Der TV Muri Handball wächst – personell und strategisch
Es war ein erfolgreiches Jahr für den TV Muri Handball. Es herrscht Aufbruchstimmung für die nächste Saison und an der 53. Generalversammlung im Roos zeichnete der Vorstand die Strategie ...
Der TV Muri Handball wächst – personell und strategisch
Es war ein erfolgreiches Jahr für den TV Muri Handball. Es herrscht Aufbruchstimmung für die nächste Saison und an der 53. Generalversammlung im Roos zeichnete der Vorstand die Strategie fürs kommende Geschäftsjahr.
In ihrem ersten Jahr an der Spitze des Murianer Handballvereins hatte Lucia Schroth alle Hände voll zu tun. «Wir wachsen stark, das ist schön und erfreulich», bestätigt die Vorstandspräsidentin die neusten Mitgliederzahlen. «Mit dem Wachstum gehen aber auch neue Herausforderungen einher, und die vereinsinterne Kommunikation wird zunehmend wichtiger. Wir sind als Verein mehr als solide aufgestellt, haben sehr engagierte Mitglieder und etablierte Strukturen, die uns eine besonders starke Vereinskultur ermöglichen.»
Den Handballergeist darf man aber nicht kleinreden, denn er ist keine Selbstverständlichkeit: «Abertausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit tragen unser Handballerlebnis, und die immer komplexer werdenden Aufgaben machen den TV Muri Handball für viele von uns unterdessen zu mehr als bloss einem Hobby.» Die Murianer sind stolz auf ihren Handball. Das ist auch durch die bemerkenswerten Zuschauerzahlen dieser Saison bewiesen. Die Bachmattenhalle war in der Gruppe der Erstligisten die meistfrequentierte Ballsportarena. Tobias Wipf, Leiter Leistungssport, bestätigt weiter: «In Muri bieten wir den Spielern zwar kein Gehalt wie in höheren Ligen, aber das Spielerlebnis ist unvergleichbar.»
Ganze Aktivmannschaften reisen zuweilen miteinander an die Auswärtsspiele mit, und auch in den Bachmatten ist an den Matchtagen Strom in der Luft, zuletzt beim Aufstiegskrimi der Inter-Teams der U17 und U19.
Zur Stärkung der Vereinsidentität und als Zukunftsanker soll ein Leitbild ausgearbeitet werden.
Fit für die Zukunft
«Der Verein professionalisiert sich auf verschiedenen Ebenen. Es ist unglaublich viel Potenzial im Raum, und wir möchten dieses Potenzial nutzen, damit die bislang implizit gelebte Vereinsidentität den Platz erhält, den sie verdient» so Schroth. Die Vision, was den Verein ausmacht, soll aber nicht nur als Vorstandsentscheid diktiert werden. «Unser Schaffen zeichnet sich durch Nahbarkeit, Austausch und Teamgeist aus. Deshalb soll das Leitbild in gemeinsamer Mitwirkung entstehen.»
Mehr Komplexität und Professionalität ist auch beim Trainingsbetrieb spürbar. Marco Nietlispach, Leiter Nachwuchs, erläutert: «Diese Saison erreichten wir im Juniorenhandball viel. Ein neues Gefäss für U7-Mannschaften wurde geschaffen, wir gewannen den Aargauer U19-Cup, und von U13 bis U17 haben alle Teams die Finalrunde erreicht, während die U19-Promotion ins Inter aufsteigen konnte.» Damit in der nächsten Saison die Spielqualität ausgebaut werden kann, wurde mit einem neu gegründeten U13-Mädchenteam eine Lücke geschlossen und weiter über die spezifische Torwartförderung nachgedacht. Der vereinseigene Erstligagoalie Ivo Rütimann wird in der SG Freiamt Plus (dem leistungsorientierten Juniorengefäss für Spieler aus Muri, Wohlen und dem Mutschellen) die Goalies funktionsspezifischer fördern und so zur Erfolgsstory beitragen.
Endlich mehr Hallenkapazität
Dass der Strukturaufbau im Verein hervorragend funktioniert, bezeugt auch der letztjährige Erfolg in vereinsübergreifender Partnerschaft. Breitensportverantwortlicher Felix Kleiner beteuert: «Nach über zwanzig Jahren erfolgloser Bedürfnismeldung für mehr Hallenkapazitäten auf eigene Faust konnte dank der IG Sportvereine Muri unserem Herzenswunsch nach einer neuen Halle Erfüllung zugesprochen werden.»
Trotz des Wachstums bekräftigt Schroth: «Wir sind und bleiben ein Dorfverein. Bei uns identifiziert man sich mit den Gesichtern, die das Vereinsleben prägen. Man kommt in die Halle, steckt die Köpfe zusammen und leistet Grossartiges.» Auf und neben dem Spielfeld. --zg