In seiner ganzen Vielfalt
17.04.2026 Region Oberfreiamt, Merenschwand, Kommende EventsEndlich wieder Dorffest
Fast 50 Jahre ist es her, dass in Merenschwand das letzte Dorffest stieg. «Es ist höchste Zeit», sagt Claudia Dober, OK-Präsidentin. Ein 13-köpfiges OK ist seit Wochen und Monaten daran, nun dieses Dorffest auf die Beine zu ...
Endlich wieder Dorffest
Fast 50 Jahre ist es her, dass in Merenschwand das letzte Dorffest stieg. «Es ist höchste Zeit», sagt Claudia Dober, OK-Präsidentin. Ein 13-köpfiges OK ist seit Wochen und Monaten daran, nun dieses Dorffest auf die Beine zu stellen. «Merischwand usepuzt» heisst es am 18. und 19. September. --ake
«Merischwand usepuzt»: Grosses Dorffest am 18. und 19. September
Fast 50 Jahre ist es her, seit in Merenschwand ein Dorffest stieg. «Legendär» sei es gewesen, sagt OK-Präsidentin Claudia Dober. Gleiches soll man später auch über das bevorstehende Dorffest sagen. Das Programm steht – von Techno bis Ländler. Und auch kulinarisch wird es viel zu entdecken geben.
Annemarie Keusch
Damals war der Neubau der Turnhalle, der heutigen Mehrzweckhalle Anlass zum grossen Dorffest. Ende der 1970er-Jahre hiess es «Büba», abgeleitet von Bühnen-Bazar. «Die Vereine wollten damals, dass in der Halle eine Bühne eingebaut wird. Also leisteten sie Fronarbeit und sammelten Geld», weiss Claudia Dober, OK-Präsidentin. Mit dem Bauabschluss wurde gefestet. Nun ist das anstehende Dorffest nicht die Folge eines Grossprojektes. «Es ist die Summe, der Dorfkern von Merenschwand ist herausgeputzt», sagt Claudia Dober. Sanierungen von Strassen, die Bachumlegung, die Baustelle beim Schulhaus, beim Kindergarten, die Landi Freiamt-Baustelle im Zentrum – alles ist abgeschlossen. «Der Gemeinderat fand, dass es höchste Zeit sei für ein Dorffest.»
Diesem Gemeinderat gehörte Claudia Dober bis Ende letzten Jahres an. Als Kulturverantwortliche brachte sie damals das Thema in die Kulturkommission. Später wurde ein OK gegründet, mittlerweile engagieren sich 13 Leute dafür, dass im Herbst ein tolles Fest steigt.
Grosse musikalische Palette
«Merischwand usepuzt» – von dieser Motto-Idee waren schnell alle OK-Mitglieder überzeugt. «Länger dauerte es bei der Festlegung der Schreibweise», sagt Simone Meier, Kommunikation. «Useputzt», «osepotzt», «usepuzt» – das OK entschied sich für Letzteres, samt Besen und dem obligaten Schwan im Logo. «Ein dankbares Motto, auch für die Dekoration und die Dorfolympiade», sind sich Dober und Meier einig.
Starten wird das Fest am Freitag, 18. September. «Nachmittags nach dem Jugendfest, das die Schule in Eigenregie organisiert.» Am Freitagabend warten verschiedene musikalische Leckerbissen. «Wir wollten hier ein möglichst breites Programm bieten, damit für alle etwas dabei ist», sagt Simone Meier. Techno mit DJ Simon Miles und DJ Ravez für die Jüngeren. Blasmusik von den «Postlonzibuebe» und das Schwyzerörgeli-Trio Betschart für die Liebhaber dieser Musikrichtungen. Im grossen «Meryzält» tritt zudem die Party-Band «No name» auf.
Unterstützt durch Einwohnerund Ortsbürgergemeinde
Der Samstag wird dann im Zeichen von Begegnung, Bewegung und Musik stehen. Mit der Dorfolympiade zum Beispiel, wo sich Klein und Gross in ganz unterschiedlichen Disziplinen messen kann. «Brässkalation», «Freiämter Dachse», «Quartett Waschächt» oder die Freudenberger Blaskapelle – musikalisch ist auch der Samstag bunt. Und mit Nicole Bernegger und Band wartet am Abend im grossen «Meryzält» ein spezielles Highlight. Kommt hinzu, dass sämtliches Programm kostenlos zugänglich ist. «Dank Unterstützung der Einwohner- und der Ortsbürgergemeinde», sagt Claudia Dober. 80 000 Franken respektive 40 000 Franken wurden für das Dorffest gesprochen.
Vielfalt wird es dabei nicht nur musikalisch, sondern auch kulinarisch geben. Pizza, Wild, Paella, Crêpes, Grill, Suppe, Magenbrot. Getränke gibt es im Wii- und Raclettestübli, an zwei Bars, im Meryzält und im Chalet Bänzi und am Bierwagen. Involviert sind dabei verschiedene Dorfvereine. Mery-Güüger, Jagdverein, FC, Turnverein, Unihockey Rambazamba, Volleyball-Club, Musikverein, Elternverein. Die Benzenschwiler Vereine taten sich zusammen, um im Chalet Bänzi Kaffee und Kuchen anzubieten. «Die Vereinsmitglieder brauchen wir natürlich auch als Helferinnen und Helfer», sagt Claudia Dober. Im Helferpool sind noch an beiden Tagen Schichten frei, auch für den Aufund Abbau. Dabei läuft alles über das OK und nicht über die einzelnen Vereine. «Die Helferinnen und Helfer werden dafür entlöhnt. So können die Vereine etwas verdienen, ohne Risiko zu tragen. Aus unserer Sicht ist das am fairsten», sagt Simone Meier.
Den Mutigen gehört die Bühne
Die Bühne im Zelt soll aber nicht nur Musikformationen und Nicole Bernegger und ihrer Band offenstehen. «Sondern dem ganzen Dorf», sagt Claudia Dober. Unter dem Titel «Merischwand got Talent» haben alle die Möglichkeit, ihr Können maximal eine Viertelstunde unter Beweis zu stellen. «Ob singen, Aerobic, tanzen, zaubern oder was auch immer. Da hoffen wir auf ganz viele Mutige», ergänzt Simone Meier.
Das Programm steht also. Der Situationsplan ebenso. «Jetzt geht es in allen Ressorts an die Details», verrät Claudia Dober. Die Vorfreude ist bereits spürbar. Das Miteinander ebenfalls. «Alle legen viel Engagement an den Tag und versprühen viel Herzblut. So macht es grossen Spass.» Jetzt braucht es nur noch genug Helferinnen und Helfer, damit das Fest dann auch so stattfinden kann, wie es sich die Organisatoren wünschen.
Mehr Infos: www.usepuzt.ch.


