Der FC Villmergen schafft erstmals nach 1988 den Sprung in die 2. Liga – und spart sich die ganz grosse Party auf
Der achte Sieg in Serie mündet im Aufstieg. Der FC Villmergen feiert die Rückkehr in die 2. Liga. Erstmals in diesem Jahrtausend.
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Der FC Villmergen schafft erstmals nach 1988 den Sprung in die 2. Liga – und spart sich die ganz grosse Party auf
Der achte Sieg in Serie mündet im Aufstieg. Der FC Villmergen feiert die Rückkehr in die 2. Liga. Erstmals in diesem Jahrtausend.
Alexander Wagner
Da platzt es raus. Ganz viel Freude. Erstmals seit dem Abstieg 1988 ist der FC Villmergen wieder in der 2. Liga. Das Team feiert am Dienstagabend im Clubhaus Villmergen bis tief in die Nacht. Am Wochenende – am Jugendfest in Villmergen – geht die Party weiter. Wie passend.
Der FC Villmergen war in der Vorrunde mässig, in der Rückrunde unwiderstehlich. Zuletzt gab es sieben Siege in Serie, der achte – das 2:1 gegen Frick – bringt Villmergen zurück auf die höchste regionale Fussballbühne.
«Brutal viele Fortschritte»
«In der Rückrunde lief der Ball auch einmal für uns. Und wir haben brutal viele Fortschritte gemacht», sagt Trainer Simone Antonelli, der das Team gemeinsam mit Sandro Meyer führt. In ihrer dritten Saison als Trainerduo klappt es mit dem Aufstieg. Nächste Saison geht es gegen gegen Muri, Wohlen U23 und Mutschellen.
Wichtige Bausteine waren sicherlich, dass der bärenstarke Keeper Shane Clerici nach Villmergen wechselte. Und Goalgetter Rilind Krasniqi aus Wohlen zurückkam. «Diese Inputs hat es gebraucht. Clerici war unser grosser Rückhalt und Krasniqi hat uns Stabilität verliehen», analysiert Pascal Rummel. «Für den Verein ist es super, dass wir mit unserer tollen Infrastruktur in der 2. Liga sind», meinte er noch nüchtern, bevor er in einer Jubeltraube verschwand.
«Wir bezahlen keinen Franken»
«Wir wollten es einfach um jeden Preis. Es war unser ganz grosser Traum», sagt Krasniqi. Eine Besonderheit: Praktisch alle Spieler kommen aus Villmergen und wurden im Verein ausgebildet. Oder sie wohnen in einem Radius von rund fünf Kilometern.
Goalie Clerici ist eine der ganz wenigen Ausnahmen, die von etwas weiter her sind. «Und wir bezahlen keinen Franken», betonen alle Verantwortlichen, nicht ohne Stolz. Das tat der grossen Freude und der riesigen Genugtuung keinen Abbruch.
Am Dienstag wurde gefeiert. Erst in Frick. Dann im Clubhaus in Villmergen. Gestern Donnerstag traf man sich erneut dort, um gemeinsam zu essen und das Spiel der Schweizer Nati an der WM anzuschauen. Von Freitag bis Sonntag – fast als wäre es schon länger genau so geplant gewesen – findet das Jugendfest in Villmergen statt (das es nur alle 8 Jahre gibt). «Am Jugendfest gehen wir steil», sagen eigentlich alle Villmerger Akteure.
DAS AUFSTIEGSSPIEL
Aufstiegsspiel 3. / 2. Liga Frick – Villmergen 1:2 n. V. (0:1, 1:1)
Ebnet Frick. – 600 Zuschauer. Tore: Krasniqi 0:1. 73. Ferreras 1:1. 96. Néstor Dalponte 1:2. Frick: Herzog; Suter, Sala, Berisha, Venzin; Sidler, Kessler, Leuthard, Weiss, Hernandez, Riner.
Villmergen: Clerici; Roth, Haussener, Rummel; Sidler, Brunner; Comas, Hediger, Nestor Hernandez; Krasniqi, Gashi.
Bemerkungen: 58. Clerici hält Penalty. – Verwarnungen: 14. Venzin, 27. Suter. 31. Gashi. 58. Comas, 66. Weiss. 78. Rummel, 86. Hugenschmidt, 89. Fischbach. 93. Köpfli. 103. Brunner. 113. Meier. – Platzverweis: 95. Gelb-Rot für Suter (Frick). –
Kein Finalspiel am Samstag: Der Rückzug des FC La Sarraz-Eclépens (aus der 2. Liga interregional) ermöglichte dem FC Klingnau den Verbleib in jener Liga, was bedeutete, dass das für Samstag geplante Finalspiel in Suhr entfiel und Villmergen vorzeitig den Aufstieg feiern konnte.