CHLOSCHTERGEISCHT
26.06.2026 Muri, KolumneEs ist vielleicht – oder hoffentlich – der Hitze zuzuschreiben. Anders lässt es sich irgendwie fast nicht erklären. Unangenehm war es für die Redaktorin sowieso. Zwei Anfragen von Journalistinnen zweier Zeitungen gelangten an Peter Hochuli. Er hat die Bez Muri in ...
Es ist vielleicht – oder hoffentlich – der Hitze zuzuschreiben. Anders lässt es sich irgendwie fast nicht erklären. Unangenehm war es für die Redaktorin sowieso. Zwei Anfragen von Journalistinnen zweier Zeitungen gelangten an Peter Hochuli. Er hat die Bez Muri in den letzten Jahren stark geprägt und geht nun per Ende Schuljahr in Pension. Und er hat ganz sicher viel zu erzählen. Dass er das mit beiden Journalistinnen an einem gemeinsamen Gespräch tun will, ist mehr als verständlich. Der Termin steht, ist in der Agenda eingetragen. Dann kommt am späteren Nachmittag eine Mail-Nachricht von Hochuli. «Wir hatten den Pressetermin heute, halt einfach ohne dich.» Nicht, dass die Redaktorin Hochuli vergessen hätte, sie hat sich den Termin nur fälschlicherweise für den Folgetag eingetragen. Unangenehm. Sehr unangenehm. Zum Glück ist Peter Hochuli flexibel genug, dass sich dann am Folgetag doch noch ein Termin einrichten lässt. Die Redaktorin sagt es auch hier nochmals: «Danke und sorry!»
Dass Hochuli aus den letzten 40 Jahren im Bildungswesen ganz vieles zu erzählen hat, das bewahrheitet sich beim Gespräch. Die Abschaffung der Schulpflege, Veränderungen in den Lehrplänen, den Wechsel von vier auf drei Jahre Oberstufe – Hochuli hat so manches erlebt. Seit 2009 ist er an der Bez Muri tätig, zuerst als Lehrer, seit 2020 als Schulleiter. Hochuli wohnt dabei in Unterlunkhofen, wo er übrigens als Gemeindeammann amtet. «Acht Minuten mit dem Auto. Luxus», so sein Verdikt. Zudem fügt er an, dass der Arbeitsweg auch gut mit dem Velo oder mit dem Bus machbar wäre.
Doch der Konjunktiv verräts – Hochuli setzte auf das Auto. «Damit muss man sich an keine Fahrpläne halten.» Müsste man mit dem Velo auch nicht. Hochulis Schmunzeln ist allsagend.
Die Hitzewelle hat das Freiamt fest im Griff. Die Temperaturen steigen weit über die Marke von 30 Grad Celsius. Draussen zu arbeiten, wird zur Qual. Aber auch andere Berufe sind besonders stark betroffen: die Bäcker beispielsweise. Wieder einmal lässt sich Buki Kreyenbühl aus Muri dabei etwas ganz Spezielles einfallen: Hitze-Rabatt. Noch heute Freitag, ab 16 Uhr, gibt es diesen auf die Tagesprodukte im Laden an der Zürcherstrasse. Die aktuelle Temperatur entspricht dabei dem Rabatt. Die Prognosen sagen 36 Grad voraus.
Heiss ist es auch am Katzenbach. «Sie, dörfed mir barfuess in Bach?», fragt eine Schülerin der Bez-Projektwochengruppe, die sich hier für die Bachrevitalisierung einsetzt. Aus Sicherheitsgründen sollen sie die Gummistiefel anziehen, empfiehlt der Facharbeiter. Als er den enttäuschten Blick sieht, schiebt er nach: «Ihr chönnt sie ja denn immer no abzieh.» Was mit strahlendem Lächeln registriert wird.
Sie ist schlicht gehalten, die Möblierung im Eingangsbereich des Spitals Muri. Geplant war das eigentlich anders. Nämlich mit Sofa und Tischchen. Ersteres habe allerdings dazu gelockt, ein Schläfchen zu halten, letztere wurden als Fussablage missbraucht, wie Spital-CEO Daniel Strub an der GV der Gönnervereinigung verriet. Beides drohte den guten ersten Eindruck zu trüben, den das Spital auf seine Patienten und Besucher macht; deshalb blieb es letztlich bei den Stühlen. --ake/tst
