2027 nicht nur im Hinterkopf
08.05.2026 MuriViel Sonne, aber auch Regen
Martin Burkart, Betriebsleiter der Badi Muri, blickt auf die gestern eröffnete Saison
Seit gestern ist die Badi Muri wieder offen. Der Blick ist schon Richtung 2027 gerichtet.
Annemarie ...
Viel Sonne, aber auch Regen
Martin Burkart, Betriebsleiter der Badi Muri, blickt auf die gestern eröffnete Saison
Seit gestern ist die Badi Muri wieder offen. Der Blick ist schon Richtung 2027 gerichtet.
Annemarie Keusch
Dass es dem Badi-Betriebsleiter in den nächsten Wochen und Monaten nicht langweilig wird, das liegt auf der Hand.
Schliesslich ist gestern die Badesaison offiziell gestartet. «Wer dabei denkt, ich wünsche mir nur immer schönes Wetter, der irrt», sagt Martin Burkart. Es brauche beides, Wärme und Niederschlag. Lange Perioden beider Wetterphänomene machen ihm Sorgen. Bei wochenlang schönem Wetter und voller Badi geraten das Team und die Anlage an die Grenzen. Nur Regen lässt die Kassen hingegen nicht genug klingeln. «Schöne Wochenenden sind ideal», sagt Burkart.
Langweilig wird es ihm aber nicht nur deswegen nicht, weil ab heute in der Badi wieder fleissig getaucht, gesprungen, geplanscht und geschwommen wird. Sondern weil die Sanierung und der Ausbau der Anlage bevorstehen. Im November sagte der Souverän dazu Ja an der «Gmeind». Bis es mit den Arbeiten dann tatsächlich losgehen kann, ist viel Einsatz gefragt. Planen, abklären, besprechen. «Das braucht eben seine Zeit», sagt Martin Burkart. Obwohl er den geplanten Baustart 2027 kaum mehr abwarten kann.
Die Badi startete gestern in die Saison – Betriebsleiter Martin Burkart freut sich
Ein gewöhnlicher Winter ist vorbei, ein hoffentlich erfolgreicher Sommer steht bevor. Betriebsleiter Martin Burkart legt den Fokus aber nicht nur auf das aktuelle Badi-Geschehen. Schliesslich bringen die geplante Sanierung und der Ausbau der Badi viel Vorbereitungsarbeiten mit sich.
Annemarie Keusch
Die Motivation ist hoch. Die Vorfreude ebenfalls. Natürlich, weil in diesen Tagen die Badesaison startet. Weil es nach Monaten der Vorbereitungsarbeiten nun wieder losgeht. Weil die Bevölkerung die Badi wieder in Beschlag nimmt, schwimmt, rutscht, geniesst. Zur Motivation trägt aber auch immer noch bei, was im letzten November an der «Gmeind» im Festsaal entschieden wurde. Ja zu einem Kreditantrag über zwölf Millionen Franken für die Sanierung und den Ausbau der Badi. «Das beflügelt, natürlich», sagt Betriebsleiter Martin Burkart. «Kribbelig» sei er im Hinblick darauf, wenn die Bauarbeiten dann losgehen. Aber Burkart weiss auch: «Das wird noch gut zwei Jahre dauern.»
Bis dahin muss alles halten. «Sicher bin ich mir nicht überall», gesteht der Badi-Betriebsleiter. Die Kunststoffgitter bei den Überlaufrinnen rund um die Becken zum Beispiel. «Wir geben unser Bestes.» Natürlich während der Saison, wenn die Anlage von den vielen Besucherinnen und Besuchern beansprucht wird. Aber auch über die kalten Monate. Hier musste eine Latte des Gartenzauns ersetzt werden, da ist der Kunststoff spröde geworden. «Vieles ist weit über die Lebensdauer hinaus im Einsatz.»
Erst 2027 geht es los
Bis aber die Sanierung und der Ausbau losgehen, wird es noch dauern. «Das wissen viele Leute nicht», sagt Martin Burkart. Regelmässig werde er darauf angesprochen, warum denn die Bagger noch nicht aufgefahren seien. Burkart nimmts gelassen. «Das braucht eben seine Zeit.» Sitzungen, Abklärungen, Planungen. Als Betriebsleiter ist er überall involviert. «Es ist eine grosse Freude und Herausforderung zugleich.» Die Ansprüche und das Kostendach von zwölf Millionen Franken unter einen Hut zu bringen. Den Planungsaufwand auch bei laufendem Badibetrieb zu stemmen. Klar ist indes jetzt schon, dass die Badi-Sanierung weder die Badesaison 2026 noch diejenige 2027 stark tangieren wird. «Natürlich wird möglichst viel auf die Zwischensaison geplant.» Ziel wäre es, im September 2027 loszulegen. Ob dann bis Mai 2028 alles abgeschlossen sein wird, wird man sehen. «Der Vorteil liegt darin, dass der Neubau des Eingangs, des Restaurants, der sanitären Anlagen alles in einer neuen Zone erfolgt und der Bau vom jetzigen Badibetrieb quasi komplett getrennt werden kann.» Nicht so ist es bei der Sanierung der Becken. Diese erfolgt entsprechend zwingend in der Zwischensaison.
18 Grad Wassertemperatur
Mit Sanierung und Ausbau erfolgt dann auch die Installation einer Badewasserheizung mit Wärmepumpe, einer Beckenabdeckung sowie einer Photovoltaikanlage. Der Kredit wurde ebenfalls an der letzten «Gmeind» genehmigt. Burkart hofft, dass schon vorher die Parkierungsanlage Bachmatten realisiert wird. «Zumindest mit befestigtem Untergrund. Das wäre ideal.» Langeweile droht dem Badi-Betriebsleiter also keine. Erst recht nicht, wenn gestern die Badesaison begonnen hat. Rund tausend Saisonkarten werden jeweils in den ersten vier Tagen verkauft – zu Sonderkonditionen von 10 Prozent Rabatt. 18 Grad warm war das Wasser. «Dank den Absorbermatten auf dem Dach der Bachmatten-Halle.»
Dass das Wetter in den letzten Tagen indes nicht so richtig nach Badi schrie, stört ihn dabei gar nicht. «Ich freute mich, dass es regnete.» Blumen, Rasen, Bäume, Hecken – alles litt unter der Trockenheit. Und Burkart weiss: «Wenn der Rasen geschwächt ist und nachher so viele Leute ihre Tücher darauf auslegen und unterwegs sind, wird er schnell gelb.»
Anlage läuft einwandfrei
Keine speziellen Vorkommnisse über die Wintermonate, eine Anlage, die parat ist für die Saison und genug Personal. «Wir sind bereit», sagt Martin Burkart. Vor zwei Wochen hat er die Anlage in Betrieb genommen. «Alles bestens.» Es steht die dritte Saison bevor mit neuer Badewasseraufbereitungsanlage. «Standschäden sind die grösste Gefahr», weiss Burkart. Darum hat er die Motoren allmonatlich auch über den Winter in Bewegung gesetzt. «Alles läuft einwandfrei.»
Burkart startet als Betriebsleiter in seine neunte Saison. Und hofft auf eine ohne Zwischenfälle, ohne Unfälle. Eine mit ab und zu Regen und viel Sonnenschein. Eine mit vielen zufriedenen Badi-Besucherinnen und -Besuchern.
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 9 bis 20 Uhr; bei schlechtem Wetter: Montag bis Sonntag, 9 bis 13 Uhr, und Montag bis Freitag, 17 bis 19 Uhr.


