Zuwanderung bringt Wohlstand, aber auch Probleme, die man lösen soll. Die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ist dafür der falsche Weg.
Eine florierende Wirtschaft und öffentliche Einrichtungen wie das Gesundheitswesen brauchen ...
Zuwanderung bringt Wohlstand, aber auch Probleme, die man lösen soll. Die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» ist dafür der falsche Weg.
Eine florierende Wirtschaft und öffentliche Einrichtungen wie das Gesundheitswesen brauchen Fachkräfte. Dafür werden weiterhin ausländische Arbeitskräfte benötigt werden. Bei einer Annahme der Initiative soll die Zahl der ständigen Wohnbevölkerung begrenzt werden. Welche Lösungen bieten sich hier bei Fachkräftemangel an? Erhöhung der Zahl der Grenzgänger. Dadurch werden die Autoschlangen bestimmt nicht kürzer. Bereits jetzt erhöhen Nachbarländer die Löhne im Grenzbereich, um Fachkräfte im eigenen Land zu behalten. Befristete Arbeitsverträge. Brauchen diese Arbeitskräfte keine Wohnungen, sind sie nicht auf der Strasse oder im öffentlichen Verkehr unterwegs usw.? Es gibt andere Wege, die nachhaltig dazu beitragen, die Probleme der Zuwanderung zu meistern. Tragen wir Sorge zu den Menschen in unserem Land und setzen wir uns für gute Arbeitsbedingungen für alle ein. Sorgen wir zum Beispiel für eine vollständige Umsetzung der Pflegeinitiative. Eine gute Bildungsqualität ist Voraussetzung für den Erfolg in allen Bereichen eines Staates. Eine starke Schule mit Chancen für alle Kinder ist eine wichtige Grundlage. Es braucht gut ausgebildete Lehrpersonen und genügend Ressourcen. Die Initiative «Bildungsqualität sichern – Jetzt» verdient Unterstützung.
Ich werde daher mit Überzeugung die Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» ablehnen und der aargauischen Volksinitiative «Bildungsqualität sichern – Jetzt» zustimmen.
Ruth Schmid, Wohlen