Philipp Galizia tritt im Reusspark auf
Am Mittwoch, 27. Mai, 19.30 Uhr, präsentiert der Murianer sein Solo-Programm «Am Seil abelo».
Das Thema des Stücks passt bestens zum aktuellen Motto «heiwärts».
Mit «Am ...
Philipp Galizia tritt im Reusspark auf
Am Mittwoch, 27. Mai, 19.30 Uhr, präsentiert der Murianer sein Solo-Programm «Am Seil abelo».
Das Thema des Stücks passt bestens zum aktuellen Motto «heiwärts».
Mit «Am Seil abelo» erwartet das Publikum im Reusspark ein Theaterabend, der sich dem Leben über den Tod nähert – feinfühlig, eigenwillig und überraschend leicht. Im Zentrum steht Lunzi, der Totengräber. Ein stiller, oft belächelter Dorfbewohner und doch einer, der mehr gesehen hat als viele andere. Nun ist er selbst gestorben.
Während im Säli sein Leichenmahl stattfindet, setzt sich sein Weggefährte mit dem Kontrabass an Lunzis Tisch im Wirtshaus. Bei einem letzten Bier beginnt er zu erzählen von einem Leben nah am Abschied und doch mitten im Dasein. Was entsteht, ist mehr als eine Geschichte: Es ist ein Erinnern voller leiser Poesie. Zwischen Grabeskälte und einem warmen Moment, einem Blick, der bleibt.
Philipp Galizia und Christian Roffler verbinden Sprache und Musik zu einer atmosphärischen Totengräberballade, getragen von feinem Humor und grosser Menschlichkeit. «Am Seil abelo» ist ein Abend, der berührt, zum Schmunzeln bringt und den Blick auf das Wesentliche lenkt: nämlich das Leben selbst. Das Stück war 2002 Galizias erstes Programm als Solokünstler, nachdem er im gleichen Jahr mit dem «Pfannestil Chammer Sexdeet» den Salzburger Stier gewonnen hatte. Zwar folgten inzwischen sechs weitere Programme, aber «Am Seil abelo» wird vom Publikum wie auch von den Veranstaltern noch immer gewünscht. Und passt perfekt zum Motto «heiwärts» des Reussparks, der sich bekanntlich intensiv mit den Themen Endlichkeit, Sterben, Tod und Trauer beschäftigt.
Diesen besonderen Theaterabend sollte man sich nicht entgehen lassen. Das Publikum taucht ein in eine Geschichte, die nachklingt – poetisch, berührend und überraschend lebensnah. Der Eintritt ist frei, es wird eine Kollekte eingezogen. --red