Der HC Fischbach-Göslikon holt mit einem deutlichen 6:0-Sieg den Cuptitel ins Freiamt
Seit Jahren träumt man vom Sieg im Interkantonalen KBEHV-Cup. Nun schafft Fischbach-Göslikon den Triumph mit einem glorreichen Sieg über Herzogenbuchsee. Gefeiert ...
Der HC Fischbach-Göslikon holt mit einem deutlichen 6:0-Sieg den Cuptitel ins Freiamt
Seit Jahren träumt man vom Sieg im Interkantonalen KBEHV-Cup. Nun schafft Fischbach-Göslikon den Triumph mit einem glorreichen Sieg über Herzogenbuchsee. Gefeiert wurde nicht mehr so übertrieben wie auch schon. «Wir werden älter», sagt Spielertrainer Michel Simmen.
Am Sonntagabend um 18 Uhr ertönt die Sirene in der Eishalle in Huttwil. Finito. Geschafft. Die Fi-Gö-Spieler liegen sich in den Armen. Auf der Tribüne jubeln über 100 mitgereiste Freiämter Fans. Es ist der erste Titel im KBEHV-Cup (3./4. Liga) in der Vereinshistorie. «Wir waren das ganze Spiel über sehr dominant. Wir wollten diesen Erfolg. Wir waren alle bereit und haben Vollgas gegeben», sagt der überglückliche Spielertrainer Michel Simmen. Es war eine geschlossene Teamleistung, die zu diesem deutlichen Sieg führte. Herauszuheben sind dennoch Goalie Ramon Hüsser, der kein Gegentor kassiert und damit einen «Shutout» feiert, sowie Carlos Zuberbühler, der drei Tore erzielt.
Hattrick von Zuberbühler, Spektakel-Solo von Barz
Schon früh stellt Fischbach-Göslikon – 3.-Liga-Meister der letzten Saison – die Weichen für den Erfolg. Nach 33 Sekunden trifft Zuberbühler zum 1:0. Gegner Herzogenbuchsee ist überfordert. In der 6. Minute, während einer Unterzahl, war es Boris Neher, der nach einem sehenswerten Zuspiel seines Bruders Lars Neher auf 0:2 erhöht.
Zur ersten Drittelspause hat Fi-Gö alles im Griff. Danach folgt ein kleiner Wachrüttler. Herzogenbuchsee trifft den Pfosten. Das beeindruckte die Freiämter wenig. Nach 26 Minuten trifft erneut Zuberbühler zum 3:0. Und auch danach steht die Abwehr sattelfest und vorne werden weitere Chancen kreiert. Im letzten Abschnitt macht Fischbach-Göslikon endgültig den Sack zu. Zuberbühler erzielt nach 41 Minuten sein drittes Tor zum 4:0. Lars Simmen und Captain Kevin Barz mit einem spektakulären Sololauf sorgten für den 6:0-Endstand vor den insgesamt 360 Zuschauern in der Eishalle in Huttwil.
«Das muss schon sein»
Und wer das Team von Fischbach-Göslikon und seine Fans kennt, der weiss, dass solche Siege auch ordentlich gefeiert werden. Erst auf dem Eis, dann in der Garderobe in Huttwil – und schliesslich nach der Heimreise in der Garderobe des Schüwo-Parks in Wohlen. Spielertrainer Michel Simmen ging nicht allzu spät nach Hause. «Es ist nicht komplett ausgeartet wie bei den Meistertiteln früher. Ich glaube, wir haben alle nicht übertrieben. Man merkt, wir werden älter», so der 39-Jährige lachend. Die Letzten gingen dennoch erst gegen 4 Uhr morgens nach Hause. Simmen ordnet den Titel ein: «Es ist für uns alle eine Genugtuung. Wir reden seit vier Jahren von diesem Cuperfolg. Schön, hat es jetzt geklappt.» Michael Studer und Goalie Fabian Klaas können ihre Karrieren somit mit einem Pokal beenden.
Und natürlich wird Fi-Gö diesen Titel noch gebührend feiern. Erst gibt es eine Abschlussfeier und dann eine Reise nach München ans Frühlingsfest. «Das muss schon sein», meint Simmen lachend. Man soll die Feste feiern, wie sie fallen. Und in Fischbach-Göslikon sorgte dieses Team in der jungen Vergangenheit oft für Freude. Und wird das wohl auch in Zukunft tun. Denn auch wenn das Team immer älter wird und viele schon an der 40-Jahr-Marke kratzen, hat es immer noch riesig viel Qualität in seinen Reihen. Und man ist nach wie vor hungrig nach Erfolgen. --spr