Lebendiger und lernorientierter Ort
21.07.2026 Wohlen, SchuleRechenschaftsbericht der Schule Wohlen
Das Jahr 2025 war für die Schule Wohlen ein Jahr voller Entwicklungen, Begegnungen und richtungsweisender Entscheidungen. Viele der Prozesse liefen parallel.
Monica Rast
Im ...
Rechenschaftsbericht der Schule Wohlen
Das Jahr 2025 war für die Schule Wohlen ein Jahr voller Entwicklungen, Begegnungen und richtungsweisender Entscheidungen. Viele der Prozesse liefen parallel.
Monica Rast
Im Frühsommer stand die Schule im Zeichen des Wohler Jugendfestes im Schüwo-Park. Unter dem Motto «Wohlyday» wurde ein vielfältiges Programm an Spielen und Aktivitäten, für dessen Organisation hauptsächlich die Schule verantwortlich war, angeboten. Sportliche Wettkämpfe, Bühnenshows, der Gesangswettbewerb «Voice of Wohlen» und die kreativen Essensstände der Vereine waren nur einige Highlights. Es war eine friedliche Stimmung, man begegnete sich respektvoll und genoss den festlichen Rahmen des Jugendfestes. Die vielfältige Begegnung zwischen Gross und Klein wurde allerseits geschätzt und brachte die Wohler Gemeinschaft zusammen.
Weiterentwicklung der Führungsstrukturen
Die Schulleitungskonferenz befasste sich 2025 intensiv mit der Weiterentwicklung der Führungsstrukturen. Das Präsidium wurde mit Nils Hildebrandt, der Paul Bitschnau in dieser Funktion ablöste, neu besetzt. Der kontinuierliche Wissenstransfer wurde mit dieser Rochade sichergestellt. Gleichzeitig liefen die Vorbereitungen für die vollständige Umstellung der künftigen Schulführung nach Zyklen, die ab dem neuen Schuljahr 2026/2027 wirksam sind.
Nach Ablehnung der beiden Planungskredite für die Zyklus-Schulhäuser in den Schulzentren Bünzmatt und Junkholz im November 2024 befasste sich die Schulführung auch 2025 mit dem Thema Schulraum. Mit der neu gegründeten Schulraumplanungskommission wurde eine neue Grundlage für die nun anstehenden politischen Entscheidungsprozesse geschaffen. Ein erfreulicher Moment war der Spatenstich für den neuen Doppelkindergarten Farn. Der Kindergarten Bärholz wird nach den Sommerferien in den entstandenen Neubau integriert und ergänzt diesen mit einer zusätzlichen Abteilung.
Informatik und Digitalisierung
Bedeutende Fortschritte passierten im Bereich Informatik und Digitalisierung. Die geplante Ersatzbeschaffung der Lehrpersonen-Notebooks verlief reibungslos.
Die neu angeschafften Geräte für die 3. Primarschule und die 1. Oberstufe wurden erstmals im Leasingmodell betrieben, welches ebenfalls erfolgreich eingeführt wurde. Hinzu kamen zahlreiche weitere IT-Projekte wie Upgrades, WLAN-Infrastruktur, IT-Supports und die Erweiterung der Unterrichtsperipherie.
Im Schulzentrum Bünzmatt stand neu eine offene gemeinschaftliche Werkstatt (Makerspace) zur Verfügung, die verschiedene Klassen zum kreativen und projektorientierten Arbeiten motiviert und damit neue Möglichkeiten im Bereich Technik, Medien und Informatik eröffnet.
Ein kantonaler Entscheid, der auch in Wohlen spürbar wurde, betraf das neue Handy- und Smartwatchverbot an den Volksschulen. Diese Regelung entsprach weitgehend den bereits bestehenden Vorgaben an der hiesigen Oberstufe, welche schon 2024 ein Handyverbot mit guter Erfahrung eingeführt hatte. Das Verbot wurde nun explizit auf die Primarschule ausgeweitet.
Informatives aus Kindergarten, HPS und Primar- und Oberstufe
Für die Kindergartenkinder war der Fasnachtsumzug der erste Höhepunkt im Jahr, gefolgt vom Jugendfest und dem Adventsmarkt, dessen Erlös der Stiftung Sternschnuppe zugute kam.
Das Berichtsjahr der drei Primarschulen Bünzmatt/Anglikon, Junkholz und Halde war geprägt von vielfältigen Aktivitäten, welche Gemeinschaft, Naturerfahrung, Kreativität und Mitgestaltung in den Mittelpunkt stellte.
Besonders der Heimattag, die Lesenacht, der Haldirat oder die Waldwoche bleiben den Schülerinnen und Schüler in den jeweiligen Schulhäusern Bünzmatt, Junkholz und Halde in besonderer Erinnerung.
