Kleine Flitzer – ganz gross
05.05.2026 Region Unterfreiamt, AutoDas 13. Internationale Microcar-Treffen in Meisterschwanden war ein voller Erfolg 50 Jahre nach der Premiere kehrte das Treffen an den Hallwilersee zurück. Während drei Tagen tauschten sich die Liebhaber der kleinen Autos aus und zogen auf ihren Ausfahrten ganz viele Blicke auf sich. ...
Das 13. Internationale Microcar-Treffen in Meisterschwanden war ein voller Erfolg 50 Jahre nach der Premiere kehrte das Treffen an den Hallwilersee zurück. Während drei Tagen tauschten sich die Liebhaber der kleinen Autos aus und zogen auf ihren Ausfahrten ganz viele Blicke auf sich. «Der Anlass war ein voller Erfolg», freut sich Bernhard Taeschler.
Chregi Hansen
Er steht am Freitag bei der Einfahrt zum grossen Parkplatz und begrüsst die eintreffenden Teilnehmer persönlich. Und er ist am Sonntagabend der Letzte, der nach Hause geht. «OK und Helfer haben nach dem Anlass noch gemeinsam etwas gegessen. Und kaum hatten wir ausgetrunken, begann es zu regnen. Mehr Wetterglück kann man nicht haben», sagt Bernhard Taeschler strahlend.
Besitzer präsentieren ihre Lieblinge gerne
Der Sarmenstorfer ist sozusagen der «Mister Microcar» im Freiamt. Er war Initiant des ersten Treffens vor 50 Jahren, und natürlich ist er auch an der Jubiläumsausgabe massgeblich beteiligt. «Der Erfolg des Treffens ist nicht mein Verdienst, ich kann mich auf ein ganz tolles Team verlassen», macht er aber deutlich. Viele im OK und bei den Helfern sind ebenfalls seit den Anfängen dabei. Und zum Teil gilt das auch für die Teilnehmer, die aus halb Europa nach Meisterschwanden kommen. Die meisten sind regelmässig dabei, man kennt sich und freut sich über das Wiedersehen. Und natürlich tauscht man sich gerne aus, fachsimpelt und zeigt sich die neusten Anschaffungen. «Besitzer von solchen Autos haben Freude an ihren Fahrzeugen und zeigen sie auch gerne den Besuchern», kann Taeschler feststellen.
Erstmals dabei ist hingehen René Waldburger aus Schafisheim mit seinem Heinkel Troyan. Er hat den Mikro-Flitzer mir Jahrgang 1959 vor einem Jahr gekauft. «Ich in bin vermutlich ein kleiner Spinner. Vorher habe ich immer an Motorrädern herumgeschraubt, nun habe ich ein neues Hobby», lacht er. Er hat den Kabinenroller in Eigenregie wieder fitgemacht für die Strasse. Aufsehen erregt er auch mit einem Anhänger, auf welchem der Heinkel perfekt Platz findet. «Viele glauben, der sei extra dafür gemacht worden. Aber es ist ein Motorradanhänger, den ich nur minim anpassen musste», verrät er. Dafür fehlt ihm noch ein Türgriff mit Schlüssel zur Perfektion, aber vielleicht findet er ja am Treffen das fehlende Teil.
Verlegung des Ortes war guter Entscheid
Die Kleinstwagen fallen auf. Sie ziehen sowohl auf der Schulanlage Eggen sowie auf den Ausfahrten rund um den Hallwilersee und zum GP Mutschellen alle Blicke auf sich. «Das ist eben der Jö-Effekt», weiss Taeschler. Vor allem der Weg zum GP war ein Erlebnis – da am Sonntagmorgen kaum Verkehr herrscht, konnten die rund 100 Teilnehmer in einem Konvoi über den Mutschellen fahren, sehr zur Freude des Publikums. «Der eine oder andere hat den Weg aber nicht geschafft und musste aufgesammelt werden», berichtet Taeschler. Irgendetwas geht eben immer mal kaputt, aber die meisten Besitzer wissen sich dann selbst zu helfen. Oder erhalten Unterstützung durch andere Teilnehmer. «Alles in allem war es einfach ein wunderbares Treffen, bei dem alles geklappt hat. OK und Team durften viel Lob entgegennehmen», so der Sarmenstorfer. Und auch der Entscheid, das Treffen von Wohlen nach Meisterschwanden zu verlegen, hat sich bewährt. «In Wohlen ist es zu kompliziert geworden. Hier in Meisterschwanden hatten wir grosse Unterstützung durch die Gemeinde.»
Gibt es eine Wiederholung?
Und wie sieht es in Zukunft aus? War das 50-Jahr-Jubiläum der krönende Abschluss oder folgt in vier Jahren eine weitere Ausgabe? «Das zu entscheiden, dafür ist es viel zu früh», so der Vertreter des OKs. Schliesslich werden die Verantwortlichen genau wie die Fahrzeuge nicht jünger. Wer allerdings die Faszination bei Teilnehmern und Besuchern gesehen hat, der kann sich kaum vorstellen, dass es nicht irgendwann eine Wiederholung gibt.








