwerder die Chance, das Spiel auszugleichen. Muri hatte zuvor lange geführt und schien auf den ersten Sieg des Jahres zuzusteuern. Gwerder trat bereits zu fünf Siebenmetern an und verwandelte alle souverän. Auch sein sechster Versuch fand den Weg ins Murianer Tor, wurde jedoch vom Schiedsrichterpaar aberkannt, da Gwerder beim Wurf über die Siebenmeterlinie trat.
Dieser seltene Entscheid gab Muri die Möglichkeit, das Spiel zu entscheiden. Nach wenigen Sekunden im Angriff unterlief den Murianern jedoch ein technischer Fehler, wodurch die Gäste eine letzte Chance erhielten. Gästetrainer Jörg Hediger nahm 16 Sekunden vor der Schlusssirene ein Time-out, um den letzten Angriff zu besprechen. Pascal Gwerder schloss den Angriff ab, doch Muris Schlussmann Ivo Rütimann parierte und sicherte seinem Team den Sieg.
Im anschliessenden Kampf um den Abpraller traf Fabio Gwerder Muris Levi Wey unglücklich am Kopf, was eine direkte Rote Karte und einen Siebenmeter für Muri zur Folge hatte. Neuzugang Ilias Mrose verwandelte den Siebenmeter und besiegelte den Sieg der Gastgeber.
Muri mit Vorteilen und zufriedenem Trainer
Mit der Schlussminute erreichte die Partie in der Bachmattenhalle ihren Höhepunkt. Die Begegnung hatte es jedoch von Beginn an in sich. In den ersten Minuten hatten beide Teams Mühe, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen, sodass es nach mehr als sieben Minuten noch 1:1 stand. In der 13.
Minute mussten die Gäste einen personellen Verlust hinnehmen, als sich Fabian Gwerder bei einer Abwehraktion eine Platzwunde zuzog und den Rest des Spiels verpasste. Nach der hektischen Startphase kam der Handball TV Muri besser ins Spiel und setzte sich Tor um Tor ab.
Kurz vor der Pause schien Muri die Partie zu kontrollieren und mit einer komfortablen Führung in die Pause zu gehen. Noch vor dem Seitenwechsel brachte Muris Noel Angehrn bei einem Gegenstoss des KTV Muotathal seinen Gegenspieler zu Fall und erhielt eine direkte Rote Karte. Ein Dämpfer für die Gastgeber, die in der zweiten Halbzeit auf ihren Topskorer verzichten mussten.
Nach der Pause sprangen zwei junge Murianer in die Bresche. Spielmacher Simon Hafner spielte die Gegner mit seinem Tempo schwindlig und holte zahlreiche Zwei-Minuten-Strafen und Siebenmeter für sein Team heraus. Der 16-jährige Ilias Mrose erzielte alle seine sieben Treffer in der zweiten Halbzeit ohne Fehlwurf. Angeführt von den beiden Jungspunden nahm Muri Kurs auf einen souveränen Heimsieg. Doch die hartnäckigen Schwyzer hielten den Rückstand bei rund 4 bis 5 Toren und lauerten auf ihre Chance. «Muotathal hat viele erfahrene Spieler. Auch bei einem Rückstand spielen sie ihren Stiefel runter. Körperlich und gewichtsmässig waren sie nach der Roten Karte überlegen und sind so nochmal rangekommen», lobte Muri-Trainer Björn Navarin die kämpferischen Gegner. Nach ihrer Aufholjagd bekamen die Gäste 50 Sekunden vor Spielende den bereits erwähnten Siebenmeter zugesprochen, der die spektakuläre Schlussminute einleitete. Mit seinem eigenen Team zeigte sich Navarin nach dem Spiel äusserst zufrieden: «Wenn man die zweite Halbzeit sieht, muss es uns Selbstvertrauen geben, so ein Spiel zu gewinnen. Altersmässig hatten wir dort teilweise eine U19-Mannschaft mit etwas Verstärkung auf dem Platz. Dass die Jungs gegen so eine erfahrene Truppe wie Muotathal so spielen, finde ich cool und da bin ich wirklich stolz darauf.» Für Navarin war klar, dass seine Mannschaft mit dem Gezeigten verdient gewonnen hat.
Weiter geht es für den TV Muri am kommenden Wochenende. Bei der Tabellenletzten SG Handball Seetal gehen die Murianer als klare Favoriten in die Partie und wollen an den Erfolg gegen Muotathal anknüpfen. --tvm