Intensive Lernprozesse, vielfältige Projekte, spürbare Weiterentwicklung prägten das Schuljahr an den drei Standorten Bünzmatt, Junkholz und Halde. Im Bünzmatt bildete die Projektwoche einen besonderen Höhepunkt. Die Jugendlichen setzten sich in verschiedenen Workshops mit Themen wie kultureller Vielfalt, Upcycling, Naturphänomenen und Selbstverteidigung auseinander.
Die Oberstufe im Junkholz startete mit einer Sternwanderung, dem Klassentag und dem Gestalten einer Klassenfahne ins neue Schuljahr und legte eine starke gemeinschaftliche Basis für die kommenden Wochen. Zudem wurde die Oberstufe Junkholz in das Projekt «Lerninsel» eingebunden, das wöchentlich flexible, fächerübergreifende Lerneinheiten ermöglicht. Ein bedeutender Höhepunkt war das stufenübergreifende Geschichtsprojekt der 9. Klasse, das mit einem zweitägigen Besuch in der KZ-Gedenkstätte Dachau endete.
Das Schulleben an der Bez aktiv mitgestalten
Die Bezirksschule wiederum stellte Partizipation und Alltagskompetenzen in den Fokus. Die Lernlandschaftsräte und der neu aufgebaute Schülerrat gaben den Jugendlichen Raum, das Schulleben aktiv mitzugestalten.
Auch im Umfeld der Schule zeigte sich ein grosses Bedürfnis nach Austausch: Elternabende zu Budgetthemen sowie zu Mediennutzung und Gaming wurden stark besucht. Insgesamt ergab sich ein lebendiges Bild der drei Wohler Oberstufenstandorte, die sich durch engagierte Projekte, starke Gemeinschaftsanlässe, aktive Mitwirkung der Jugendlichen und eine konsequente Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit auszeichnen.
Sich mit anderen Schülern messen
An der HPS schwammen die Oberstufenschüler jeden zweiten Montag im Hallenbad Bremgarten und konnten am kantonale Schwimmtag der heilpädagogischen Schulen ihr Können mit anderen Schülern des Kantons messen. Dank gegenseitiger Unterstützung lief der Betrieb trotz einigen Ausfällen im gewohnten Rahmen weiter. Die Umfrageresultate motivierten das ganze Team, auch weiterhin gemeinsam einen Ort zu schaffen, an dem sich die Schüler wohlfühlen und entspannt da sein und lernen dürfen.
In der Regionalen Musikschule war die notwendige Pensenerhöhung ein zentraler Schritt. Zudem darf sie auf eines der erfolgreichsten Jahre zurückblicken und ist geprägt von hoher Stabilität, nachhaltigem Wachstum und einer positiven regionalen Wahrnehmung.
Schwerpunktthemen weitergeführt
Die Schwerpunktthemen «Gesundheit und Glück» und «Lernen» des Schulprogramms 2024 bis 2027 floss auch im Kalenderjahr 2025 auf vielfältige Weise in den Schulalltag ein. Ganzheitliche Bildung war an alle Stufen geprägt von buntem Alltagsgeschehen, einer Mischung aus traditionellen Anlässen sowie besonderen Ereignissen.
Interessante Zahlen zum Schluss
Vor fast 30 Jahren wurden in Wohlen 1920 Schüler unterrichtet. Inzwischen sind es 2496 Schüler in 128 Abteilungen. 53,5 Prozent stammen aus der Schweiz. 46,5 Prozent aus weiteren 59 Ländern. Hauptsächlich aus Italien (197), Nordmazedonien (177), Kosovo (147) und Deutschland (120). Doch auch Schüler aus China, Burundi, Peru, Schweden, oder Belgien gehen in Wohlen zur Schule.
Von den austretenden Schülern entschieden sich 2025 178 für eine Berufslehre, 101 gingen an eine weiterführende Schule, drei entschieden sich für einen Sprachaufenthalt und zwei absolvierten ein Praktikum.
Total 349 auswärtige Schüler aus 31 umliegenden Gemeinden besuchten zusätzlich in Wohlen die Schule. Hauptsächlich in der Bezirksschule (192), im regionalen Integrationskurs (26) und der Heilpädagogischen Schule (44).
Die Schulführung blickt auf eine gute Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat zurück. Die Schulleitungskonferenz schätzt die wertvolle Arbeit aller Mitarbeitenden der Schule Wohlen. Ihr tägliches Engagement, ihre Professionalität und ihre Bereitschaft, Herausforderungen gemeinsam anzugehen, trugen dazu bei, dass die Schule trotz vielfältiger Herausforderungen ein lebendiger, lernorientierter und tragfähiger Ort blieb.

