Am Dorffest in Sins wurde auch der Vertrag für das 34. Nordwestschweizerische Jodlerfest unterzeichnet
Im Juni 2028 empfängt Sins die Jodler-Nordwestschweiz. Der entsprechende Vertrag ist nun in trockenen Tüchern.
An einer grossen Sause ...
Am Dorffest in Sins wurde auch der Vertrag für das 34. Nordwestschweizerische Jodlerfest unterzeichnet
Im Juni 2028 empfängt Sins die Jodler-Nordwestschweiz. Der entsprechende Vertrag ist nun in trockenen Tüchern.
An einer grossen Sause wird bereits die nächste aufgegleist: 2028 organisieren der Jodlerklub Heimelig Sins und der Fussballclub gemeinsam mit dem Nordwestschweizerischen Jodlerverband (NWSJV) dessen 34. Jodlerfest. Zur feierlichen Vertragsunterzeichnung auf der Bühne von «Seis uf de Bei» war eigens eine Delegation des Jodlerverbands angereist. Zum Anlass vom 16. bis 18. Juni 2028 werden 1700 aktive Teilnehmer in Sins erwartet und gegen 20 000 Zuschauerinnen und Zuschauer. Sie dürfen sich nebst Jodelgesang auch auf Fahnenschwingen und Festumzug freuen.
Sins als erste Wahl
Monika Koch, Präsidentin des NWSJV, kam in Aarauer Festtracht nach Sins, OK-Präsident Pius Wiss – weder Jodler noch Fussballer, aber umso mehr bestrebt, deren Engagement zu unterstützen – begrüsste sie in Zivil. Das war bei der Vergabe offenbar kein Hinderungsgrund. Im Gegenteil: «Die Sinser haben von Anfang an gezeigt, dass sie bereit sind, Verantwortung zu übernehmen», so Monika Koch. Besonders beeindruckt habe sie eben gerade das Zusammenspannen über die Vereins- und Gemeindegrenzen hinaus. «Sins ist erste Wahl», hielt sie denn auch fest und beschrieb ihre Freude, als sie am 21. Dezember, ihrem Geburtstag, spätabends die Zusage bekam: «Das war mein bestes Geburtstagsgeschenk.» Sins und sein Jodlerklub Heimelig sind der NWSJV-Präsidentin denn auch schon lange ein Begriff. Bisher sei sie jeweils jährlich zum Jodlerabend angereist, künftig werde sie häufiger kommen, im Rahmen der OK-Sitzungen.
«Ich wünsche mir ein Fest, das verbindet», so Monika Koch weiter. «Wir wollen zusammen etwas erreichen, das allen in Erinnerung bleibt. Etwas, das in Sins in die Geschichte eingeht und das unser Kulturgut weiter verbreitet.»
«Schön, dass wir im südlichen Freiamt so ein grosses Fest organisieren dürfen», zeigte sich OK-Präsident Pius Wiss kaum weniger euphorisch. «Wir wollen den Teilnehmenden und dem Publikum ein Erlebnis ermöglichen.» Wie andere Traditionen, etwa der Schwingsport, hat das Jodeln zuletzt Aufwind erhalten. «Die Werte der Schweiz bekommen bei der Jugend wieder mehr Gewicht», formuliert es Monika Koch.
Vereinte Kräfte aus der ganzen Region
Gemäss Präsident Thomas Huwiler gelinge es dem Jodlerklub Heimelig derzeit zumindest, die Abgänge zu ersetzen. «Wir erhoffen uns vom Jodlerfest natürlich schon einen Aufschwung», sagt er klar. «Wichtig wird sein, die ganze Region zu überzeugen, mitzuhelfen», so Pius Wiss. «Ich bin aber auch überzeugt, dass uns dieser Zusammenschluss gelingen wird.»
Auf der Bühne von «Seis uf de Bei» wurde schliesslich auch noch das Logo enthüllt. Es zeigt die alte Brücke, dazu Trachtenträger, Blumen, Schweizerfahne und die Kantonswappen des Verbands, umrahmt von verschiedenen floralen Motiven.
«Das Logo gefällt mir sehr», so Monika Koch. Entwickelt worden sei es in Sins, der Verband habe seine Rückmeldungen einbringen dürfen und diese seien hervorragend umgesetzt worden. «Das wird ein super Festabzeichen geben», ist sie überzeugt. --tst