Die erste und letzte Amtsperiode
21.04.2023 MuriThomas Kron, Präsident der Kirchenpflege Muri, zieht eine Startbilanz
Seit 2019 ist er Mitglied der Kirchenpflege Muri. Am ersten Januar trat er die Nachfolge von Thomas Suter an. Jetzt ist es Zeit für eine erste Bilanz. Als intensiv, aber auf gutem Weg ...
Thomas Kron, Präsident der Kirchenpflege Muri, zieht eine Startbilanz
Seit 2019 ist er Mitglied der Kirchenpflege Muri. Am ersten Januar trat er die Nachfolge von Thomas Suter an. Jetzt ist es Zeit für eine erste Bilanz. Als intensiv, aber auf gutem Weg beschreibt Thomas Kron seine ersten Monate im Amt.
Gleich zweimal fehlte eine Kandidatur in der Kirchenpflege Muri. In der Amtsperiode 2019 bis 2022 wurden zwei Sitze frei, die nur schwer besetzt werden konnten. Ähnlich sei die Situation im Herbst 2022 im Hinblick auf die Amtsperiode 2023 bis 2026 gewesen. «Thomas Suter hatte schon früh angekündigt, dass er als Präsident nicht mehr kandidieren werde. Da sich niemand für das Präsidialamt zur Verfügung stellen wollte, entschloss ich mich damals zur Kandidatur. Zumal ich in diesem Frühjahr das Pensionsalter erreicht habe und deshalb vermehrt Kapazitäten für die Kirchenpflege zur Verfügung stellen kann.»
Gutes Team, das funktioniert
Eine neue Führungsspitze und zwei neue Mitglieder. Das war die Ausgangssituation in der Kirchenpflege Muri im Januar. Thomas Kron wurde zum Präsidenten, Thomas Suter zum Vizepräsidenten, Hans-Peter Frey und Brigitte Keusch als bisherige, Barbara Egli Scheuber und Erich Richner als neue Mitglieder gewählt. Bereut hat er seinen Entschluss bislang nicht. «Wir haben uns als Team sehr schnell und gut gefunden. Wir funktionieren», sagt Thomas Kron. Die neue Zusammensetzung sei für ihn sehr wichtig gewesen, um gut anzukommen. «Die Konstellation der aktuellen Kirchenpflege ist ideal. Vor allem wegen des beruflichen Hintergrunds der Mitglieder. Die Ressorts sind durch kompetente Mitglieder abgedeckt.» Ein gut funktionierendes Team sei gerade im Hinblick auf die Herausforderungen der nächsten Jahre wichtig, betont Kron. Wichtig sei, dass die Kirchenpflege als Kollegium immer mehr zusammenwachse, nur so könne optimal agiert werden. «Wir sind zwar immer noch in einem Findungsprozess, aber schon gut eingespielt.» Es sei ein Miteinander und kein Gegeneinander, man ziehe an einem Strang, um die bevorstehenden Projekte gut zu meistern.
«In der letzten Amtsperiode sind die Bedingungen nicht optimal gewesen. Es wurde schlichtweg zu viel infrage gestellt, vieles schon im Voraus bemängelt», sagt Kron. Heute bestimme gegenseitiges Wohlwollen die Zusammenarbeit. «Wir gehen gemeinsam in eine Richtung. Natürlich diskutieren wir und üben auch Kritik, allerdings konstruktiv und lösungsorientiert.» Er betont: «In der alten Zusammensetzung hätte ich nicht als Präsident kandidiert.» Die Übergabe sei gut vorbereitet gewesen. «Die Zusammenarbeit mit Thomas Suter war schon immer gut und produktiv. Der Übergang verlief dadurch reibungslos, unkompliziert und hat sehr gut funktioniert.»
Alles gut aufgegleist
Natürlich seien die Herausforderungen gross, das Millionenprojekt «Inspiration Matterhaus» stehe an und das Jubiläum 1000 Jahre Kloster Muri im Jahr 2027 rücke immer näher. Überraschungen hat er bislang keine erlebt. «Ich wusste, was auf mich zukommt. Alles wurde in der letzten Amtsperiode bereits gut aufgegleist und vorbereitet», betont Kron. Durch sein Engagement in den Gottesdiensten als Lektor und Kommunionhelfer sei er auch mit den Prozessen innerhalb der Seelsorge vertraut, was natürlich von Vorteil sei. Auch die Zusammenarbeit der Kirchenpflege mit dem neuen Pastoralraumleiter Karl Scholz klappe gut. «Karl Scholz arbeitet ebenfalls sehr teamorientiert und motiviert, wie auch die neue Pfarreiseelsorgerin Jessica Zemp.» Man habe sich gefunden, so Kron. «Als Zentrumsgemeinde innerhalb des Pastoralraums ist Muri gut aufgestellt. Natürlich besteht der Wunsch nach einem zweiten Priester, aber den können wir uns leider auch nicht aus den Fingern saugen.»
Freiwilliges Engagement ist wichtig
Kron übt das Amt aus reinem Idealismus aus. «Mit Geld oder Prestige hat das nichts zu tun.» Denn seit jeher ist es seine Überzeugung, dass ohne Freiwilligenarbeit und freiwilliges Engagement das Gemeinwesen nicht aufrechterhalten werden kann. Während knapp fünf Jahren war er als Gemeinderat in seiner Wohngemeinde Geltwil tätig. «Als sich dann schon früh das Personalproblem im Präsidium in der Kirchenpflege Muri abzeichnete, verzichtete ich auf eine weitere Amtsperiode als Gemeinderat.» Für Thomas Kron steht heute schon so gut wie fest, dass es seine letzte Amtsperiode als Präsident sein wird. «Am Ende meiner Amtszeit stehe ich vor meinem 69. Geburtstag. Da reicht es dann irgendwann auch.» --sus

