Mit Magie und Schalk
26.06.2026 Region Oberfreiamt, BünzenDer magische «Sekuriti»
«Lucas mit C» begeistert als Zauberer
Wenn er als «Fäscht-Sekuriti» den Raum betritt, dann geht es nicht um Sicherheit, sondern um eine Mischung aus Lachen und Staunen. Der in Bünzen ...
Der magische «Sekuriti»
«Lucas mit C» begeistert als Zauberer
Wenn er als «Fäscht-Sekuriti» den Raum betritt, dann geht es nicht um Sicherheit, sondern um eine Mischung aus Lachen und Staunen. Der in Bünzen wohnhafte Lucas Burri ist als Lucas mit C auf den Bühnen in der ganzen Schweiz unterwegs. Er spricht darüber, was ihn an der Zauberei fasziniert und warum er dies nicht (mehr) hauptberuflich machen möchte. --ake
Lucas Burri, alias Lucas mit C, sorgt bei seinem Publikum für Lachen und Staunen
Auf Hochzeiten, an Firmenfesten oder vor Schulklassen. Seit 27 Jahren tritt Lucas Burri als Luca mit C auf. Als «Fäscht Sekuriti» verbindet er Zauberei und Entertainment. «Dabei tauche ich in eine total andere Welt ein», sagt der zweifache Vater.
Annemarie Keusch
Das Echo kommt prompt. Bei neuen Ideen für das Kinderprogramm sind es Lucy und Colin, die sofort feststellen, ob ein neuer Trick ankommt oder nicht. Lucas Burri ist zweifacher Vater. «Natürlich haben die Kinder auch ein C im Namen», meint er lachend und spielt damit auf seinen Künstlernamen, Lucas mit C, an. Ergänzt er das Programm für Erwachsene mit Neuem, gibt seine Frau ungeschönte Rückmeldungen. «Wenn sie den Trick nicht sofort durchschaut, dann funktioniert er beim Publikum.» Denn seine Familie ist längst sensibilisiert auf das spezielle Hobby des Vaters und des Ehemannes. Das Zaubern, die Comedy-Magic, gehört bei der Familie zum Alltag – seit jeher.
Angefangen hat dabei alles mit einem Zauberkasten, den Lucas Burri einst zu Weihnachten geschenkt bekam. «Ganz klassisch.» Burri fand Gefallen daran, unterhielt damit an «bunten Abenden» der Jungwacht in Bremgarten. Und traf dort auf Franky Weber. Die Faszination für die Zauberei verband die beiden. Mit einem Spielwagen und später als Zauberer-Duo waren sie eine Zeit lang gemeinsam unterwegs. «Noch heute verbindet uns eine enge Freundschaft», sagt Lucas Burri.
1999 erstmals Gage erhalten
Die ersten Auftritte vor Freunden und Familie – «auch das ganz klassisch». 1999 folgte der erste Auftritt, für den Lucas Burri eine Gage verlangen konnte. Seit 27 Jahren ist er nun auf grösseren und kleineren Bühnen in der Region und in der ganzen Deutschschweiz unterwegs. «Wie viele Auftritte es total waren, das lässt sich leider nicht mehr rekonstruieren.» Bis zu 20 sind es pro Jahr – im Sommer etwa an Hochzeiten, im Winter an Firmenessen. Lucas Burri hat als Lucas mit C längst seine Sparte gefunden. Comedy-Magic nennt sie sich. Zauberei mit Entertainment verbunden. Seit 2004 ist er als «Fäscht Sekuriti» unterwegs. «Ich darf das, schliesslich habe ich einst selbst als Security gearbeitet.» Auf der Bühne tut er es auf die lustige Art und auf die magische. Lucas mit C verbindet Schalk und Magie, bringt die Leute mit Zaubertricks zum Staunen und mit seiner Art zum Lachen. «Wenn beides gelingt und es im Saal dazwischen auch mal ganz ruhig ist, sodass man eine Nadel auf den Boden fallen hören würde, dann habe ich alles richtig gemacht.»
