Annemarie Keusch, Redaktorin.
Sich in andere Menschen hineinzufühlen, ist nicht immer einfach. Erst recht nicht, wenn jemand von einer Krankheit betroffen ist. Demenz zum Beispiel. Das Umfeld stellt fest, dass immer mehr vergessen wird, ...
Annemarie Keusch, Redaktorin.
Sich in andere Menschen hineinzufühlen, ist nicht immer einfach. Erst recht nicht, wenn jemand von einer Krankheit betroffen ist. Demenz zum Beispiel. Das Umfeld stellt fest, dass immer mehr vergessen wird, dass Wochentage durcheinander geraten, dass viele Dinge im Alltag schwerfallen. Und dennoch ist es nicht einfach, damit umzugehen. Ja, vermutlich kann es gar nerven, wenn Gewisses immer mehr Zeit in Anspruch nimmt, wenn die gleichen Fragen sich häufen.
Dass Verständnis geschaffen wird, ist darum umso wichtiger. Der Demenzparcours der Landeskirchen, der zuletzt in Muri haltmachte, ist ein gutes Instrument dafür. An verschiedenen Posten erfährt man selbst, wie schwierig es plötzlich wird: sich einen Weg einzuprägen, sich anzuziehen, einen Kaffee zuzubereiten. Die Methoden sind simpel, das Resultat eindrücklich. Zumal die Menschen immer älter werden, die Zahl an Demenz Erkrankter ansteigt und damit auch jener, deren Eltern oder Grosseltern betroffen sind. Verständnis ist dabei besonders wichtig, um diesen nicht einfachen Weg gemeinsam zu gehen.