Annemarie Keusch, Redaktorin.
Natürlich, wenn es einen nicht direkt betrifft, lässt sich einfach reden. Es ist bei ganz vielen Themen so, die für Diskussionen sorgen – wie aktuell rund um die ...
Annemarie Keusch, Redaktorin.
Natürlich, wenn es einen nicht direkt betrifft, lässt sich einfach reden. Es ist bei ganz vielen Themen so, die für Diskussionen sorgen – wie aktuell rund um die mögliche Erweiterung der Deponie Babilon auf den Gemeindegebieten von Dietwil und Oberrüti. Man hat gut reden, wenn man genügend weit weg vom Staub ist. Wenn man die Lastwagen, die rückwärtsfahren und dabei ganz automatisch piepsen, nicht hört.
Nur, eine Gemeinschaft, eine Gesellschaft, funktioniert nur dann, wenn nicht immer alle Menschen nur für sich das Beste herausholen wollen. Wo gebaut wird, fällt eben unverschmutztes Aushubmaterial an. Und dass im Freiamt rege gebaut wird, war und ist eine Tatsache. Dieses Aushubmaterial muss irgendwo hin. Auf eine Fläche, die später wieder rekultiviert und der Landwirtschaft übergeben werden kann. Dass es sinnvoll ist, wenn damit nicht riesige Distanzen zurückgelegt werden müssen, sollte auf der Hand liegen. Irgendwo, aber nur nicht bei mir. Dieses Denken nimmt immer mehr überhand. Die Bevölkerung von Dietwil und Oberrüti kann im November beweisen, dass dem nicht so ist.