Die Schweizer verabschieden sich von der WM in Nordamerika
Die Schweiz scheidet an der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko im Viertelfinal aus. Für den Beriker Goalie Marvin Keller und das Team geht die Reise zu Ende. Fedayi San aus Arni, der als Video ...
Die Schweizer verabschieden sich von der WM in Nordamerika
Die Schweiz scheidet an der Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko im Viertelfinal aus. Für den Beriker Goalie Marvin Keller und das Team geht die Reise zu Ende. Fedayi San aus Arni, der als Video Assistant Referee (VAR) am Turnier ist, könnte noch zu einem Einsatz kommen.
Titelverteidiger Argentinien wirft die Schweiz an der WM in Nordamerika aus dem Rennen. Die Südamerikaner setzen sich mit 3:1 nach Verlängerung durch. «Wir wollen die beste WM spielen, die je eine Schweizer Nati gespielt hat», sagte der Beriker Goalie Marvin Keller im Vorfeld des Turniers.
Der 24-Jährige, der als einer der drei Torhüter mit dabei war, kam wie erwartet zu keinem Einsatz. Gregor Kobel von Borussia Dortmund stand in allen sechs Spielen der Schweiz im Einsatz. Das Ziel, das beste Turnier aller Zeiten zu spielen, hat die Mannschaft zumindest statistisch allerdings erreicht. Zum ersten Mal seit 1954 standen die Schweizer in einem Viertelfinal. Zudem überstand das Team nach der Gruppenphase zwei K.o.-Runden – ein historischer Erfolg. Und selbst beim Aus gegen Argentinien verkauften sich die Schweizer teuer. In Unterzahl ab der 72. Minute zwangen sie den Weltmeister mit Superstar Lionel Messi in die Verlängerung. Seit 1994, als mit Ciriaco Sforza zuletzt ein Freiämter an einer WM teilnahm, hatte die Schweiz nie ein K.o.-Spiel gewonnen. Zweimal verpasste sie die Qualifikation, einmal schied sie nach der Gruppenphase aus, und fünfmal war im ersten K.o.-Spiel Schluss. Dieses Trauma hat die Mannschaft nun überwunden. Keller dürfte stolz sein, dass er ein Teil dieses Teams war, das Historisches geschafft hat. Seiner Rolle war er sich im Vorfeld bewusst und hat gesagt, dass er im Training und neben dem Platz präsent sein will und seine Mitspieler pushen. «Ich will meine beste Leistung zeigen, um das Level hochzuhalten. Ich will gute Energie reinbringen und zur coolen Stimmung beitragen. Solche Dinge sind wichtig.» Ein paar Prozent zum Erfolg dürfte er damit auch geleistet und sicher auch wertvolle Erfahrungen gesammelt haben.
Vier Chancen für Fedayi San
Neben Keller war mit Fedayi San ein weiterer Freiämter an der Weltmeisterschaft. Der Mann aus Arni ist einer der Video Assistant Referees (VAR). In dieser Rolle kam er bei sieben Vorrundenspielen zum Einsatz. In der Finalrunde durfte San zudem die Partie zwischen Spanien und Österreich (3:0) im Sechzehntelfinal begleiten. Danach gab es für den Mann, der für den FC Tägerig pfeift, keine weiteren Einsätze. Mit den beiden Halbfinalspielen, dem Spiel um Platz 3 und dem Final bleiben noch vier mögliche Partien, in denen San zu seinem neunten WM-Einsatz kommen könnte. Noch ist nicht bekannt, wer das VAR-Trio für den Halbfinal von heute Dienstag zwischen Spanien und Frankreich (21 Uhr) wird. Dasselbe gilt für die restlichen verbleibenden drei Partien.
--jl