Den eigenen Strom verkaufen
19.06.2026 Region Unterfreiamt, FahrwangenTraktanden der Gemeindeversammlung Fahrwangen
Am nächsten Mittwoch tagen die Stimmbürger in Fahrwangen. An der «Gmeind» geht es um Wasser, Licht und Strom.
Auch Fahrwangen setzt in Zukunft auf Solarstrom. Auf mehreren gemeindeeigenen ...
Traktanden der Gemeindeversammlung Fahrwangen
Am nächsten Mittwoch tagen die Stimmbürger in Fahrwangen. An der «Gmeind» geht es um Wasser, Licht und Strom.
Auch Fahrwangen setzt in Zukunft auf Solarstrom. Auf mehreren gemeindeeigenen Liegenschaften wird die AEW PV-Anlagen erstellen. Dazu zählen die Turnhalle, die Mehrzweckhalle, das Feuerwehrgebäude und das Variel-Schulhaus. Den dort produzierten Strom verkauft die AEW zu einem vergünstigten Tarif an die Gemeinde. Diese nutzt einen Teil selber, ein weiterer Teil soll weiterverkauft werden.
Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten. Drei Modelle zählt der Gemeinderat in der «Gmeinds»-Broschüre auf. Alle drei haben Vor- und Nachteile. Er priorisiert den sogenannten vZEV (Virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch), da hierbei auch die Nachbarn Strom beziehen könnten. Alternativ kommt auch eine LEG (Lokale Elektrizitätsgemeinschaft) infrage. In beiden Fällen würde der Strompreis günstiger ausfallen als beim normalen Bezug durch die AEW. Grundsätzlich benötigt der Gemeinderat aber von den Stimmbürgern die Kompetenz, den Strom auf den neuen PV-Anlagen zu verkaufen.
Um Strom geht es auch beim Kredit für die Umrüstung auf LED-Beleuchtung in den gemeindeeigenen Liegenschaften. Denn diese ist energieeffizienter und auch günstiger im Unterhalt. Nach und nach sollen alle Lampen auf LED-Technologie umgerüstet werden. In den Büros der Verwaltung erfolgt die Umrüstung erst, wenn die jetzigen Stehlampen nicht mehr funktionieren. Auch beim Feuerwehr- und Werkhofgebäude wird noch abgewartet, hier soll die Umrüstung dann erfolgen, wenn die Liegenschaft saniert wird. Insgesamt rechnet der Gemeinderat mit Kosten von 225 000 Franken.
Investieren will Fahrwangen auch in die Wasserversorgung. Für Unterhaltsarbeiten, Ersatz- und Neubeschaffungen gewisser Anlageteile wird ein Kredit von 211 000 Franken benötigt. Das Geld wird verwendet für die Beschichtung der Quellwasserfassungen sowie Instandsetzung und Schutz der Brunnenstuben und die Erneuerung der Hard- und Software. Da nicht alle Komponenten gleich alt und ersetzt werden müssen, können die Arbeiten auf die kommenden drei Jahre verteilt werden. Somit fallen die Kosten auch nicht alle auf einmal an.
Vorgelegt wird an diesem Abend auch die Jahresrechnung. Diese schliesst mit einem Minus von rund 445 000 Franken ab. Erwartet wurde ein solches von 560 000 Franken. Die Nettoschuld der Gemeinde beläuft sich neu auf 7291 Franken pro Einwohner, sie konnte damit um 322 Franken reduziert werden. Bei zwei Kreditabrechnungen kommt es zu einer Kostenüberschreitung. Der Ersatz des Blockheizkraftwerks der ARA Hallwilersee kam teurer als erwartet, damit stieg auch der Anteil der Gemeinde, und zwar von 62 000 auf 79 000 Franken (plus 28,3 Prozent). Auch die baulichen Massnahmen bei der Mehrzweckhalle fielen ganz wenig teurer aus als budgetiert, der Kredit von 140 000 Franken wurde um 1,88 Prozent überschritten. Zudem wird der Gemeinderat informieren, wie es in Sachen Jugendarbeit weitergeht, nachdem die Offene Jugendarbeit Oberes Seetal eingestellt wurde. --chh
Die Traktanden
Die Gemeindeversammlung in Fahrwangen findet am kommenden Mittwoch, 24. Juni, 20 Uhr, statt. Folgende Themen sind traktandiert: 1. Protokoll. – 2. Rechenschaftsbericht. – 3. Jahresrechnung. – 4. Kreditabrechnungen: a) Ersatz Blockheizkraftwerk ARA Hallwilersee; b) Bauliche Massnahmen Mehrzweckhallenbelegung. – 5. Unterhaltsarbeiten, Ersatz- und Neubeschaffungen Wasserversorgung. – 6. LED-Umrüstung von gemeindeeigenen Gebäuden und Anlagen. – 7. Stromverkauf von Photovoltaikanlagen. – 8. Verschiedenes und Umfrage.
