Annemarie Keusch, Redaktorin.
Die Frage sei erlaubt: Braucht es das? Schliesslich bieten die grösseren Dörfer eine riesige Palette an kulturellen Angeboten: Kellertheater Bremgarten, Künstlerhaus ...
Annemarie Keusch, Redaktorin.
Die Frage sei erlaubt: Braucht es das? Schliesslich bieten die grösseren Dörfer eine riesige Palette an kulturellen Angeboten: Kellertheater Bremgarten, Künstlerhaus Boswil, Kulturwerk Bleichi Wohlen, Murikultur. Vier Beispiele. Es gäbe zig mehr. Allein im Freiamt. Und doch wagen sie es: die vielen Kulturkommissionen und -vereine, die es in fast allen Dörfern gibt. Bettwil ist ein gutes Beispiel dafür. Gut 700 Einwohner. Und dieses Jahr kommen unter anderem Philipp Galizia und Peach Weber auf die Bühne im Dorf.
Braucht es das? Natürlich. Die grossen Einkaufsmöglichkeiten sind auch in den Zentren, der Dorfladen wird aber allerorts geschätzt. Gleich ist es bei der Kultur. Kommt hinzu, dass die kulturellen Anlässe – das Feierabendbier genauso wie der bekannte Komiker – Leben ins Dorf bringen. An diesen Anlässen kommen die Leute zusammen. Da wächst der Kitt, der ein Dorf zusammenhält, sollte es auch mal schwieriger werden. Engagement vor Ort ist nie verkehrt, auch in der Kultur nicht.