Die Leutert-Zwillinge Nils und Nino feiern in Rumänien einen starken Erfolg und holen beide eine Medaille
Die Schweiz war an einem Turnier in Bukarest mit einer Delegation vertreten. Die Leutert-Brüder Nils und Nino von der RS Freiamt schafften dabei beide den ...
Die Leutert-Zwillinge Nils und Nino feiern in Rumänien einen starken Erfolg und holen beide eine Medaille
Die Schweiz war an einem Turnier in Bukarest mit einer Delegation vertreten. Die Leutert-Brüder Nils und Nino von der RS Freiamt schafften dabei beide den Gewinn einer Medaille. «Das hat einen grossen Stellenwert», sagen sie.
Stefan Sprenger
Den Namen des Turniers kann sich wohl niemand merken. «Ion Cornianu & Ladislau Simon Tournament» hiess der Wettkampf in Rumänien. Er wird den beiden Freiämtern Nino und Nils Leutert aber noch lange positiv in Erinnerung bleiben. Nino Leutert trat im Freistil 65 kg an. Dort hatte es neun Teilnehmer, «darunter namhafte Gegner», wie er sagt. So wie sein erster Gegner aus Rumänien. Das Duell endet mit 6:6. Dank der höheren Wertung entscheidet Nino Leutert den Kampf für sich und trifft dann im Viertelfinal auf seinen Schweizer Landsmann Sandro Hungerbühler (von der Ringerstaffel Kriessern).
Starkes Teilnehmerfeld bei Nino Leutert
Der Freiämter gewinnt deutlich mit 6:1. Im Halbfinal gegen einen Weissrussen zieht Nino Leutert den Kürzeren und verliert 6:10. Im kleinen Final (Bronzekampf) gegen einen Georgier siegt er mit 8:4 und holt sich den 3. Rang – und damit Bronze. Zur Pause lag er noch mit 1:4 zurück, drehte den Kampf dann aber eindrücklich. Ausschlaggebend waren seine Kondition und seine cleveren Konterangriffe. «Diese Medaille hat einen grossen Stellenwert für mich», sagt Nino Leutert. Dies auch wegen des starken Teilnehmerfelds. Sein erster Gegner beispielsweise schaffte es an der Europameisterschaft schon unter die besten fünf. Der Gegner im Halbfinal ist amtierender U23-Europameister und der Zweitplatzierte in der Kategorie bis 65 kg war 2024 an den Olympischen Spielen dabei. «Zu sehen, dass ich gegen solche Topleute mithalten und sogar gewinnen kann, gibt mir viel Motivation und Selbstvertrauen. Und es zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin.»
Vom 0:3 zum Turniersieg
Sein Zwillingsbruder Nils Leutert trat eine Gewichtsklasse tiefer – im Freistil bis 61 kg – an. Dort hatte es drei Teilnehmer. Aber dennoch ist der Turniersieg am Ende ebenfalls ein Zeichen, dass auch er topfit und bereit ist für grössere Ziele. Nils Leutert siegt im ersten Kampf souverän mit 11:3 (nach zwei Durchdrehern) gegen einen Georgier und bezwingt im Final einen Weissrussen knapp mit 4:3. Er zeigt einen starken Kampf und grossen Willen – und dreht ein 0:3-Rückstand. Mit zwei Siegen holt er sich den Turniersieg und die Goldmedaille. «Es lief mir sehr gut und ich habe mich super gefühlt. Dieser Turniersieg macht mich glücklich und war ein wichtiger Schritt Richtung WM-Qualifikation.»
Die Schweiz war total mit sieben Ringern, zwei Ringerinnen, zwei Betreuern und einem Kampfrichter an diesem Turnier vertreten.
Ungarn, Japan, Kasachstan
Die Leutert-Zwillinge reisten kurz nach Hause ins Freiamt, gehen aber schon bald wieder ins Trainingslager nach Budapest. Ende August findet in Warschau ein weiteres Turnier statt. Danach reisen sie für drei Wochen nach Japan, um sich optimal auf die Weltmeisterschaft im Oktober in Kasachstan vorzubereiten. Mit diesem starken Ergebnis im Gepäck werden sie ihre Ziele weiterhin mit grossem Selbstvertrauen bestreiten.