Annemarie Keusch, Redaktorin.
Es ist ein kleines Beispiel. Aber eines, das sinnbildlich steht. Klar, ein Museumsbesuch ist nicht überlebenswichtig. Man könnte den Alltag auch ohne bestreiten. Erst recht, ...
Annemarie Keusch, Redaktorin.
Es ist ein kleines Beispiel. Aber eines, das sinnbildlich steht. Klar, ein Museumsbesuch ist nicht überlebenswichtig. Man könnte den Alltag auch ohne bestreiten. Erst recht, wer in einer Pflegeinstitution lebt und nicht mehr selbst in ein Museum gehen kann. Und doch wird am Beispiel von «Tandem im Museum» deutlich, was eigentlich schon längst allen klar sein sollte: dass es ohne den Einsatz von Freiwilligen nicht gehen würde.
Sie ermöglichen vieles, was sonst schlicht nicht mehr erreichbar wäre. In diesem Fall einen Museumsbesuch. Ausfahrten, Spaziergänge, Spiele, Besuche – die Palette weiterer Möglichkeiten ist lang. Sich Zeit nehmen für andere Menschen. Menschen, die nicht nahe Verwandte, teils gar Fremde sind. Sich für ihre Geschichten interessieren. Farbe in ihren Alltag bringen. Genau das tun Freiwillige wie Monika Knecht immer wieder aufs Neue. Eine unbezahlbare Tätigkeit – erst recht mit Blick auf die finanziellen Herausforderungen im Gesundheitswesen. Unbezahlbar aber längst nicht nur, was das Monetäre anbelangt.