Hägglinger Ortsbürger verabschiedeten Bruno Huber
Just auf die Ortsbürgerversammlung hin entlud sich ein sommerliches Gewitter über Hägglingen, sodass Gemeindeammann Franz Schaad seine Begrüssung spontan umformulieren musste. Nicht wie gewohnt auf ...
Hägglinger Ortsbürger verabschiedeten Bruno Huber
Just auf die Ortsbürgerversammlung hin entlud sich ein sommerliches Gewitter über Hägglingen, sodass Gemeindeammann Franz Schaad seine Begrüssung spontan umformulieren musste. Nicht wie gewohnt auf Festbänken draussen in der idyllischen Natur hiess er die Ortsbürgerinnen und Ortsbürger willkommen, sondern drinnen im Forsthaus. «Welches natürlich nicht minder gemütlich ist», wie er sich beeilte anzufügen.
Vizeammann Ruedi Schmid, Ressortvorsteher der Ortsbürger, kam auf die Gemütlichkeit zurück, als er das Traktandum «Benützungsreglement Forsthaus» vorstellte. «Unser Forsthaus ist regional bekannt und beliebt und stets sehr gut ausgelastet.» Dies erlaube es, nebst einigen Präzisierungen der Nutzungsbestimmungen die Gebühren marktüblich anzupassen. Die 33 anwesenden Stimmbürgerinnen und Stimmbürger (von total 293) hiessen dies einstimmig gut. Neu beträgt die Forsthausmiete für Einwohner 185 Franken (vorher 170) sowie für Auswärtige 270 Franken (vorher 250).
In Rüti viel gewirkt und bewirkt
Alle weiteren Traktanden wurden ebenfalls einstimmig angenommen, sodass Franz Schaad bald beim Punkt «Verschiedenes» ankam. Dort gab es eine Verabschiedung zu verkünden, vorgezogen auf die heutige Versammlung, da die Ortsbürgerversammlung nur einmal pro Jahr stattfindet: Bruno Huber und seine Frau Rita ziehen per Ende Jahr aus Hägglingen weg. Ob es genau der 31. Dezember sei oder ob sie den Wegzug auch auf den 1. Januar schieben könnten, fragte Franz Schaad gut gelaunt. «Dann würdet ihr die diesjährigen Steuern noch hier zahlen.»
So oder so, man wird die beiden vermissen. Während vieler Jahre führten sie den Hofladen in Rüti – der mit den selbst gemachten Glacen. Bruno Huber war während neun Jahren in der Ortsbürgerkommission tätig sowie sechs Jahre in der Ortsbürger-Finanzkommission und half während vieler Jahrzehnte im Kapellenverein Rüti mit, dessen Präsident sein Vater über 60 Jahre lang war. «Wir hoffen, dass dich die neue Heimat auch so schätzen wird, wie wir dies tun», schloss Franz Schaad und überreichte Bruno Huber einen Geschenkkorb und bereits die besten Wünsche zum Abschied. --sp