Kadermutationen beim FC Muri
Nach einer guten Saison in der 2. Liga geht der FC Muri mit fast unverändertem Kader in die neue Spielzeit. Der Grossteil des Teams konnte zusammengehalten werden. Bei den punktuellen Verstärkungen handelt es sich in erster Linie um ...
Kadermutationen beim FC Muri
Nach einer guten Saison in der 2. Liga geht der FC Muri mit fast unverändertem Kader in die neue Spielzeit. Der Grossteil des Teams konnte zusammengehalten werden. Bei den punktuellen Verstärkungen handelt es sich in erster Linie um alte Bekannte.
Letzte Woche wurde bekannt, dass der Besenbürer Joel Trüb nach seinem Studium in den USA zum FC Muri zurückkehrt. Jetzt ist klar, dass der 26-jährige Flügelflitzer nicht der einzige Rückkehrer sein wird. Auch Rafael Freitas trägt ab kommender Saison wieder das Trikot der Klosterdörfler. Der Cousin von Spielmacher Miguel Ferreira ist ein Muri-Urgestein. Nachdem er vergangene Saison aus beruflichen Gründen kürzergetreten ist und in der Vorrunde zunächst für die zweite Mannschaft auflief, wechselte er auf die Rückrunde hin zum FC Bremgarten. Mit acht Toren war er massgeblich daran beteiligt, dass die Reussstädter ungeschlagen durch die Rückrunde marschieren konnten und den Klassenerhalt souverän geschafft haben.
Jetzt kehrt der 22-Jährige wieder zu seinem Stammverein zurück. «Wir setzen unseren Weg fort», sagt Sportchef Alessio Passerini. «Wir setzen auf Spieler aus der Region. Und Joel Trüb und Rafael Freitas haben beide bereits ihre Verdienste für den FC Muri.» Den umgekehrten Weg von Freitas geht dafür Devin Weibel. Der 19-Jährige verlässt die Klosterdörfler in Richtung Bremgarten. «Schade, dass wir so einen jungen Spieler verlieren», sagt Passerini. «Aber vielleicht kehrt er eines Tages auch wieder zurück.»
Ein Villmerger Aufstiegsheld kommt
Freitas geht also von Bremgarten zu Muri und Weibel von Muri zu Bremgarten. Das ist nicht die einzige «Rochade» bei den Murianern. Goalie Shane Clerici stösst vom FC Villmergen zu den Klosterdörflern. Mit einem gehaltenen Penalty im Spiel gegen Frick mauserte er sich zu einem von Villmergens Aufstiegshelden.
Im Gegenzug geht Keeper Bryan Huber von Muri zu den Villmergern, die neu Ligarivale der Klosterdörfler sind. «Mit Alejandro Scheifele, Davide Silano und haben wir wieder einen gesunden Dreikampf auf der Goalieposition, der den Ehrgeiz bei den Spielern sicher anstacheln wird.» Ein etwas überraschender Abgang ist Lulzim Aliu. Der Merenschwander verletzte sich in der vorletzten Saison schwer und fiel lange aus. In der vergangenen Saison blieb er trotzdem bei den Murianern, stieg dort wieder ins Training ein, hielt sich fit und sollte in der kommenden Saison sein Comeback geben. Stattdessen ging der 28-Jährige, ohne das Gespräch mit Muri zu suchen, zum FC Ibach in die 2. Liga interregional.
Momo Seferi wird dem FC Muri länger fehlen. Eine schwere Kreuzbandverletzung setzt ihn ausser Gefecht. «Wenn überhaupt, wird er erst gegen Ende der Saison wieder spielen können. Qualitativ ist das ein grosser Verlust. In der Breite sind wir aber gut aufgestellt», so Passerini. Neben Trainer Alain Schultz und Sportchef Alessio Passerini bleibt auch der Rest des Staffs weitgehend unverändert. Nico Stadelmann und Peter «Peach» Lang sind weiterhin die Assistenztrainer von Schultz. Antonio Pellegrino bleibt Goalietrainer. Einzig auf der Physio-Position gibt es eine Änderung, wo neu Manuela Strebel Teil des Staffs ist. «So haben wir im Staff Kontinuität und Fachkompetenz», sagt Passerini. Die Chancen sind also da für den FC Muri, an die gute letzte Saison anzuknüpfen – oder sich gar zu steigern. --jl