Natürlich ist Burri dabei auch entsprechend verkleidet. «Manchmal kommt es vor, dass die Leute meinen, ich sei wirklich ein Security-Mitarbeiter», sagt er und lacht. «Dabei würde mich das Absperrband am Gurt durchaus verraten.» Die Schrift auf seinem Hemdrücken ebenfalls. Tritt er vor Kindern auf, mimt er indes den klassischen Zauberer. Mit Zauberstab, schwarzem Hemd und Weste. «Schliesslich will ich keine Vorstellungen zerstören», meint er und lacht. Dabei adaptiert Lucas Burri nicht nur seine Verkleidung dem Publikum entsprechend. «Es ist mein Anspruch, mein Programm nicht aus dem Effeff zu präsentieren.» Sondern an das Publikum angepasst und aus dem Herzen.
Kinder sehen mehr als Erwachsene
Dazu gehört auch, dass das Programm immer wieder erweitert und verändert wird. Neue Tricks kommen dazu. Diese, samt Equipment und Anleitung zu kaufen, ist das eine. «Ich passe sie immer stark an. Auf meine Security-Bühnenfigur und auch mein Programm», sagt Lucas Burri. Und er entwickelt auch selber Tricks – ob mit Karten oder anderen Utensilien. «Natürlich, das braucht viel Zeit. Für das Entwickeln, vor allem aber für das Üben.» Schliesslich will er erst damit auf die Bühne, wenn alles sitzt. «Der Aufwand ist gross. Erwachsene sehen nur rund ein Drittel dessen, was wirklich passiert.» Entsprechend viel muss eingeübt werden. Wenn er vor Kindern auftritt, noch mehr. «Kinder sind viel weniger analytisch, hinterfragen sich selbst nicht und kommen dadurch den Tricks oft viel besser auf die Spur als Erwachsene.»
Gute Unterhaltung bieten zu können, das ist der Anspruch des zweifachen Vaters, der mit seiner Familie in Bünzen lebt. Aufgewachsen ist Lucas Burri in Eggenwil, zwischenzeitlich lebte er in Zufikon, Waldhäusern, Aristau und in Staffeln. «Aus dem Freiamt bin ich nie herausgekommen, aber das wollte ich auch nicht», sagt er. Sein schallendes Gelächter ist dabei ansteckend. Dass dies auch auf der Bühne so ist, wird schnell klar. Lucas Burri kann das Publikum in seinen Bann ziehen. Das zauberische Handwerk ist das eine, die Präsenz auf der Bühne, das Transportieren des Könnens, das andere. «Das liegt wohl auch daran, dass ich es einfach gerne mache. Ich mag es, in eine total andere Welt einzutauchen.»
Ballonkünstler und Moderator eher seltener
Ein Jahr lang tat er dies gar hauptberuflich, trat auch als «ernsthafter Moderator» und als Ballonkünstler auf. Beides ist mittlerweile in den Hintergrund gerückt, die Comedy-Magic ist klar im Fokus. Aber es ist ein Hobby. Burri arbeitet in einem 80-Prozent-Pensum als ICT-Supporter. «Das stimmt so für mich. Ich würde gar nicht von der Zauberei leben wollen.» Einerseits, weil dies schweizweit nicht mehr als einem Dutzend Künstlern gelingt. Andererseits ist die Freude grösser, wenn das Auftreten nicht zum Muss wird.
Als Lucas mit C unterwegs zu sein, das ist für ihn Abwechslung. Vom Alltag als IT-ler, als Vater, als Ehemann, als Medienchef des Schweizerischen Pontonier-Sportverbandes und als Videograf und Multimedia-Berater. Seine Vielseitigkeit fasst er in der Bühnenfigur zusammen – seit 27 Jahren. Lucas Burri spricht von einer Lebensschule. Und er betont, wie erfüllend diese für ihn sei. Entsprechend denkt er nicht ans Aufhören. Im Gegenteil.
Mehr Infos: www.lucasmitc.ch



