Lieblingsstück statt Fehlkauf
08.05.2026 MuriErfolgreicher Frauenkleidertausch im Gemeinschaftszentrum (GZ) in Muri
Das Gemeinschaftszentrum (GZ) an der Bahnhofstrasse verwandelte sich kürzlich in eine lebendige Tauschbörse. Unter dem Motto «Tauschen statt Kaufen» kamen zahlreiche Frauen ...
Erfolgreicher Frauenkleidertausch im Gemeinschaftszentrum (GZ) in Muri
Das Gemeinschaftszentrum (GZ) an der Bahnhofstrasse verwandelte sich kürzlich in eine lebendige Tauschbörse. Unter dem Motto «Tauschen statt Kaufen» kamen zahlreiche Frauen zusammen, um ihren Kleiderschränken neues Leben einzuhauchen.
Andrea Budmiger, Fabia Strebel und Viviane Burkart organisierten gemeinsam mit Lea Küng (Energie Forum) und Regula Marthaler (Gemeinschaftszentrum) den zweiten öffentlichen Frauenkleidertausch.
Schon kurz nach der Eröffnung herrschte gute Stimmung. Die Tische und Kleiderständer füllten sich schnell mit gut erhaltenen Schätzen: von frühlingshaften Kleidern, langen und kurzen Hosen über schicke Accessoires bis hin zu fast neuen Schuhen. Das Konzept war einfach: Jede Teilnehmerin durfte bis zu zehn Kleidungsstücke mitbringen und im Gegenzug mitnehmen, was ihr gefiel – ganz ohne Kosten und Anmeldung.
Nachhaltigkeit im Fokus
Hinter dem Anlass steht eine wichtige Botschaft. «Das beste Kleidungsstück ist jenes, das nicht mehr produziert werden muss», erklärten die Organisatorinnen. In einer Zeit von «Fast Fashion» setzte der Kleidertausch ein klares Zeichen für einen bewussteren Konsum. Viele Besucherinnen freuten sich besonders darüber, dass ihre aussortierten Stücke nun eine neue Trägerin glücklich machen, anstatt ungenutzt im Schrank zu hängen oder in einem Kleidersack entsorgt zu werden.
Qualität vor Quantität: Fast Fashion muss draussen bleiben
Die Spielregeln waren klar und wurden von den meisten Teilnehmerinnen super umgesetzt: Nur das Beste kommt auf den Bügel. Statt abgetragener Massenware standen gut erhaltene Lieblingsstücke im Fokus. «Wir wollen weg von diesem ‹Fast Fashion›-Trend, wo Kleidung nach zweimal Tragen im Müll landet», so die Organisatorinnen. Sie werden in Zukunft noch besser darauf achten, dass «nur gut erhaltene Kleidungsstücke den Weg zu uns an den Frauenkleidertausch finden werden».
Mehr als nur Kleider
Doch nicht nur der modische Austausch stand im Vordergrund. Das GZ Muri und die Organisatorinnen bewiesen ihre Rolle als wichtiger Begegnungsort in der Gemeinde.
Zwischen den Kleiderständern wurde gelacht, ausgetauscht und bei Kaffee und Kuchen Kontakte gepflegt und vielleicht auch neue geknüpft. Ob Freundinnen, Schwestern oder Mütter mit ihren Töchtern – die Atmosphäre war herzlich und inspirierend. Es war ein Nachmittag unter Frauen, der gezeigt hat: In Muri weiss man Nachhaltigkeit mit einer grossen Portion Spass zu verbinden.
Ein Geben und Nehmen
Bis zum Ende der Veranstaltung wechselten unzählige Stücke die Besitzerin. Viele Kleider, die keine neuen Trägerinnen fanden, wurden für einen guten Zweck gespendet oder an einen Secondhandshop weitergegeben, sodass jedes mitgebrachte Teil sinnvoll weiterverwendet wird. Der Frauenkleidertausch zeigt: Nachhaltigkeit und Mode lassen sich wunderbar verbinden – und machen gemeinsam am meisten Spass. Eine Fortsetzung im Herbst ist nach diesem Erfolg garantiert.
Die Organisatorinnen danken allen Frauen, die ihre Schätze mitgebracht haben. Es war toll, zu sehen, wie auf Qualität geachtet wird – echte Lieblingsstücke statt «Fast Fashion». «So macht Tauschen Freude und leistet einen Beitrag für die Umwelt.» --zg

