Wer fordert den FC Wohlen?
07.08.2026 Fussball, SportFussball, 1. Liga classic: Die wichtigsten Konkurrenten in der Gruppe 2
Neben dem FC Wohlen starten 15 weitere Teams in der Gruppe 2 der 1. Liga classic in die neue Saison. Doch wer zählt zu den härtesten Gegnern der Freiämter? Und welche Mannschaften ...
Fussball, 1. Liga classic: Die wichtigsten Konkurrenten in der Gruppe 2
Neben dem FC Wohlen starten 15 weitere Teams in der Gruppe 2 der 1. Liga classic in die neue Saison. Doch wer zählt zu den härtesten Gegnern der Freiämter? Und welche Mannschaften sollte der FCW hinter sich lassen?
Wohlen ist der einzige Aargauer Vertreter in der Gruppe 2. Aus der Region Basel kommen Muttenz, Concordia und die Black Stars, aus dem Jura Delémont, Bassecourt und Courtételle sowie die Innerschweizer Schötz, Zug und Buochs. Das Berner Quartett bilden Langenthal, Münsingen, Muri-Gümligen und Thun U21. Komplettiert wird die Gruppe durch den FC Solothurn und GC U21. Wo ist der FCW in diesem Feld einzuordnen?
GC U21, Langenthal und Courtételle erreichten in der vergangenen Saison die Aufstiegsspiele zur Promotion League. Vieles spricht dafür, dass das Trio erneut um die Spitze kämpft. GC dominierte die Gruppe in den vergangenen beiden Jahren und blieb personell nahezu unverändert. Auch Langenthal hielt sein Gerüst zusammen und ergänzte es punktuell. Courtételle veränderte sein Kader ebenfalls kaum, muss aber länger auf den verletzten Offensivspieler Hugo Casano verzichten.
Basler Teams mit Ambitionen, Aufsteiger als Wundertüten
Der SV Muttenz beendete die vergangene Saison als bestes Team der Region Basel auf Rang 4. In der Vorbereitung überzeugte die Mannschaft mit sechs Siegen aus sechs Testspielen. Allerdings fehlen zwei Leistungsträger: Till Estermann fällt länger aus, Robin Adamczyk muss wegen eines Sehnenrisses rund sechs Wochen pausieren. Muttenz will dennoch früh punkten und gar nicht erst unter Druck geraten.
Concordia Basel, zuletzt Fünfter, holte unter anderem Noa Stanic vom SV Muttenz und Valentin Kaufmann vom FC Black Stars. Auch die «Congeli» dürften um die vorderen Plätze kämpfen. Schwieriger einzuschätzen ist der FC Black Stars. Der Tabellenneunte der Vorsaison verlor zahlreiche Spieler, darunter mehrere Leistungsträger.
Neu in der Gruppe sind Muri-Gümligen und Thun U21. Der Aufsteiger aus Muri bei Bern könnte zu Saisonbeginn vom Aufstiegsschwung profitieren. Die Thuner stellen als Nachwuchsteam des Schweizer Meisters eine junge, gut ausgebildete Mannschaft, die jederzeit mit Super-League-Spielern verstärkt werden kann. Der FC Solothurn hingegen dürfte vorne mitspielen. Der Tabellensechste der Vorsaison verpflichtete neben Dramane Sissoko aus Wohlen auch Emmanuel Mast vom FC Biel-Bienne und verstärkte damit seine Offensive deutlich.
Die Ära Andrist ist vorbei
Beim FC Schötz endete die Ära Stephan Andrist. Der zweimalige Torschützenkönig der vergangenen drei Jahre wechselte nach Rothrist. Auch Captain Almedin Hodzic verliess den Klub. Neu dabei sind die ehemaligen Wohler Sergio Casale und Kaan Yilmaz. Wie stark Schötz nach diesen Wechseln ist, bleibt offen. Das gilt auch für Delémont. Die Jurassier verzeichneten mehr als ein Dutzend Zu- und noch mehr Abgänge.
Münsingen, Zug, Bassecourt und Buochs kämpften zuletzt gegen den Abstieg. Alle vier Klubs verstärkten ihre Kader und wollen diesmal besser abschneiden. Dabei trifft Wohlen auf alte Bekannte: Für Bassecourt stürmt Ex-FCW-Spieler Nathan Kisisa, bei Zug verteidigt der Freiämter und ehemalige Wohler Junior Flavio Caserta.
Wie in den vergangenen Jahren dürfte der Abstiegskampf eng und offen bleiben. Ruft der FC Wohlen sein Potenzial ab, sollte er ihm fernbleiben. Gleichzeitig bewegen sich mehrere Teams mindestens auf Augenhöhe mit den Freiämtern.
Die Favoriten und der FC Wohlen haben eines gemeinsam: Sie konnten den Kern ihrer Mannschaft halten und ihre Kader punktuell verstärken. Der FCW in Bestform könnte deshalb für eine Überraschung im Spitzenkampf sorgen. --jl
