Für lebendige Gemeinden
12.05.2026 Wohlen, JugendJahresbericht des Vereins Jugend und Freizeit
2025 war ein Jahr, das bewegt hat – mit Menschen, die der Verein Jugend und Freizeit (VJF) begleiten durfte, mit Momenten, die bleiben, und mit Entwicklungen, auf die man gemeinsam stolz sein kann. Im Jahresbericht ...
Jahresbericht des Vereins Jugend und Freizeit
2025 war ein Jahr, das bewegt hat – mit Menschen, die der Verein Jugend und Freizeit (VJF) begleiten durfte, mit Momenten, die bleiben, und mit Entwicklungen, auf die man gemeinsam stolz sein kann. Im Jahresbericht werden die Highlights, Begegnungen und Meilensteine des vergangenen Jahres aufgezeigt. Rund 85 700 Besuchende nahmen an den unterschiedlichsten Anlässen teil.
Ein besonderes Kapitel war die gemeinsame Entwicklung der neuen Vision und Strategie. Mitarbeitende, Führungspersonen und Vorstand haben sich zusammengesetzt, diskutiert und gefunden – getragen von der Überzeugung, dass man miteinander vor Ort einen echten Unterschied machen kann.
Das Zusammenleben stärken
Mit der neuen Vision und Strategie 2025–2030 richtet der VJF seinen Blick bewusst in die Zukunft. Der Leitsatz «Miteinander vor Ort – für lebendige Gemeinden» zeigt auf, für was der VJF seit 35 Jahren steht. Er möchte Räume schaffen, die dazu beitragen, dass sich Menschen begegnen, sich zugehörig fühlen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilhaben.
Die Strategie legt drei zentrale Schwerpunkte für die künftige Entwicklung fest: stetige Weiterentwicklung der Dienstleistungen, sichtbare Positionierung im Umfeld und weitere Etablierung als Fachorganisation.
Durch seine Angebote möchte der Verein das Gesellschaftliche fördern, das Zusammenleben mitgestalten und die Lebensqualität stärken. Deshalb liegt ihm Gemeinwesenarbeit, Integration und Kinder- und Jugendförderung am Herzen.
Die Vernetzungen passiert am häufigsten in Schulen (44 Prozent) und der Bevölkerung (14 Prozent). Weitere Anlaufstellen sind Behörden und Vereine. Der VJF beschäftigt 70 festangestellte Mitarbeitende. Davon haben 15 ihren Arbeitsplatz in Wohlen. Ebenfalls sind die Geschäftsstelle und die Regionale Integrationsfachstelle in Wohlen zu Hause.
Jahreshighlights im Freiamt
Am Jugendfest in Wohlen wurden verschiedene Angebote für Jugendliche umgesetzt. Eine 50 Meter lange Graffitiwand lud zum freien Sprayen ein und wurde während des Festes intensiv genutzt. Im August wurde erstmals ein Zelten in der Badi im Schüwo-Park durchgeführt. Nach dem Aufstellen der Zelte entstand rasch eine lebendige Atmosphäre und zahlreiche Angebote wie Bubble Balls, eine mobile Graffitiwand, Kubb, Jenga, eine Fotobox und eine Mocktailbar wurden von den Anwesenden rege genutzt.
Auch bei der offenen Jugendarbeit Villmergen und Maiengrün gab es ein erstes gemeinsames Jugendtreff-Lager von Jugendlichen für Jugendliche: Eine motivierte Gruppe plante das Lager, begleitet durch die Jugendarbeitenden, weitgehend selbstständig. Es fand in den Herbstferien in Adelboden statt. Auf dem Programm standen Rodeln am Oeschinensee, ein Besuch im Seilpark sowie gemeinsames Kochen und Grillieren.
Das FIFA-Turnier in Villmergen, welches von einer Jugendlichen organisiert wurde, genoss grosse Beliebtheit. Das Event war der bisher meistbesuchte Anlass mit 101 Besuchenden – neuer Rekord.
Bei der Jugendförderung Oberfreiamt waren der Ferienpass – der Graffiti-Workshop, das Herbstferienprogramm und die Halloweenparty neben dem regulären Programm definitiv die Highlights.
Der Tag der offenen Tür der Jugendarbeit Muri wurde mit der «Usestuehlete» kombiniert. Die Jugendarbeit Muri gestaltete ein Fotoarchiv, welches das Jugendhaus und seine Angebote bis in die 90er-Jahre aufzeigte. Besonders schön war die Begegnung zwischen Jung und Alt.
