lanciert zum zweiten Mal eine Kulturkommission für ein erweitertes Angebot
Mit einem Dorfrundgang startet die neue Kulturkommission im Kelleramt. Dabei nimmt Arnold Huber, Autor des «Joner Buchs», die Besucher mit auf einen Rundgang zu markanten ...
lanciert zum zweiten Mal eine Kulturkommission für ein erweitertes Angebot
Mit einem Dorfrundgang startet die neue Kulturkommission im Kelleramt. Dabei nimmt Arnold Huber, Autor des «Joner Buchs», die Besucher mit auf einen Rundgang zu markanten Schauplätzen und erzählt Geschichten. Die siebenköpfige Kommission plant bereits weitere Angebote, um das Dorfleben zu bereichern.
Verena Anna Wigger
Er kennt sie alle und hat sich in den letzten Jahren fundiert mit dem Dorf, der Bevölkerung, politischen Entscheiden und charakteristischen Bauten auseinandergesetzt. Der ehemalige Gemeindeschreiber Arnold Huber. Genau von den Sehenswürdigkeiten und Menschen, über die er in seinem «Joner Buch» geschrieben hat, wird er nun erzählen. Sie bilden die Basis für einen einmaligen Event, den die neu gegründete Kulturkommission am 12. September organisiert. Dann sind alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie Heimweh-Jonerinnen zum Dorfrundgang eingeladen. Huber erzählt spannende Geschichten zum Dorfleben von einst und heute. «Es wird ein einmaliges Erlebnis», sagt Marguerite Weber Bless, welche diesen Anlass organisiert. Sie freut sich auf den Spaziergang, der aufzeigt, was Jonen ausmacht.
Weibliche Charakterzüge im Konzert
Um Charaktere, wenn auch nicht im dörflichen Sinn, sondern im weiblichen, geht es beim Konzert von «Polly’s Garden». Dem zweiten Event in diesem Herbst. «Wir wollen etwas bieten, was man weitherum nicht sehen kann», sagt Julia Huber, Gemeinderätin und Kommissionspräsidentin. Damit meint sie beispielsweise die drei Zürcher Sängerinnen von «Polly’s Garden», welche sich laut Website als «woke urban Country Band» bezeichnen. Sie wollen ihr Publikum nicht nur durch ihren Harmoniegesang begeistern, sondern auch durch ihre freche, augenzwinkernde Live-Performance. Auf der Bühne würzen sie ihre Songs mit wilden Geschichten aus dem prallen Leben – jedoch nie, ohne mit den falschen Wimpern zu zwinkern. Wer sich also dieses aussergewöhnliche Konzert nicht entgehen lassen will, reserviert sich den Samstag, 14. November. Dann findet das Konzert im Singsaal in Jonen statt.
Bezahlbare Events mit grossem Erlebnisfaktor
Weitere Events im Kulturprogramm der Kellerämter Gemeinde stehen bereits in Planung. Von einer Lesung ist die Rede. Das siebenköpfige Team blickt darüber hinaus in die Weihnachtszeit und in den kommenden Januar. «Mehr verraten wir im Moment nicht», sagt Marco Hilhorst, ein weiteres Mitglied der Gruppe. Das werde man alles frühzeitig publizieren, sobald es spruchreif ist, so Hilhorst. Wichtig ist es dem Team, eine Ergänzung zu den etablierten Veranstaltungen in der Gemeinde zu bieten. Jährlich sollen vier bis sechs Kultur-Leckerbissen verschiedenster Grösse und Ausprägung das Dorfleben bereichern. Von der kleinen familiären Veranstaltung bis zu einem Anlass mit Strahlkraft. «Der Eintritt muss niedrig sein», sagt Marguerite Weber Bless, «dafür darf das Erlebnis gewaltig sein.» Sodass man anschliessend sagen könne: «Es hat sich gelohnt!», fügt sie hinzu.
Alteingesessene und neue Bewohner zusammenbringen
Anfang Jahr gestartet, nutzten die Mitglieder der Kommission das erste Halbjahr zur Findung. Sie haben sich Ziele gesetzt und mit der Planung begonnen. Ihre erklärte Absicht ist es, kulturinteressierte Bewohnerinnen und Bewohner anzusprechen, welche sich nicht zwingend in einem Verein engagieren. Kommissionsmitglied Arnulfo Alleyne sagt: «Ich bin beruflich viel unterwegs», daher freut er sich, in der Kommission mitzumachen und so der Gemeinschaft etwas zurückzugeben. Auch Marco Hilhorst, der vor vielen Jahren nach Jonen zog, war jahrelang beruflich oft unterwegs. Mit seinem Engagement und seinem Blickwinkel möchte er mithelfen, Anlässe zu schaffen, die als Treffpunkt für alteingesessene und neue Einwohner der Gemeinde dienen.
Gemeinderätin Julia Huber sieht es als ersten Erfolg, mit einer so engagierten Gruppe gestartet zu sein. Nach dem Entscheid des Gemeinderats und dem Aufruf haben sich neun Personen gemeldet. «Das allein sehe ich schon als Erfolg», sagt Huber, die auch den Gemeinderat vertritt. Für Jonen ist dies bereits der zweite Anlauf. 1994 bis 1999 gab es bereits eine Kulturkommission, damals konnte sich das Angebot nicht etablieren und sie wurde wieder aufgelöst. Nun wagt man einen neuen Anlauf und möchte damit die Menschen, die an einem kulturellen Leben interessiert sind, ansprechen. Zum Besuch, zur punktuellen Mithilfe und dazu, sich kennenzulernen. Von den Mitgliedern der Kommission ist keiner in einem Dorfverein. Das sehen sie als Chance. Weil sie wissen, wie es sich anfühlt, zugezogen zu sein mit dem Ziel, sich in Jonen heimisch zu fühlen.