«The Making Of»: Neue Ausstellung im Museum Caspar Wolf
Am Samstag, 11. April, 13.30 Uhr, feiert «The Making Of» Vernissage. Eine Ausstellung als Annäherung an Caspar Wolf und seine Lebzeiten.
Vor rund 250 Jahren sollte erstmals ...
«The Making Of»: Neue Ausstellung im Museum Caspar Wolf
Am Samstag, 11. April, 13.30 Uhr, feiert «The Making Of» Vernissage. Eine Ausstellung als Annäherung an Caspar Wolf und seine Lebzeiten.
Vor rund 250 Jahren sollte erstmals eine illustrierte Publikation die damals völlig unerschlossenen Alpen einem breiteren Publikum zugänglich machen. Hauptattraktion waren farbige Kupferstiche des damals noch unbekannten, heute berühmten Landschaftsmalers Caspar Wolf. Die Ausstellung «The Making Of» im Museum Caspar Wolf und Singisenforum lädt zwischen 11. April und 26. Juli dazu ein, der Entstehung und Erforschung dieser Stiche nachzugehen.
Heute gelten sie als Ikonen der europäischen Landschaftsmalerei: die majestätischen Alpenbilder des Schweizer Künstlers Caspar Wolf (1735–1783). Entstanden im Auftrag des Berner Verlegers Abraham Wagner, sollten Wolfs Gemälde als Vorlagen für eine ambitionierte Edition von Kupferstichen dienen – begleitet von Texten des Naturforschers Jakob Samuel Wyttenbach. Insgesamt sind heute 137 verschiedene Ausgaben dieser Stiche bekannt. Wie sie entstanden und wie sie sich verbreiteten, darüber war bisher erstaunlich wenig bekannt – bis jetzt.
Wer? Was? Wann? Wo? Anschauliche Antworten
Ein kunsthistorisches Forschungsprojekt erarbeitet im Auftrag von Murikultur ein Gesamtverzeichnis der Druckgrafik von Caspar Wolf. Dabei beschäftigen zahlreiche Fragen: Wer alles war an der aufwendigen Produktion beteiligt? Welche Berg- und Naturmotive faszinierten das Publikum des 18. Jahrhunderts? Wie funktionierte die damals neu entwickelte Technik des Farbkupferdrucks? Und weshalb scheiterte das ambitionierte Projekt letztlich, obwohl es doch Kreise in die europäische aristokratische Gesellschaft von den Niederlanden über England bis nach Russland zog? Unter dem Motto «Ein Blick über die Schultern und hinter die Kulissen» gibt die begleitende Ausstellung nun Einblick in diese Arbeit und den aktuellen Forschungsstand. Sie zeigt, vor welchen Herausforderungen die Forscherinnen und Forscher stehen – und wie sie, oft mit Lupe und detektivischem Spürsinn, die Spuren von Caspar Wolf und seinem Netzwerk rekonstruieren.
So hat das Projektteam beispielsweise gemeinsam mit einem Druckgrafiker die damalige Kupferstichtechnik nachgebildet und filmisch festgehalten, da bis heute nicht restlos geklärt ist, wie die Drucke damals entstanden sind. Dem Publikum wird anschaulich vermittelt, welche Experimentierfreude, aber auch enorm aufwendige Handarbeit dahintersteckt. Kuratiert wird die Ausstellung von Peter Fischer, Katja Häckel, Nadia Häfner und Kristina Pfister. --zg
Weitere Informationen unter: www.murikultur.ch.