Lachs, Krabben und Elch
14.08.2026 MuriDas «Uszyt-Fäscht» der Neuenburger Fasnächtler steht unter dem Motto Schweden
Die sechste Auflage, das fünfte Land: Schweden. Das «Uszyt-Fäscht» vom 21. und 22. August geht in Richtung Norden – auch in kulinarischer Hinsicht. ...
Das «Uszyt-Fäscht» der Neuenburger Fasnächtler steht unter dem Motto Schweden
Die sechste Auflage, das fünfte Land: Schweden. Das «Uszyt-Fäscht» vom 21. und 22. August geht in Richtung Norden – auch in kulinarischer Hinsicht. Petra Bächler kocht Köttbullar, aber auch Laxfralla oder Älgkalops.
Annemarie Keusch
Mit Rindfleisch ist es gelungen. «Ich hoffe, mit Elchfleisch ändert sich das nicht», sagt Petra Bächler. Vor wenigen Wochen hat sie die Menüs für das bevorstehende «Uszyt-Fäscht» alle gekocht. Dort steht auch Elchgulasch auf der Speisekarte – Älgkalops. Der mittlerweile schon fast zur Tradition gewordene Anlass nimmt jedes Jahr ein anderes Land als Motto. Kulinarisch reisen die Besucherinnen und Besucher jeweils mit – natürlich samt passender Dekoration. Schweden ist die nächste Destination. «Ich habe Marokko vorgeschlagen, aber die Mehrheit präferierte Schweden», erzählt Petra Bächler. Zum zweiten Mal ist sie Teil des OKs und für das Kulinarische zuständig. Ihr Bruder Lukas ist OK-Präsident. Während die gelernte Köchin und Bäckerin-Konditorin vorher jeweils bei den Desserts tatkräftig mithalf, tut sie dies nun bei allem Essen. «Als ausgebildete Fachfrau fällt mir das sicher leichter.» Entsprechend hat sie spontan zugesagt, als ihr Bruder sie letztes Jahr anfragte.
Und nun nimmt sie die «Uszyt»-Gäste also mit in die schwedische Küche. Obwohl sie selber noch gar nie in Schweden war. «Leider.» Sie habe sich schlau gemacht und sich über typisch schwedische Gerichte informiert. Köttbullar ist dabei der Klassiker. «Viele kennen die Fleischbällchen aus der Ikea», meint Petra Bächler und lacht. Hinzu kommen Lachsbrötchen mit Lachs vom Grill (Laxfralla), Krabbensalat mit Knäckebrot oder als vegetarische Variante schwedischer Randen-Apfel-Salat (Skagenröra), Röstkartoffeln (Stekt potatis), Zimtschnecken (Kanelbullar) und eben das Elchgulasch. Ursprünglich waren statt der Röstkartoffeln schwedische Kartoffeln angedacht. Gefächert und im Backofen mit Butter und Paniermehl gebacken sollten sie innen fluffig und aussen knusprig sein. «Das gelang nicht, darum sahen wir davon ab.»
Sechs Kilogramm Elchschulter
In anderen Jahren traf sich das Organisationskomitee in einem ländertypischen Restaurant, um Gerichte zu kosten. «In der Schweiz gäbe es zwei schwedische Restaurants», sagt Petra Bächler. Viel lieber aber wollte sie sich gleich selber an den schwedischen Spezialitäten probieren. «Und das kam an, zum Glück», sagt sie und lacht.
Natürlich bildet das Kulinarische das Herzstück am «Uszyt-Fäscht». Bleibt die Schwierigkeit, Elchfleisch zu besorgen. Petra Bächler arbeitet im Reusspark und kann berufliche Kontakte nutzen. «Rund sechs Kilogramm Elchschulter am Stück.» Das Schneiden übernimmt sie gleich selbst. So wie überhaupt ganz viele Vorarbeiten. «Die Köttbullar kaufen wir indes fertig ein, sonst wäre der Aufwand dann doch etwas zu gross.» Fünf Leute werden sie pro Abend in der Küche unterstützen. Zu den Abläufen hat sie sich bereits intensiv Gedanken gemacht und ist von Grund auf positiv gestimmt. «Das kommt schon gut.» Einzig was die Mengen anbelangt, schwingt eine gewisse Unsicherheit mit. «Letztes Jahr mussten wir ausserplanmässig nach Zürich fahren, damit wir am Samstag auch noch Momos anbieten konnten», blickt Petra Bächler zurück. Übrigens werden die Portionen wieder bewusst klein gehalten, damit mehrere Spezialitäten ausprobiert werden können.
Pro Abend bis zu 200 Gäste
Nicht nur das Essen wird Schweden-typisch sein. Bei der Dekoration setzen die Organisatoren auf ganz viel Blau-Gelb, etwa auch in der Form von Fahnen. Zudem soll es einen Maibaum geben, wie er für den schwedischen Mittsommer üblich ist. Die Infrastruktur indes bleibt gleich: Zelt samt Anbau und Bar. Die Lokalität ebenfalls: Gröfli-Areal in Muri-Dorf.
Jeweils ab 17 Uhr sind die Besucherinnen und Besucher willkommen, bis 23 Uhr ist die Küche geöffnet. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 200 Leuten pro Abend. «Im Rahmen der Vorjahre», sagt Petra Bächler. Der Anlass ist eben längst etabliert, und dass jedes Jahr ein anderes Land mit seinen Eigenheiten im Fokus steht, macht es nicht nur für die Besucherinnen und Besucher spannend, sondern auch für das OK.

