«Musig im Pflegidach» mit José Luiz Martins am Sonntag, 10. Mai Am 10. Mai steht eine Band auf der Bühne, die Komposition, Klangfarbe und Improvisation auf bemerkenswert selbstverständliche Weise verbindet. Im Zentrum steht José Luiz Martins – Pianist, ...
«Musig im Pflegidach» mit José Luiz Martins am Sonntag, 10. Mai Am 10. Mai steht eine Band auf der Bühne, die Komposition, Klangfarbe und Improvisation auf bemerkenswert selbstverständliche Weise verbindet. Im Zentrum steht José Luiz Martins – Pianist, Keyboarder, Komponist und Arrangeur –, dessen musikalischer Weg bereits viel über seine Musik erzählt.
JL Martins stammt aus Brasilien, wo er früh mit Chôro, klassischer Musik und der reichen brasilianischen Songtradition in Berührung kam. Nach seinem Umzug nach New York und Studien an der «Manhattan School of Music» entwickelte er eine sehr persönliche Handschrift: strukturell klar, klanglich offen und rhythmisch wach. Seine Kompositionen schlagen Brücken zwischen modernem Jazz, zeitgenössischer Klassik und subtilen Einflüssen seiner Herkunft – durchdacht, aber immer atmend.
Eine zentrale Rolle spielt Alex Hamburger an Flöte und Stimme. Hamburger stammt aus der New Yorker Szene und hat sich als Komponistin und Improvisatorin mit eigener Handschrift etabliert. Ihre Musik ist erzählerisch, mutig und klanglich weit gedacht. Sie arbeitet regelmässig an der Schnittstelle von Jazz, zeitgenössischer Musik und interdisziplinären Projekten – ihr Spiel verbindet technische Präzision mit grosser emotionaler Direktheit. Kurz: Alex ist mega – eine Stimme, die sofort hängen bleibt.
Am Bass sorgt Alex Browne für Erdung und Beweglichkeit. Browne ist ein gefragter Sideman in der New Yorker Szene, bekannt für sein warmes, tragfähiges Bassspiel und sein feines Gespür für Form. Er versteht es, komplexe Musik transparent zu halten – präsent, aber nie dominant, immer im Dienst des kollektiven Sounds.
Musik formen, nicht kommentieren
Für Energie, Struktur und subtile Spannung sorgt Dana Hawkins am Schlagzeug. Hawkins gehört seit Jahren zu den markanten Stimmen des modernen Jazz. Er arbeitete mit Musiker und Musikerinnen wie Christian McBride, Wayne Shorter, Maria Schneider oder Gretchen Parlato und ist bekannt für sein dynamisches, formbewusstes Spiel. Dana sowieso – ein Schlagzeuger, der Musik formt, nicht kommentiert. Er war schon bei Musig im Ochen, damals mit Robert Glasper. Dieses Mal nimmt er noch ein «stephan’s basement» auf.
Gemeinsam entsteht Musik, die komponierte Klarheit mit improvisatorischer Freiheit verbindet. Linien lösen sich auf, Rhythmen verschieben sich, Klangfarben mischen sich – immer getragen von einem starken kollektiven Bewusstsein und grosser Aufmerksamkeit füreinander. Ein Abend für alle, die Jazz als offene, gegenwärtige Kunstform erleben wollen: konzentriert, farbig und voller Persönlichkeit. Genau richtig fürs Pflegidach.
--zg
Weitere Informationen und Tickets: www.murikultur.ch/musig-im-pflegidach