Am Jugendfest Dottikon war die Jugendarbeit mit einem Stand präsent. Spielangebote, Begegnungsmöglichkeiten und eine Fotobox luden Jugendliche und Besuchende zum Verweilen ein. Der Anlass bot eine gute Gelegenheit, die Angebote der Jugendarbeit Maiengrün sichtbar zu machen und Kontakte zu pflegen.
In den Frühlingsferien unternahm die Jugendarbeit in Zufikon gemeinsam mit der Jugendarbeit Bremgarten einen Ausflug in den Europa-Park. Zudem hat die Jugendarbeit mit Jugendlichen und der Jubla Zufikon einen Crêpes-Stand am Zufikerfest organisiert.
Die Jugendarbeit ist mit ihren Events eine beliebte Anlaufstelle für Jugendliche. Manche wiederholen sich jährlich, andere stossen neu dazu oder gestalten sich aus der Situation heraus. Doch eines bleibt sich gleich – sie bieten eine willkommene Abwechslung zu Schule und Familie.
Gewaltpräventionstag
Ende September fand in Wohlen der von mehreren VJF-Jugendarbeitsstellen organisierte Gewaltpräventionstag statt. Rund 60 Jugendliche nutzten die Angebote wie Feuerwehrübungen, den Boxautomaten und den Beizlibetrieb. Eine Sanitäterin aus dem Spital Bülach beantwortete Fragen und sensibilisierte zum Thema Gewalt. Höhepunkt war das Autoverschrotten. In vollständiger Schutzkleidung konnten die Jugendlichen mit verschiedenen Schlagwerkzeugen ausrangierte Fahrzeuge bearbeiten und dabei Emotionen auf sichere und kontrollierte Weise abbauen.
So freut sich der VJF auf viele weitere Aufgaben, miteinander vor Ort – für lebendige Gemeinden.
Fachstelle Integration im Freiamt
Die regionale Integrationsfachstelle (RIF) ist die Anlaufstelle für Anliegen rund um das Thema Integration im Bezirk Bremgarten. Gemeinden, Schulen, Institutionen und Organisationen sowie Privatpersonen mit und ohne Migrationshintergrund erhalten professionelle Beratung zu Integrationsanliegen.
Mit dem Fachwissen und den Ressourcen der RIF Freiamt werden viele bestehende Angebote und Projekte begleitet. Die Schlüsselpersonen leisten als Brückenbauer einen wichtigen Beitrag zur Integrationsförderung. Zudem koordiniert sie die Freiwilligenarbeit im Bezirk Bremgarten.
So organisiert die RIF Freiamt gemeinsam mit der Caritas Aargau, dem kirchlichen regionalen Sozialdienst und weiteren Partnern den Flüchtlingstag in Wohlen. Unter dem Motto «Zusammen leben, zusammen wachsen» wurde ein abwechslungsreiches Programm mit Podiumsdiskussionen, Filmen, Kunst, Gesang, Spielen, Lesungen, Theater auf die Beine gestellt. Für kulinarische Spezialitäten und Getränke wurde ebenfalls gesorgt. Insgesamt nahmen 300 Personen aus der Region daran teil.
Biblio-Weekend und Living Library
Unter dem Motto «Worte verbinden Welten» des nationalen Biblio-Weekends haben in Wohlen die Gemeindebibliothek und die RIF zusammengespannt und verschiedene Events organisiert. Der Spaziergang «Internationale Verbindungen, Migration und Integration – früher und heute» führte Geschichtsinteressierte durch Wohlen. An mehreren Sofalesungen lasen Menschen aus verschiedenen Ländern eine Geschichte in ihrer Muttersprache vor. Des Weiteren unterstützt die Fachstelle das Freiwilligen-Projekt «Wohlen kocht». Das Projekt brachte unterschiedliche Menschen aus der Region zusammen und ist der Startschuss für eine Reihe weiterer Durchführungen mit Spezialitäten aus aller Welt.
Der neue RIF-Treff in Wohlen hat sich von einem Ort der Begegnung und Information zu einem Ort mit diversen integrativen Projekten entwickelt. Über 30 Personen besuchten das Projekt «Kunst verbindet» von Maryna Pashchenko.
--red
Infos: www.vjf.ch

