CHLOSCHTERGEISCHT
05.06.2026 Muri, KolumneDas wäre eine einmalige Konstellation gewesen. Oliver Stöckli moderiert. Philipp Stöckli ist Gast. Zwei Brüder. Der eine Mitglied im Club 50 des FC Muri, der andere Projektleiter und Produzent bei SRF Sport. Der anfängliche Konjunktiv aber ...
Das wäre eine einmalige Konstellation gewesen. Oliver Stöckli moderiert. Philipp Stöckli ist Gast. Zwei Brüder. Der eine Mitglied im Club 50 des FC Muri, der andere Projektleiter und Produzent bei SRF Sport. Der anfängliche Konjunktiv aber verräts. Das ganz spezielle Interview kam nicht zustande. Oliver Stöckli erlitt einen Handgelenk- und Oberschenkelhalsbruch und konnte beim Fussball-Talk nicht dabei sein. Präsident Cyrill Räber wünschte ihm stattdessen gute Besserung und natürlich schliesst sich der «Chloschtergeischt» diesen Genesungswünschen an.
Als Projektleiter, Produzent und Koordinator stellte Räber den Talk-Gast vor. «Etwas wichtiges ging dabei vergessen», meinte Philipp Stöckli zu Beginn seiner Ausführungen. «Dass ich einst ein sehr erfolgreicher Junior des FC Muri war.» In Aristau aufgewachsen hat Stöckli in Muri seine Liebe zum Fussball entdeckt. Und er blieb ihr bis heute treu – nicht nur beruflich. Stöckli trainiert ein Juniorenteam des FC Uitikon, des Vereins, wo seine Kinder Fussball spielen.
Top, die Wette gilt. 100 Franken winken der Vereinskasse des Clubs 50, wenn Philipp Stöckli Recht behält. Zwar hat die Fifa versichert, dass die einst angekündigte längere Halbzeitshow im Final der Fussball-Weltmeisterschaft nun doch nur 15 Minuten dauern wird. «Ich wette, dass es 20 bis 25 Minuten sein werden», sagt Philipp Stöckli. Und dagegen werde niemand etwas tun können.
Stöckli nahm sich nicht nur die Zeit, an diesem Mittag nach Muri zu fahren und aus seinem Berufsalltag und hie und da durchaus auch aus dem Nähkästchen zu plaudern. Er lädt interessierte Club-50-Mitglieder auch dazu ein, während der Fussball-Weltmeisterschaft ins SRF-Studio zu kommen und einen Blick hinter die Kulisse zu erhaschen. Als wäre das nicht schon spannend und aufregend genug, lockt Stöckli weiter: «Alle Gäste werden verköstigt. Aus Spargründen zwar nicht mehr mit Burger, sondern mit Hotdog.» Aber eben, Anreize dürfte es auch abgesehen vom Essen genug geben.
Er ist in Muri aufgewachsen und hat auch fast immer hier gewohnt. Allerdings habe er weder jemals im Rebberg geholfen, noch an der Waldputzete mit angepackt, gibt Pius Koch zu. Das verspricht er als Ortsbürger nachzuholen, «auch wenn ich nicht jedes Mal dabei sein werde», wie er klarstellt. Der ehrliche Auftritt kommt an: Er und Simone von Felten, ebenfalls durch und durch Freiämterin, werden mit offenen Armen empfangen. Obs an ihrer Liebeserklärung lag («Ich fühle mich wahnsinnig wohl in Muri») oder am Dessert, das Neu-Ortsbürger traditionsgemäss spendieren müssen?
Damit hätte sie wohl nicht gerechnet. Bei den Temperaturen Ende letzter Woche erst recht nicht. Aber tatsächlich erreichten Gemeindeschreiberin Daniela Musil an der «Gmeind» in Besenbüren ein Kompliment und Applaus für den schön gestalteten Weihnachtsbaum letzten Dezember vor dem Gemeindehaus. Irgendwie schön, wenn das auch nach einem halben Jahr nicht vergessen geht. Und irgendwie fühlten sich die hohen Temperaturen beim Gedanken an Weihnachten sofort etwas kühler an. --ake/tst
