TRIBÜNENGEFLÜSTER
22.05.2026 Sport, KolumneUnser Sportfotograf Alexander Wagner ist auf ganz vielen Sportplätzen der Region unterwegs. Oftmals gilt für ihn: Leben am Limit für das beste Sportbild. Am Aargauer Cupfinal in Seengen kam er nun heftig an seine Grenzen. Kurz vor Anpfiff hat es ordentlich geregnet, gehagelt ...
Unser Sportfotograf Alexander Wagner ist auf ganz vielen Sportplätzen der Region unterwegs. Oftmals gilt für ihn: Leben am Limit für das beste Sportbild. Am Aargauer Cupfinal in Seengen kam er nun heftig an seine Grenzen. Kurz vor Anpfiff hat es ordentlich geregnet, gehagelt und gewindet. Die Partie musste gar etwas später angepfiffen werden. Und Wagner hatte danach gröbste Mühe. «Meine Kamera war absolut beschlagen, ich habe nicht gesehen, was ich fotografiere. Das 400-mm-Objektiv war beschlagen. Ich konnte nur mit kleinen Objektiven arbeiten. Deshalb konnte ich 70 Prozent des Feldes nicht abdecken», sagt Wagner. Doch er hat es dennoch hingekriegt und tolle Bilder (siehe Ausgabe vom letzten Dienstag) hingezaubert.
An den Cupfinaltagen in Seengen wurden in elf Kategorien die Finals ausgespielt. In sieben davon standen Freiämter Teams – und es gab fünf Cupsiege (siehe Berichterstattung vom letzten Dienstag). Die Senioren 30+ des FC Wohlen (Regional-Liga) scheiterten mit 0:3 am favorisierten FC Rothrist – dem ungeschlagenen Leader der Meister-Liga. Diese Niederlage ist auch mit den gewichtigen Ausfällen erklärbar. Mit Fabrice Müller, Leonel Romero und Goran Karanovic verletzten sich gleich drei hochkarätige Spieler (zwei davon sind Ex-Profikicker) im Verlauf der Partie. Wer die Wohler Senioren live gegen Zurzach erleben will, hat heute Freitag (20.30 Uhr) in den Niedermatten die Chance dazu. Es geht für die Wohler um die Leaderposition.
Die FF14-Juniorinnen des FC Bremgarten unterlagen im Cupfinal dem starken FC Erlinsbach/ Zelgli Aarau mit 0:4. Das Team des Trainertrios Alessandro Amato, Javier Ramon und Petra Rohrbach schlug sich aber wacker und war lange Zeit am Gegner dran. Darauf dürfen sie stolz sein. Wer die Bemgarterinnen live erleben will, hat am Samstag, 30. Mai, die Chance dazu. Dann geht es im Heimspiel (10 Uhr morgens) auf der Bärenmatte gegen Menzo Reinach.
Pascal Lindenmann vom FC Sarmenstorf gehört zu der Sorte Mensch, die einem bei jeder Bewegung ein Lächeln ins Gesicht zaubert. «Schöfli», wie der angenehme und stets wellig frisierte Fahrwanger genannt wird, schreibt auch meist die Matchberichte für den Verein. Beim Text zum 4:1-Sieg letztes Wochenende gegen Buchs hatte er noch einen kleinen Zusatz für die Sportredaktion. «Ein Quiz: Wer aus der Stammelf des FC Sarmenstorf kam mit einem Vélosolex inklusive Fuchsschwanz an die Besammlung?» Anmerkung: Ein Vélosolex ist ein kurliges französisches Mofa, dass von 1946 bis 1988 produziert wurde. Weil das Quiz für Aussenstehende ziemlich schwierig zu lösen ist, gibt Lindenmann noch einen Tipp: «Der gleiche ominöse Mister X bewegt sich aktuell so elegant auf dem Spielfeld wie ein IKEA-Möbel mit zwei Beinen. Trotzdem reicht es, um dem einen oder anderen Gegenspieler den Ball zu klauen – jedoch definitiv nicht mehr für einen 90-Minuten-Einsatz.» Wenn wir das Telegramm vom letzten Spiel analysieren und die einzelnen Persönlichkeiten dahinter, dann kann es sich fast nur um einen berühmt-berüchtigten Wohler Akteur handeln (der zur Halbzeit ausgewechselt wurde). Wer die Antwort kennt, kriegt von Lindenmann am nächsten Heimspiel ein Sprudelgetränk offeriert.
Stefan Sprenger
