CHLOSCHTERGEISCHT
24.07.2026 Muri, KolumneBald ist es wieder so weit, am Freitag, 31. Juli, steigt die sechste Auflage von Muri Live. Die Organisatoren machen das, was ihr Titel schon sagt. Sie organisieren. Doch wer will organisieren, wenn er nicht weiss, wie viele Gäste kommen? Es ist eine ...
Bald ist es wieder so weit, am Freitag, 31. Juli, steigt die sechste Auflage von Muri Live. Die Organisatoren machen das, was ihr Titel schon sagt. Sie organisieren. Doch wer will organisieren, wenn er nicht weiss, wie viele Gäste kommen? Es ist eine Zeiterscheinung, dass Sich-frühzeitig-Verpflichten nicht im Trend liegt. Ja, das Wetter könnte umschlagen oder ein noch attraktiveres Angebot hereinschneien. Was ist aus der «guten alten Zeit» geworden, in der man sich noch auf etwas gefreut hat und diese Vorfreude durch das zu Hause hingehängte Ticket täglich geniessen konnte. Heute entscheidet man spontan. Schade für die verloren gegangene Vorfreude.
Ein jüngeres Publikum ansprechen, das möchten die Organisatoren des Open Airs auf dem Klosterhof. Ja, auch das Stammpublikum ist in die Jahre gekommen, wie das Open Air. Auch wenn dies nicht laut geäussert wird. Doch wer auf den Klosterhof ging bis anhin, der hatte schon einige Jahre auf dem Buckel. Nun wird die Aftershowparty mit einem Freiämter DJ bestückt. Dieser wird schon zwischen den Acts aus dem Programm auflegen. Gespannt darf man sein, wer an der Afterparty die Tanzbühne auf dem Hof rocken wird. Die, die es in den vergangenen Jahren schon bei den Hauptacts gemacht haben? Den Organisatoren ist zu wünschen, dass der freie Eintritt auch zahlreiche neue Besucher locken wird, die abfeiern.
Die schönen Hütten, welche seit rund drei Wochen oberhalb des Krähenbühl in Mühlau stehen, wurden fürs nasse Wetter konzipiert. Doch wie es sich zeigt, eignen sie sich auch für den Sonnenschein. Denn was gibt es Schöneres, als im Schatten zu «hängen» und zu «quatschen». Das haben die 350 Kinder des Pfadi-Corps-Lagers Luzern genossen. Denn Petrus schenkte ihnen nur zur Abwechslung Regen. Und als dieser kurz vorbeikam, war die Freude gross.
Gross ist das Verpflegungszelt auf dem Platz der 100-Jahr-jubilierenden Musegg-Pfadi. Von aussen fragt man sich, ob es wohl genug Höhe hat. Es sieht aus wie eine platte Flunder. Doch im Inneren entpuppt es sich als angenehmer Ort zum Verweilen. Was sich auch zeigt, ist, dass das Viereck aus Baumstämmen, welches die Blache hält, eine gut organisierte Küche beinhaltet. Marius Schillig sagt: «Alles, was es zu Hause gibt, können wir auch kochen.» Zu hoffen ist, dass an beiden Orten gut gekocht wird, denn ein gutes Essen, wie man weiss, macht alles noch viel schöner. – Ach übrigens, einen Kiosk hat es auch auf dem Gelände, wohl für alle Fälle.
Und noch etwas fällt auf. Eine Wellnessoase gibt es auch auf dem Platz. Wobei, auf dem Platz ist falsch beschrieben. Es sind ja vier Plätze, auf denen die Lager aufgebaut wurden. Die Wellnessoase ist bei der Pfadi Pulverturm an der Grenze zu Auw und Sins. Allein das sagt wohl, dass dieses entspannte Örtchen wohl nicht von allen genutzt werden wird. Cool auf alle Fälle, da die hochsommerlichen Temperaturen gern dazu verlocken, sich abzukühlen. Doch es gibt auch die «Waldduschen», denn, man erinnere sich, es hat alles auf dem Platz, was es zu Hause auch hat. Einfach in einer anderen Form. Und sie geniessen es, das zeigen die zufriedenen, fröhlichen Gesichter der Kinder, welche auf dem Platz spielen, sich ausruhen oder eben den Gang in den Wald unternehmen. --vaw
