CHLOSCHTERGEISCHT
10.07.2026 Muri, KolumneAls Lehrer Erich Hausherr an der Abschlussfeier der Bez Muri von seinen «schwierigsten drei Minuten» der vergangenen drei Jahre
zu sprechen beginnt, löst das etwas aus im Saal. Manche Schülerinnen und Schüler überlegen sich ...
Als Lehrer Erich Hausherr an der Abschlussfeier der Bez Muri von seinen «schwierigsten drei Minuten» der vergangenen drei Jahre
zu sprechen beginnt, löst das etwas aus im Saal. Manche Schülerinnen und Schüler überlegen sich vielleicht, ob sie etwas damit zu tun haben könnten, manchen Eltern dürfte spontan eine schon fast verdrängte Episode an die eigene Schulzeit wieder hochgekommen sein. Doch nein, es geht nicht um einen besonders entgleisten Streich im Klassenlager, nicht um eine Enttäuschung im gelebten Miteinander, nicht um einen bösen Unfall auf dem Pausenplatz. Es ist just der Moment auf der Bühne, der dem – nun ehemaligen – Klassenlehrer der 3a zusetzt: Einerseits seien öffentliche Auftritte nicht sein Ding, andererseits lasse er die Klasse ungern gehen. Der «Jöh-Moment» wird erleichtert zur Kenntnis genommen – auch wenn sich manche insgeheim vielleicht eine spektakuläre Geschichte erhofft haben.
Die 3c scheint derweil unter dem Bewegungsdrang ihrer sportlichen Klassenlehrerin gelitten zu haben. Schon die zweitägige Schulreise wurde mit Muskelkraft auf dem Velo angetreten. Als es im Klassenlager dann in die Berge ging, war die Erleichterung gross, dass Petrus den Wanderplänen von Isabelle Bütler einen dicken Strich durch die Rechnung machte.
«Das Wetterengeli hat geholfen», formulieren es die Schülerinnen und Schüler an der Abschlussfeier im Festsaal.
Auf ein solches Wetterengeli hoffen wohl auch die Organisatoren der Gewerbeausstellung in Muri. Vom 1. bis am 4. Oktober findet diese statt. Ganz vieles wird nach Möglichkeit draussen stattfinden. Die hundert Aussteller sind dabei natürlich geschützt, falls es regnen sollte. Das Bau-Ressort ist aktuell intensiv mit der Standplanung beschäftigt. Die provisorische Einteilung von Turn-, Trainingsund Zelthalle ist indes bereits auf der Homepage www.muri2026.ch sichtbar. Zu sehen ist dort auch, wer sein Gewerbe Anfang Oktober dem hoffentlich grossen Publikum präsentieren wird. Da hat es die klassischen Firmen: Banken, Handwerker, Autogaragen, Versicherungen. Aber es gibt auch Aussergewöhnliches. «Lucas mit C» zum Beispiel. Als «Fäscht Sekuriti» verbindet er Zauberei und Entertainment. «Lucas mit C» lebt in Bünzen. «Ich freue mich darauf, mein Handwerk an der Gewerbeausstellung zu zeigen», sagt er. Gleich dürfte es den Organisatoren gehen. Denn Vielfalt ist das grösste Gut eines solchen Anlasses.
Bei Tango-Affairs auf dem Klosterplatz gab es ja auch noch die Kurse und Workshops. Und da fiel es ins Auge. Das viel beschriebene «Einlassen auf den Partner». Denn so einfach, wie gesagt, ist es nicht immer. Hier fiel auf, dass das Aussen und Innen nicht immer dieselbe Ansicht ist. Und dass sich manch eine Dame selbst auf die Füsse stand. Im Crash-Kurs, welchen Oliver Rohrer anbot, hatten Neulinge die Möglichkeit, sich im Tango auszuprobieren. Das eine oder andere Paar, welches sich hier zeigte, wies da die eine oder andere Abstimmungsdifferenz auf. Und meine Damen, wenn ich als Frau das sagen darf: Es waren halt schon die Frauen, die eher den Ton angeben wollten, als sich auf ihren Partner einzulassen. Wobei dies auch bei einem Paar aus zwei Frauen ersichtlich wurde. Zum Schmunzeln, war dann, dass wenn Rohner mit den einzelnen Partnern tanzte, dies wie weggewischt war. --tst/ake/vaw
