Büsi Max, rot-weiss mit blauen Augen, kam vor 20 Jahren auf den Hof meines Bruders und meiner Schwägerin an der Niesenbergstrasse in Bettwil. Seit jeher kennt man den handzahmen Kater in der Umgebung. Er fühlt sich bei Menschen wohl und liebt seine Plätze. Für die ...
Büsi Max, rot-weiss mit blauen Augen, kam vor 20 Jahren auf den Hof meines Bruders und meiner Schwägerin an der Niesenbergstrasse in Bettwil. Seit jeher kennt man den handzahmen Kater in der Umgebung. Er fühlt sich bei Menschen wohl und liebt seine Plätze. Für die ganze Familie ist Max eine spezielle und geliebte Katze.
Vor kurzer Zeit kam Max nicht mehr zu den gewohnten vitaminreichen Nassfutter-Mahlzeiten nach Hause. Zwei Tage suchten sie ihn, bis die Nachbarin ihn im Netz entdeckte, mit dem Hinweis, dass er in der Tierklinik in Oberentfelden abgeholt werden könne. In der Klinik erfuhren sie, dass die Polizisten den Kater überbracht haben. Aus Datenschutzgründen konnte leider nicht in Erfahrung gebracht werden, wer den Auftrag dazu gegeben hat, offenbar mit der Begründung der Vernachlässigung. Mein Bruder musste 200 Franken für die Klinikkosten bezahlen. Dazu kommen die Fahrten (Umweltschutz).
Max geht umgerechnet auf die Hundert zu. Er sieht nicht mehr taufrisch aus, hat fast keine Zähne mehr, hört nicht mehr gut und das Fell hat auch an Glanz verloren, er macht allerdings immer noch seine Streifzüge. Übrigens wurde er in der Klinik auf 14 Jahre geschätzt und die Untersuchungen ergaben keine krankhaften oder vernachlässigten Befunde.
Darf in der heutigen Zeit ein alter Kater keine Daseinsberechtigung mehr haben? Lasst der Polizei die Zeit und die Steuergelder, um sinnvollere Einsätze zu tätigen. Im Sicherheitsbereich gibt es genug zu tun. Und nun einen Appell an die unbekannten Auftraggeber. Bevor Sie im Übereifer organisieren, fragen Sie doch bitte zuerst im Quartier nach. Reden und sich erkundigen ist immerhin noch die günstigere, stressfreiere und freundlichere Art.
Blanka Breitenstein, Bettwil