«Musik von vier Emporen» am Sonntag, 7. Juni, 14 und 17 Uhr
Am Sonntag, 7. Juni, entfaltet sich in der Klosterkirche ein berauschendes Klangfest. Unter dem Titel «Harmonie der Sphären» präsentieren hochkarätige Ensembles zwei Konzerte, die das ...
«Musik von vier Emporen» am Sonntag, 7. Juni, 14 und 17 Uhr
Am Sonntag, 7. Juni, entfaltet sich in der Klosterkirche ein berauschendes Klangfest. Unter dem Titel «Harmonie der Sphären» präsentieren hochkarätige Ensembles zwei Konzerte, die das Publikum mitten in das musikalische Geschehen hineinversetzen.
Eine Expedition führt bekanntlich ins Ungewisse und überschreitet Grenzen. Unter dem Saisonmotto «Musikalische Expeditionen» bricht die Musik in der Klosterkirche zu Entdeckungsreisen auf, die an die Grenzen des Vorstellbaren führen. Inspiriert von der barocken Vorstellung der «Sphärenharmonie», also dem Gedanken, dass die Harmonie der Musik die Proportionen des Universums widerspiegelt, führt das Programm das Publikum mitten in klingende Himmelswelten. Die Klosterkirche bildet den idealen, steingewordenen Ausdruck dieser Vorstellung eines wohlproportionierten Kosmos.
Komponisten zwischen Rom und dem Freiamt
Das Konzert bringt den sogenannten römischen «Kolossalstil» nach Muri. Geprägt von überwältigender Vielstimmigkeit und Mehrchörigkeit entfalten die Werke eine ganz besondere räumliche Wirkung. Das Publikum sitzt dabei im Zentrum des Geschehens und schwebt regelrecht im Klang der vielen Stimmen, die von den verschiedenen Emporen der Kirche erklingen.
Auf dem Programm stehen Werke römischer Meister wie Orazio Benevoli und Giacomo Carissimi. Deutsche Komponisten wie Johann Caspar Kerll und Philipp Jakob Baudrexel sogen die gewaltigen Klangeindrücke dieser Musik einst während ihrer Studien in Rom auf und brachten die faszinierende mehrchörige Pracht in den Norden. Beide waren enge Weggefährten des Komponisten Johann Melchior Gletle, der 1626 in Bremgarten geboren wurde und zum bedeutendsten eidgenössischen Musiker seiner Zeit aufstieg. Im Jubiläumsjahr seines 400. Geburtstags erklingen in Muri zwei seiner Werke im Kontext der Musik seiner Zeit.
Renommierte Besetzung
Unter der künstlerischen Leitung von Christoph Anzböck versammelt sich eine opulente Besetzung in Muri. Es musizieren die Sängerinnen und Sänger der Cappella Murensis gemeinsam mit dem Instrumentalensemble «Il Fuoco eterno». Flankiert von einem Instrumentarium mit historischen Orgeln, Zinken, Posaunen, Trompeten, Violinen, Violen da gamba, Theorben und Violone erwacht das beinahe vergessene Klanguniversum zu neuem, glanzvollem Leben. Ein einzigartiges Musikereignis, das einmalig in Muri zu erleben ist.
Die Konzerte finden unter dem Patronat der Vereinigung der Freunde der Klosterkirche statt. Jeweils eine halbe Stunde vor Konzertbeginn (um 13.30 und um 16.30 Uhr) wird eine Konzerteinführung angeboten.
--red
Weitere Infos: www.murikultur.ch,
Ticketvorverkauf: www.murikultur.ch oder Muri Info (Dienstag bis Freitag, 11 bis 17 Uhr, Tel. 056 664 70 11).