2. Liga: FC Lenzburg – FC Muri (Samstag, 17.30 Uhr, Wilmatten)
Der FC Muri gastiert morgen Samstag beim FC Lenzburg zum Spitzenspiel. Um sich die Chance auf den Aufstieg in die 2. Liga interregional zu wahren, brauchen die Freiämter einen Sieg – und ...
2. Liga: FC Lenzburg – FC Muri (Samstag, 17.30 Uhr, Wilmatten)
Der FC Muri gastiert morgen Samstag beim FC Lenzburg zum Spitzenspiel. Um sich die Chance auf den Aufstieg in die 2. Liga interregional zu wahren, brauchen die Freiämter einen Sieg – und Schützenhilfe vom FC Suhr.
Josip Lasic
Vier Teams haben noch Chancen auf den Aufstieg in die 2. Liga interregional. Baden II, Lenzburg, Suhr und Muri. Und ausgerechnet diese vier Teams treffen am zweitletzten Spieltag in zwei Direktduellen aufeinander. Baden II empfängt heute Freitag Suhr (20.30 Uhr). Muri gastiert morgen Samstag in Lenzburg (17.30 Uhr).
Eigentlich eine spannende Konstellation. Doch damit es für Muri noch für einen Aufstieg reicht, muss viel zusammenpassen. Mit fünf Punkten Rückstand auf Leader Baden II haben die Freiämter die schwierigste Ausgangslage. Die Klosterdörfler müssen ihre verbleibenden zwei Spiele beide gewinnen. Nur schon ein Unentschieden in einer der beiden Partien reicht, damit sich die Mannschaft definitiv aus dem Aufstiegsrennen verabschiedet. Das alleine reicht aber nicht nicht. Heute Freitag muss Muri darauf hoffen, dass Suhr einen Sieg bei Baden II holt. Und am letzten Spieltag wären sie sogar von Resultaten auf zwei weiteren Plätzen abhängig.
Wenig Hoffnung bleibt
Auf die Frage, ob er bei dieser Konstellation noch Hoffnung auf den 1. Platz hat, sagt Schultz realistischerweise: «Wenig.» Was auf anderen Fussballplätzen passiert, kann seine Mannschaft nicht beeinflussen. Um ihre letzte Chance zu nutzen, müssen die Klosterdörfler aber zumindest ihre Hausaufgaben machen und das Maximum aus den letzten beiden Spielen rausholen.
Diese Aufgabe wird allerdings schwierig genug. Die Personalsituation bei den Murianern ist immer noch angespannt. Im vergangenen Spiel musste Nico Stadelmann, Co-Trainer von Schultz, eingewechselt werden. Dazu kamen mit Tymo Meier und Scott Müller zwei Junioren ins Spiel. Eine Partie zuvor stand Peter «Peach» Lang, der andere Co-Trainer der Murianer, auf dem Platz. «Radovan Radevic und Gentrim Uka kommen ins Team zurück. Ansonsten fehlen uns aber immer noch sehr viele Spieler. Es kann gut sein, dass wieder einer der Co-Trainer im Aufgebot stehen wird», so Schultz. Neben Radevic und Uka fehlten im letzten Spiel gegen Schönenwerd-Niedergösgen sieben weitere Leute. Bei dieser Ausgangslage erscheint die Mammutaufgabe der Freiämter noch gewaltiger.
Versuchen, die Spannung zu bewahren
Präsident Michael Stadelmann äusserte schon vor ein paar Wochen, dass es zumindest schön wäre, wenn es am letzten Spieltag noch um etwas gehen würde. Dann empfängt Muri den FC Mutschellen zum Freiämter Derby. «Sie haben uns aus dem Cup geworfen. Da haben wir noch eine Rechnung offen. Ausserdem ist es unser Heimspieltag. Nach dem Spiel kann man auf der Brühl das WM-Auftaktspiel der Schweiz gegen Katar schauen. Wenn in diesem Spiel noch etwas möglich wäre, wäre das grossartig. Solche Endspiele locken die Zuschauer ins Stadion.» Selbst wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte, will man also zumindest dafür sorgen, dass es bis zuletzt spannend bleibt. Doch sogar für dieses Szenario ist Schützenhilfe notwendig. Gewinnt Baden II heute Freitag gegen Suhr, stehen die Limmattaler als Aufsteiger fest.
Der Trainer sagte nach dem Spiel gegen Schönenwerd-Niedergösgen: «Wir wollen am Ende noch vorne dabei sein.» Immerhin das hat Muri in eigener Hand. Darauf müssen sich die Freiämter fokussieren. Und wenn sie ihre Siege holen, liegt vielleicht mit etwas Glück am Ende doch noch der Aufstieg drin.